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Blood Simple - Director's Cut
Der sensationelle Debütfilm der Coen-Brüder
Als ein texanischer Barbesitzer erfährt, dass seine Frau ihn betrügt, lässt er nichts unversucht, den Mord an dem Paar zu arrangieren. Doch die vermeintlich simple Bluttat misslingt gründlich. - Die Coen-Brüder selbst überarbeiteten ihr sensationelles Debüt aus dem Jahr 1984, montierten Szenen neu und versahen den Film mit einem modernen Sound. Der spezielle Coen-Touch blieb jedoch erhalten.
Tief im Herzen von Texas: Erst der gerissene Privatdetektiv Visser stößt den reichen Barbesitzer Julian Marty darauf, dass ihn seine Frau Abby mit einem Angestellten betrügt. In seiner blinden Rachsucht engagiert Marty den Detektiv, um die beiden umzubringen. Doch die vermeintlich simple Bluttat misslingt gründlich, denn Visser verfolgt seine eigenen Pläne. Um möglichst wenig Arbeit zu haben, türkt er den Mord an dem Liebespaar und kassiert die Prämie von Marty - um diesen kurzerhand umzubringen. Das scheinbar perfekte Verbrechen. Außerdem lenkt er den Verdacht auf die ahnungslose Abby. Als aber statt der Polizei zuerst Abbys Liebhaber den toten Barbesitzer entdeckt und die Leiche verschwinden lassen will, gerät eine aberwitzige Verkettung von Zufällen und Missverständnissen in Gang, bei der sogar ein vermeintlich Toter wiederaufersteht und aus Jägern Gejagte werden.

Das scheinbar perfekte Verbrechen
Als 1984 "Blood Simple" erstmals ins Kino kam, waren Publikum und Kritiker sofort von dem Film fasziniert. Bis heute hat die clevere Mixtur aus Untreue, Betrug, Missverständnissen und Mord nichts von ihrer Wirkung verloren. Der Kultfilm gab gleich den Ton für alle weiteren Coen-Produktionen vor ("Barton Fink", "The Big Lebowski", "No Country for Old Men", "A Serious Man") und inspirierte zahlreiche Filmemacher. Das Drehbuch wurde von den Brüdern gemeinsam verfasst, Joel führte offiziell Regie, Ethan produzierte den Film. Kameramann Barry Sonnenfeld, der die makabre Story in entsprechende Bilder übersetzte, wurde selbst ein erfolgreicher Regisseur. Hauptdarstellerin Frances McDormand, damals noch weitgehend unbekannt, zählt heute zu den profiliertesten Darstellerinnen Hollywoods und spielte später in zahlreichen weiteren Coen-Filmen. Die Coen-Brüder selbst überarbeiteten 1999 ihr Debüt, montierten Szenen neu und versahen den Film mit einem modernen Sound. Der spezielle Coen-Touch, der durch aberwitzige Wendungen, bizarre Charaktere, pechschwarzen Humor und messerscharfe Dialoge geprägt ist, blieb dabei jedoch erhalten.