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Die Automatisierung des Krieges
Forscher entwickeln zusammen mit den Militärs immer leistungsfähigere "autonome Waffensysteme". Bis 2015 soll ein Drittel der bewaffneten Fahrzeuge und Flugzeuge der US-Armee aus Robotern bestehen.
Die eigenen Streitkräfte sollen geschützt, Feinde verstärkt aus der Ferne "eliminiert" werden. Die Aufklärung des Kampfgebietes durch Drohnen - ferngesteuerte unbemannte Flugzeuge - ist dabei eine wichtige Säule, auch für die Bundeswehr. Sie hat das deutsch-israelische Drohnensystem "Heron" geleast.
Wird das Töten immer banaler, immer leichter? Oder helfen Roboter, Menschenleben zu schützen?
Die technologischen Möglichkeiten und die Gefahren
Heron 1 - der fliegende Spion
In der israelischen Küstenstadt Tel Aviv werden deutsche Piloten der Luftwaffe von Spezialisten an einem Verkaufsschlager ausgebildet: Der Aufklärungsdrohne Heron 1. Die Bundeswehr hat drei dieser Fluggeräte für 110 Mio. Euro geleast. Sie sollen in Afghanistan zum Einsatz kommen.
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Verhaltensforschung für Roboter
Wenn Roboter im Krieg "fallen", werden sie ersetzt. Wenn die eigenen Soldaten sterben, nimmt für die Regierung demokratischer Staaten der Legitimationsdruck zu. Und die Bereitschaft, überhaupt Krieg zu führen, nimmt ab. Aber Roboter minimieren nicht nur das Risiko eigener Verluste.
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Das KZO-Aufklärungssystem
Kundus, September 2009: Amerikanische Kampfflugzeuge werfen auf Befehl des deutschen Oberst Klein zwei Satelliten-gesteuerte 500 Pfund Bomben auf entführte Tanklastzüge ab. Eine folgenschwere Entscheidung. Vermutlich 142 Menschen sterben, darunter viele Zivilisten.
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Targeted Killing - gezielte Tötung
Die USA setzen voll auf Roboter. Heute töten die Drohnen aus dem 12.000 Km entfernten Amerika per Satellit ferngesteuert im Irak und Afghanistan. Der asymmetrische Krieg hoch technisierter Armeen gegen schlagkräftige Guerillatruppen hat zu einem Umdenken geführt.
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Kampfpiloten der Zukunft
Für die Bundeswehr fängt das Drohnenzeitalter erst an. In Kalifornien laufen die letzten Tests des "EuroHawk" - einer europäischen Aufklärungs- drohne. Anfang 2011 soll die auf einer amerikanischen Drohne basierende EuroHawk voll automatisch von Kalifornien nach Deutschland fliegen.
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Die Roboter werden kommen. Bleibt die Frage nach der Verantwortung? Was passiert, wenn der Bediener des Roboters versagt? Wenn er die falschen Entscheidungen trifft? Oder wenn gar der Roboter selbst außer Kontrolle gerät? Wer wird dafür zur Rechenschaft gezogen?
Sendedaten
16.05.2011, 21.30 Uhr
Erstsendung: 19.07.2010
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