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Lupe
Nährstoffeffizienz des biologischen Landbaus
Thema der hitec-Sendung "Bio für die Massen?"
Am Forschungsinstitut für biologischen Landbau in der Schweiz befassen sich Wissenschaftler mit der ökologischen Landwirtschaft. Die Forscher um Bodenwissen- schaftler Paul Mäder interessiert, welcher Landbau besser ist für Tier, Mensch und Umwelt - konventionell oder bio?

Bei gleichen Bedingungen
Wie sind die Auswirkungen auf Ertrag, Boden und Klima? Da die geographischen und klimatischen Bedingungen gleich sind, lassen sich diese Fragen nur durch solch einen Versuch beantworten.


Eindeutig klimafreundlicher
Auch wenn Bio weniger Erträge bringt als der konventionelle Boden, waren die Forscher überrascht. Oft wurde angenommen, dass die Erträge in biologischen Anbausystemen über so lange Zeiträume zurückgehen. Mit diesem Versuch konnten die Erträge jedoch stabil gehalten werden - auch ohne Kunstdünger. Ein Grund: der gesunde Boden.

Lupe
Der Boden ist belebter durch die Tätigkeit von Regenwürmern und Mikroorganismen, was eine höhere Nährstoffeffizienz bedeutet. Nachweisbar ist dies durch ein Enzym, das den gebundenen Phosphor im Boden für die Pflanze verfügbar macht. Die Bodenproben ergeben, dass das Enzym in biologisch bewirtschafteten Böden etwa doppelt so hoch ist wie in konventionellen Böden.

Doch noch viel mehr steckt hier im Boden: eine höhere Biodiversität bietet mehr Artenvielfalt, und Schutz vor Bodenerosion. Durch den Verzicht auf chemische Düngemittel wie Stickstoff ist der Energieverbrauch bis zu 53 Prozent geringer. Denn um ein Kilogramm Reinstickstoff zu erzeugen, braucht es zirka drei Liter Öl. Alles zusammen macht den großen Vorteil von Biolandbau aus - er ist eindeutig klimafreundlicher.

Sendedaten
22.09.2013, 15.30 Uhr

Erstsendung: 04.10.2010
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