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Kurzfilmtage Oberhausen 2012 - Programm II
Deutscher Wettbewerb und 3sat-Förderpreis 2011
Sendedaten
Freitag, 4. Mai 2012
23.55 Uhr
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An das Morgengrauen
Lola ist auf Liebesentzug. Um sich ersatzweise zu befriedigen, schneidet sie ihrem Vogel die Kehle durch und legt seinen ausgebluteten Körper ins Eisfach. - Animierter weiblicher Diskurs über Lust und Liebe. - Die in Polen geborene Künstlerin Mariola Brillowska studierte Freie Kunst an der Hochschule für Bildende Künste Hamburg. Sie hatte seit 1985 zahlreiche Ausstellungen, erhielt Preise und Stipendien und dreht seit 1990 Filme. Brillowska ist Professorin für Zeichnen und Illustration an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach.
Credits
An das Morgengrauen
Kurzfilm, Deutschland 2011, 4 Minuten
Regie: Mariola Brillowska

Erstausstrahlung

Der 3sat-Förderpreis-Gewinner 2011

marxism today (proloque)
Vor der Wende war "Marxismus-Leninismus" ein Pflichtfach der DDR-Ausbildung in Berufsschulen und Universitäten; nach dem Fall der Mauer wurde es eilig abgeschafft. Der Zusammenbruch der ideologischen Grundlagen, die mehr als eine Generation lang staatstragend waren, führte zu einer Identitätskrise unter den Tausenden von arbeitslosen Lehrern. Der Dokumentarfilm "Marxism today (prologue)" wurde in Zusammenarbeit mit früheren Marxismus-Leninismus-Lehrern entwickelt. Filmemacher Phil Collins wählte drei Frauen als Protagonisten seines Films aus und sprach mit ihnen in ihren Wohnungen und an ihren früheren Arbeitsplätzen über die Veränderung ihres Lebens und ihrer Weltanschauung nach 1989. "Abseits von Ostalgie oder Denunziation entwirft Phil Collins in seiner visuell beeindruckenden Montage von Interviews und Archivmaterial ein intensives Portrait einer Zeit und geht dabei über einen konventionellen Begriff des dokumentarischen Realismus hinaus." So begründete die Jury des Deutschen Wettbewerbs der Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen 2011 ihre Entscheidung, "Marxism today (prologue)" mit dem 3sat-Förderpreis auszuzeichnen. Aus einer ruhig beobachtenden Perspektive richtet Phil Collins die Aufmerksamkeit auf Menschen, die bei den politischen und sozialen Veränderungen der vergangenen 20 Jahre zu den Verlierern gehörten. Dabei fragt er auch nach der Relevanz marxistischer Ideen in der Gegenwart. Zur Zeit plant Collins einen langen Dokumentarfilm zum Thema mit dem gleichen Titel.In seinen Filmen, Fotos, Installationen und Live-Events untersucht Phil Collins soziale Beziehungen an unterschiedlichen Orten und globalen Gemeinschaften. Oft unterläuft er dabei die Konventionen des Fotojournalismus und macht Widersprüche individueller und kollektiver Systeme sichtbar. Phil Collins, geboren 1970, arbeitet als Filmemacher und visueller Künstler in Berlin und Köln. Einige seiner Werke sind im Besitz wichtiger Museen, darunter die Tate Gallery und das Museum of Modern Art. Seine Filme werden auf internationalen Festivals und in Ausstellungen gezeigt. "Marxism today (prologue)" wird als Erstausstrahlung im zweiten Kurzfilmprogramm zu den Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen gezeigt, wo 3sat seit 1999 als Medienpartner den 3sat-Förderpreis an einen talentierten Filmemacher im Deutschen Wettbewerb verleiht.
Credits
marxism today (proloque)
Dokumentarfilm von Phil Collins,
Deutschland 2010

Erstausstrahlung