Formal kommt „Die Mondverschwörung“ als Persiflage auf das Genre fernsehgängiger Enthüllungs-Reportagen daher. Und doch ist der Film mehr als eine Nummern-Revue aus dem Kuriositäten-Kabinett der Spinner und Sektierer. Wie schon sein Vorgängerfilm "Deckname Dennis", stürzt er sein Publikum zwischen ungläubigem Staunen, Lachen und Empörung in immer neue emotionale Wechselbäder. Dabei hat der Irrsinn einen ernsten Hintergrund: Die wachsende Akzeptanz irrationalen Denkens auch in Teilen der Jugendkultur wird von rechten Ideologen gezielt zu Propagandazwecken genutzt. Kenner der Szene halten Esoterik derzeit für "das gefährlichste Einfallstor des Rechtsextremismus", und der Weg des Protagonisten in eine immer absurder werdende Gedanken-Welt lässt erahnen, wie schnell sich scheinbar harmlose mit gefährlichen Versatzstücken zu einer menschenverachtenden Ideologie verbinden können.