In Grönland scheinen diese Eisberge, diese Gebirge aus Eis, bewegungslos, als seien sie für immer festgefroren in den Weiten des Nordpolarmeeres. In Wirklichkeit aber ist diese grandiose Szenerie vergänglich. Eisberge schmelzen langsam und gehen auf eine lange Wanderschaft. Eisberge driften in der nördlichen Hemisphäre mehr als 3000 Kilometer weit, getragen erst vom Baffinstrom und dann vom Labradorstrom bis vor die Küste Neufundlands. Diese natürliche Strömung ist von Vorteil für die Wissenschaftler: Sie müssen den Eisberg nicht weit oben im Norden einfangen. Sie warten einfach auf ihn an der richtigen Stelle.