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Lupe
Das Stromnetz von morgen
Die Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung
Die Zukunft der Windenergie liegt auf Hoher See. 120 Kilometer vor der deutschen Nordseeküste sind riesige Windparks geplant - weiter weg als je zuvor. Um den Strom über diese lange Strecke zu transportieren, bedarf es einer neuen Technologie.
Die Stromverbraucher, die die Tariferhöhungen zum Jahresbeginn 2011 noch nicht verdaut haben, ahnen: das wird teuer. Der von den Windrädern erzeugte Wechselstrom soll vor Ort in Gleichstrom umgewandelt werden. Hierfür muss ein Umspannwerk mitten in der Nordsee errichtet werden.

Bis rund 100 Kilometer Entfernung fließt Wechselstrom ohne Probleme über ein herkömmliches Hochspannungsnetz. Darüber hinaus wird der Energieverlust zu groß. Der Windstrom muss aber mehr als 200 Kilometer weit transportiert werden: davon allein über 120 Kilometer unter Wasser. Das geht nur mit der Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung, kurz HGÜ.

Die längste Anbindung eines Offshore-Windparks

Wechselstrom stößt an seine Grenzen
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Elektrizität prägt heute unseren Alltag. Wechselstrom fließt seit gut 100 Jahren durch unsere elektrischen Leitungen. Bei diesem Stromsystem wechseln dabei die Elektronen im Kabel regelmäßig ihre Richtung. Im europäischem Stromnetz 100 Mal in der Sekunde.
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Die Umspannwerke
© ZDF / Detlef Gehring Lupe
Ein Umspannwerk verwandelt den von dem Windpark gelieferten Wechselstrom in Gleichstrom von 150.000 Volt. Ein Hochspannungs-Kabel transportiert den Gleichstrom dann über 200 Kilometer bis zum 2. Umspannwerk-Werk in Diele. Dort wird der Gleichstrom wieder in Wechselstrom umgewandelt.
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200 Kilometer Kabel der neuesten Generation
Lupe
Karlskrona in Südschweden: Dort werden Hochspannungs-Gleichstromkabel hergestellt und gelagert. Mittelpunkt des Gleichstrom-Kabels sind mehrere Kupferdrähte, die zu einem Strang verdreht werden. In der Nordsee wird Gleichstrom mit 150.000 Volt über diese Leitungen transportiert.
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Die Inbetriebnahme - ein Schritt in die Zukunft?
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Die Verlegung des Kabels im Wattenmeer ist abgeschlossen. Von der Nordsee bis an Land, über 200 Kilometer Gleichstromkabel sind verlegt, zwei Umspannwerke bereit - die neue Stromanbindung ist fertig. In Diele koordiniert Martin Schmelz den ersten Praxistext der gesamten Anlage.
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Die weltweit längste Anbindung eines Offshore-Windparks mit Gleichstromtechnologie ist gelungen und läuft seit Dezember 2010 im Regelbetrieb. Es könnte Deutschlands erster großer Schritt in ein Stromnetz der Zukunft sein, wenn denn die Netzbetreiber es wollen. Bezahlt wird die Modernisierung sowieso von uns Verbrauchern.

Sendedaten
08.07.2012, 15.25 Uhr

Erstsendung: 25.01.2010
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