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Klaus Kuron - Spion in eigener Sache
Klaus Kuron galt in den 70er und 80er Jahren als einer der fähigsten Agenten des Bonner Bundesamtes für Verfassungsschutz. Zugleich jedoch war er seit 1982 bis zur Wende als Doppelagent für das Ost-Berliner Ministerium für Staatssicherheit die entscheidende Informationsquelle über die Aktivitäten des Verfassungsschutzes. In dem Dokumentarfilm von Thomas Knauf erzählt Kuron seine Geschichte.


Wendepunkte im Leben des Doppelspions
Der Film vollzieht die Wendepunkte im Leben des Doppelspions Klaus Kuron nach und erzählt mit Aufnahmen der Originalschauplätze, Archivmaterial und dank der detailreichen Erinnerungen Kurons, Markus Wolfs und dessen Nachfolgers Werner Großmann eine spannende Geschichte vom Ende des Kalten Kriegs, der Blütezeit der Spionage. Dabei wird sowohl Kurons gewagtes Spiel gezeigt, aber aus der zeitlichen Distanz auch ein kritisches Licht auf die Realität der Geheimdienstler geworfen. Sie erweisen sich als Erfüllungsgehilfen ohne Leidenschaft und moralische Skrupel. Es wird deutlich, dass die Geheimdienstler in Köln und Ost-Berlin mit großem sportlichem Ehrgeiz und Respekt füreinander an zwei Enden eines professionellen Stranges zogen und sich immer ein Stück näher waren als ihre Regierungen mit der Politik der schrittweisen Annäherung.

Der Filmemacher
Der Autor Thomas Knauf, 1951 in Halle/Saale geboren, arbeitet seit 1980 als Drehbuchautor („Treffen in Travers“, „Die Architekten“, „Die Spur des Bernsteinzimmers“, „Ein Mann steht auf“) und realisiert seit 1995 auch Dokumentationen und Dokumentarfilme. Darüber hinaus schreibt er regelmäßig für Zeitungen und Zeitschriften wie "Freitag", TAZ, „Die Zeit“ und ist Autor von Hörspielen.

Credits
Klaus Kuron - Spion in eigener Sache
Dokumentarfilm von Thomas Knauf
Deutschland 2004, 64 Minuten
Redaktion: Udo Bremer
Thementag
Spielfilme und Dokumentationen aus der Welt der Geheimdienste

Donnerstag, 1. November 2012ab 5.45 Uhr
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