Als 1984 "Blood Simple" erstmals ins Kino kam, waren Publikum und Kritiker sofort von dem Film fasziniert. Bis heute hat die clevere Mixtur aus Untreue, Betrug, Missverständnissen und Mord nichts von ihrer Wirkung verloren. Der Kultfilm gab gleich den Ton für alle weiteren Coen-Produktionen vor ("Barton Fink", "The Big Lebowski", "No Country for Old Men", "A Serious Man") und inspirierte zahlreiche Filmemacher. Das Drehbuch wurde von den Brüdern gemeinsam verfasst, Joel führte offiziell Regie, Ethan produzierte den Film. Kameramann Barry Sonnenfeld, der die makabre Story in entsprechende Bilder übersetzte, wurde selbst ein erfolgreicher Regisseur. Hauptdarstellerin Frances McDormand, damals noch weitgehend unbekannt, zählt heute zu den profiliertesten Darstellerinnen Hollywoods und spielte später in zahlreichen weiteren Coen-Filmen. Die Coen-Brüder selbst überarbeiteten 1999 ihr Debüt, montierten Szenen neu und versahen den Film mit einem modernen Sound. Der spezielle Coen-Touch, der durch aberwitzige Wendungen, bizarre Charaktere, pechschwarzen Humor und messerscharfe Dialoge geprägt ist, blieb dabei jedoch erhalten.