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Lupe
Schatzsuche im Genlabor
Genforscher weltweit suchen nach dem Schlüssel zu Krankheiten wie Krebs, Alzheimer und Parkinson. Sie setzen ihre Erkenntnisse und Anhaltspunkte für den Ursprung der Krankheiten wie ein riesiges Puzzle zusammen.
Unser Erbgut: eine riesige Datenmenge, verborgen in der DNA. Genforscher beginnen zu lernen, wie man sie liest. Und die Biowissenschaftler machen Fortschritte, die nicht nur mehr Wissen bringen, sondern die auch unser Leben verändern werden.

Der neueste Stand der Genforschung

Genprofil gefällig?
Lupe
Gene sind faszinierend und darum ist in den USA die persönliche Genanalyse schon lange ein gutes Geschäft. In Kalifornien sitzen zwei Unternehmen, bei denen schon Tausende via Internet ihr Genprofil bestellt haben. Wer bin ich? Welche Krankheiten könnte ich bekommen?
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Junk-DNA ist nicht nutzlos
Ewan Birney forscht am Europäischen Bioinformatik-Institut. Und auf der anderen Seite des Genome Campus steht das Sanger Institute. Hier arbeitet Richard Durbin. 2003 präsentierten die Biowissenschaftler das erste komplett entschlüsselte menschliche Genom.
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Für jeden Patienten eine individuelle Therapie
Wissenschaftler möchten die Erkenntnisse der Genforscher jetzt schon praktisch anwenden. In Berlin beginnt vielleicht gerade eine Revolution in der Krebstherapie. An der Charite suchen Ärzte nach Wegen, um mehr Patienten zu retten. Über 7 Millionen Menschen weltweit sterben jedes Jahr an Krebs.
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RNA-Interferenz - die große Hoffnung
In New York arbeitet einer der erfolgreichsten Genforscher der Welt. Der Mann, der die Gene zum Schweigen bringt. Seit sieben Jahren forscht er an der berühmten Rockefeller University: Der Deutsche Thomas Tuschl. Er entwickelte eine Methode, mit der man Gene ausschalten kann.
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Wie geht es weiter in den nächsten fünf bis zehn Jahren?

Hans Lehrach, Genetiker, MPI für Molekulare Genetik:
"Ich würde hoffen, das wir imstande sind, in weniger als fünf Jahren eine individualisierte Krebsbehandlung den 5 Millionen Menschen, die jedes Jahr in den entwickelten Ländern Krebs bekommen, zugänglich zu machen."

Ewan Birney, Bioinformatiker, Europäisches Bioinformatik-Institut:
"Sicher ist, dass wir mehr und mehr in die tiefen Geheimnisse des Genoms eindringen und immer genauer verstehen werden, wie es funktioniert und wie Krankheiten entstehen. Die Welt wird darum um sehr viel Wissen reicher sein in zehn Jahren."

Thomas Tuschl, Molekularbiologie, Rockefeller University:
"Man kann sicher mit naturwissenschaftlichen Methoden die Komplexität von Leben erfassen, aber nicht in einem Tag. Man wird da noch Jahrzehnte daran forschen. So wie die Physik vielleicht vor hundert Jahren unser Leben verändert hat mit der Erfindung der Glühbirne wird es in 50 Jahren - wenn sie zurückblicken - die Molekular- und Zellbiologie gewesen sein. Und das Humangenom war der Anstoß dafür."

Sendedaten
29.11.2012, 19.00 Uhr

Erstsendung: 03.05.2010
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