Fernsehfilm
Zwölf Stühle (5-7)
3sat zeigt den siebenteiligen Fernsehfilm "Zwölf Stühle" zum 70. Geburtstag von Ulrike Ottinger am 6. Juni. (Teile 1 bis 4 am Sonntag, 3. Juni 2012, ab 10.45 Uhr).
Die Zeitungsredakteure diskutieren verschiedene Theorien zu den geheimnisvollen Stuhlräubern. Währenddessen folgen Ippolit Matwejewitsch und Ostap Bender dem Theater, das vier Stühle als Requisite ersteigert hat, an Bord eines Schiffs. Dort gibt Ostap Bender sich als Bühnenmaler aus und den ehemaligen Adelsmarschall als seinen Lehrling. Sie durchwühlen einen Stuhl - und werden enttäuscht. Auch ihre künstlerische Arbeit findet keine Anerkennung, und sie werden von Bord gejagt. Der Dampfer entschwindet mit den drei anderen Stühlen.
Ostap Bender gibt sich als Schachgroßmeister aus. Er entwirft blendende Aussichten für das Dorf Klein-Wasjuki, das er mit einem internationalen Schachturnier zu Neu-Moskau verwandeln will. Beim Simultanspiel wird er als Hochstapler entlarvt und flieht mit den sauer verdienten Rubeln der Schachfreunde. Derweil benötigt der Theaterelektriker dringend Wodka und ist dafür bereit, die Stühle des Theaters zu verkaufen. Ostap Bender zwingt Ippolit Matwejewitsch, mit ehrlicher Arbeit Geld zu verdienen: Er schickt ihn betteln. Leider reichen die milden Gaben nur für zwei Stühle. Vater Fjodor ernährt sich mühsam von Almosen. Er fleht den Ingenieur Bruns an, ihm seine Stühle zu verkaufen. Erst gegen Abend lässt sich der Ingenieur erweichen.
Ostap Bender und Ippolit Matwejewitsch machen sich weiter auf die Suche und begegnen Vater Fjodor. Der stiehlt ihre gesamten Essensvorräte, flieht auf einen riesigen Felsen und findet den Weg nicht mehr zurück. Ostap Bender und Ippolit Matwejewitsch folgen der Theatertruppe und geraten mitten in das große Erdbeben auf der Krim von 1927. Sie retten einen Stuhl aus den Trümmern, doch leider ist er wieder ohne Juwelen. Mittlerweile ist ein halbes Jahr seit dem Tod der russischen Aristokratin Klawdia Iwanowna vergangen. Ihr Schwiegersohn Ippolit Matwejewitsch fertigt Taschen auf einem großen Containermarkt an. Bender findet ihn und erzählt, dass sich der letzte Stuhl in einem Eisenbahnclub befindet. Sie planen in der Nacht ins Gebäude einzusteigen. Doch Ippolit Matwejewitsch ersticht Bender und bricht allein ein. Als er die Juwelen nicht findet, ist er völlig ratlos. Dann erzählt ihm der Hausmeister von dem Stuhl, der unter ihm zusammengebrochen ist, und weshalb das Gebäude des Clubs komplett renoviert worden ist.
Sendedaten
Sonntag, 10. Juni 2012
ab 11.15 Uhr
Credits
Zwölf Stühle (5-7)
siebenteiliger Fernsehfilm
Regie: Ulrike Ottinger
Deutschland 2004
Teile jeweils ca. 30 Minuten
(russische Originalfassung mit Untertiteln)