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Das Weib des Pharao
Vor 90 Jahren entstand in Berlin Ernst Lubitschs Monumentalfilm "Das Weib des Pharao", die teuerste deutschsprachige Filmproduktion des Jahres 1921. Nach der Stummfilmära war der Film lange Zeit nur als schwarz-weiß-Torso zu sehen, bis es dank digitaler Restaurierungstechniken gelang, den Film mit seinen verschiedenen Farben originalgetreu wiederherzustellen und mit der überlieferten Originalmusik von Eduard Künneke einzuspielen.
Der äthiopische König Samlak dient dem mächtigen Pharao Amenes seine Tochter Makeda an, um mit einer Heirat den Frieden zwischen den Ländern zu sichern. Was als politischer Schachzug geplant war, endet in Liebeshändel. Statt für Makeda interessiert sich der alte Pharao für ihre schöne Sklavin Theonis, die sich längst in den jungen Ägypter Ramphis verliebt hat. Der enttäuschte Samlak erklärt daraufhin Amenes den Krieg. Der Pharao unterliegt und scheint tot zu sein - ein Irrtum, und so ist das Glück von Theonis und Ramphis nur von begrenzter Dauer.

Ernst Lubitsch inszenierte in einem vorletzten in Deutschland entstandenen Film eine bissige Herrschaftssatire, die in einem orientalischen Phantasieland angesiedelt ist. Mit dem Monumentalfilm, der teuersten deutschsprachigen Produktion des Jahres 1921, wollte Ernst Lubitsch die Studios in Hollywood endgültig von seinen Qualitäten überzeugen, denn in Amerika sollte seine Zukunft liegen. Das gelang: Der Film hatte sehr rasch nach der Fertigstellung am 22. Februar 1922 in New York seine äußerst erfolgreiche amerikanische Premiere. Nach der Stummfilmära war der Film lange Zeit nur als Schwarzweiß-Torso zu sehen, bis es dank digitaler Restaurierungstechniken gelang, ihn mit seinen verschiedenen Einfärbungen originalgetreu wiederherzustellen und mit der überlieferten Originalmusik von Eduard Künneke einzuspielen.

Credits
Das Weib des Pharao
Spielfilm, Deutschland/Frankreich 1921, 100 Minuten
Regie: Ernst Lubitsch
Mit Emil Jannings, Harry Liedtke, Dagny Servaes, Paul Wegener