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Eisberg im Schlepptau
Verrückte Idee gegen Trinkwasserknappheit
Jedes Jahr brechen 350 Milliarden Tonnen Eis von Grönland ab und schmelzen im Salzwasser des Ozeans dahin. Könnte man nicht versuchen, einen Teil dieser Eismasse als Trinkwasser nutzbar zu machen?
Für manche ist Grönland einfach die größte Insel der Welt. Andere sehen hier gigantische Trinkwasser-Reserven, tiefgefroren in Gletschern und Eisbergen. Seit 40 Jahren kämpft der französische Ingenieur George Mougin für seinen Plan: Er möchte zweifelsfrei beweisen, dass man das 12.000 Jahre alte Wasser der Eisberge nutzen kann.
Georges Mougin hat im Laufe der Jahre die Eisberge ausgiebig studiert, in der Arktis und der Antarktis. Er glaubt, dass in den Polkappen ein Großteil des Trinkwassers der Menschheit tiefgefroren lagert.
Erste Schritte zur Verwirklichung einer kühnen Idee
Süßwasserdepot Grönland
George Mougin hat beobachtet, wie Eisberge in Grönland aus Gletschern geboren werden und gen Süden driften. Sie tauchen vor der Kanadischen Küste, vor Neufundland, auf und schmelzen, sobald sie die moderaten Regionen des nordatlantischen Ozeans erreichen.
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Die Wahl des geeigneten Objektes
Georges Mougin sucht das perfekte Exemplar für eine Atlantiküberquerung. Kegel, Keil, Block oder Kuppel - Eisberge gibt es in allen möglichen Formen. Zum Abschleppen eignet vor allem einer: der Tafeleisberg, benannt nach seiner flachen Oberfläche.
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Ein isolierender Schutzmantel gegen Schmelzverlust
Die Region um Neufundland ist der Anfang vom Ende der Eisberge. Sie können nicht überleben, sobald sie in wärmere Regionen kommen. Die Frage, wie man das Abschmelzen heraus zögern kann, ist entscheidend für das Gelingen des Projekts.
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Simulation des Schleppvorgangs
Eingepackt und gut isoliert kann der Eisberg nun abgeschleppt werden. Doch weiß irgendjemand, wie man einen 7 Millionen Tonnen schweren Eisberg abschleppt? Jedes Jahr werden vor der Küste Neufundlands Millionen Dollar ausgegeben, um Ölplattformen vor Eisbergen zu beschützen.
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Vielleicht gewöhnen sich die Bewohner der Kanaren eines Tages an den Anblick eines Eisbergs vor ihrer Küste. Doch noch sind nicht alle Fragen beantwortet. Welchen Einfluss hat zum Beispiel ein solcher Monster Eisberg auf das Ökosystem in warmen Klimazonen? Nach 40 Jahren intensiver Arbeit stehen die Umstände für ein Gelingen einer Eisbergüberführung gut.
Sendedaten
13.01.2013, 15.30 Uhr
Erstsendung: 17.01.2011
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