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Ein isolierender Schutzmantel gegen Schmelzverlust
Thema zur hitec-Sendung "Eisberg im Schlepptau"
Die Region um Neufundland ist der Anfang vom Ende der Eisberge. Sie können nicht überleben, sobald sie in wärmere Regionen kommen. Die Frage, wie man das Abschmelzen heraus zögern kann, ist entscheidend für das Gelingen des Projekts.
Georges Mougin:
"Um das Abschmelzen zu verhindern, muss man den Austausch zwischen Eis und Seewasser verringern. Der Eisberg muss mit einem wasserdichten Material geschützt werden. Es gibt ein Material, ein synthetisches Textil, das wickelt man um den Eisberg."

Entscheidend ist der Kontaktbereich mit der Wasseroberfläche
Die Idee, den Eisberg mit einem synthetischen Textil zu schützen, ist Mougin in den Österreichischen Alpen gekommen. Dort soll das Textil das Abschmelzen der Gletscher verlangsamen. Mit Hilfe der Planungsspezialisten ist Georges nun in der Lage das von ihm entwickelte System zu visualisieren und zu perfektionieren.

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Das erste Element ist eine schwimmende Schürze, einen Kilometer lang und 12 Meter hoch. Sie soll die Flanken des Eisbergs gegen die Erosion schützen, die durch die Wellen verursacht wird. Die für den Schmelzverlust entscheidende Stelle ist der Kontaktbereich des Eisbergs mit der Wasseroberfläche.

Zwei Schlepper umkreisen den Eisberg und fangen ihn mit Hilfe der schwimmenden Schürze ein. Was in der virtuellen Welt so spielerisch aussieht, erfordert in der realen Welt perfekte Wetterbedingungen und zwei Schiffbesatzungen, die genau aufeinander abgestimmt handeln.

Ein eindeutiges Ergebnis
Die Schürze verkrallt sich so in den Eisberg, dass ein Abstand von einigen Zentimetern zwischen Eis und Textil verbleibt. Die Säcke, die unter der Schürze hängen dienen zunächst als Ballast. Danach entfalten sie lange Bahnen des synthetischen Textils. Das Ergebnis ist ein kompletter isolierender Schutzmantel, der sich um den Eisberg schmiegt.

François Mauviel:
"Wir müssen jetzt die Effizienz unseres Schutzsystems testen. Wir müssen sicher stellen, dass wir am Ende der Reise einen ausreichend großen Eisberg haben."

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Mit einer ausgeklügelten 3D Simulationssoftware, haben sich Francois Mauviel und die Ingenieure dem Schmelzverlust gewidmet. Zuerst haben sie ein hydraulisches Modell entwickelt, um den Wasserfluss um den Eisberg herum berechnen zu können. Dann ein thermisches Modell, um den Temperaturaustausch zu messen. Immer mit der Absicht, die Wirksamkeit des Wasserpuffers, der zwischen Schutzmantel und Eisberg gefangen ist, zu überprüfen.

Die Ergebnisse sind eindeutig: Der Einsatz des Wasserpuffers verlangsamt das Abschmelzen des Eisbergs dramatisch.

Sendedaten
13.01.2013, 15.30 Uhr

Erstsendung: 17.01.2011
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