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© goEast Lupe
Das Leben des 40-jährigen Wachmanns Nelu (András Hatházi, rechts) an der rumänisch-ungarischen Grenze gerät aus dem Gleichgewicht, als er den türkischen Flüchtling Behran (Yilmaz Yalcin, links) vor der Polizei zu sich nach Hause in Sicherheit bringt, aber dann auch nicht mehr los wird.
Morgen
An der rumänisch-ungarischen Grenze nimmt sich ein Wachmann eines türkischen Flüchtlings an, der nach Deutschland will. Obwohl sie keine gemeinsame Sprache haben, entwickelt sich zwischen den beiden Männern eine Art stiller Freundschaft. - Die warmherzige Tragikomödie, wurde beim Osteuropa-Filmfestival goEast für die "Beste Regie" ausgezeichnet. 3sat zeigte "Morgen" im Rahmen der Medienpartnerschaft zwischen ZDF/3sat und goEast.
Salonta, eine Kleinstadt an der Rumänisch-Ungarischen Grenze: Hier lebt der 40-jährige Nelu mit seiner Frau auf einem abgelegenen Aussiedlerhof. Er hat schon lange aufgehört, die umliegenden Felder zu bestellen, und für die dringend nötige Reparatur des Daches fehlt das Geld. Bei seinem Job als Wachmann im örtlichen Supermarkt langweilt er sich und hilft stattdessen lieber beim Einräumen der Regale oder gibt Hausfrauen Tipps für die Zubereitung von Dosensuppen. Die Tage ziehen im immer gleichen Rhythmus dahin. Abwechslung bietet ihm nur das abendliche Angeln in den umliegenden Flüssen. Dort findet er eines Tages einen türkischen Flüchtling, der bei dem Versuch, nach Ungarn und weiter nach Deutschland zu gelangen, in Rumänien gestrandet ist. Nelu nimmt ihn mit nach Hause, gibt ihm Essen und saubere Kleidung und versteckt ihn im Keller. Obwohl sie keine gemeinsame Sprache haben, entwickelt sich zwischen den beiden ungleichen Männern eine Art stiller Freundschaft. Und so gerne Nelu Behran helfen würde, er weiß nicht wie. Zahlreiche Versuche, ihn über die Grenze zu bringen, scheitern. Vielleicht gelingt es Morgen?

Regisseur Marian Crisan stammt selbst aus Salonta. Mit stillem und mitunter lakonischem Humor erzählt er in seinem beim Spielfilmdebüt von den Rändern Europas - eine Parabel über Politik und Ökonomie, über Freundschaft und das verrückte Verlangen nach einem besseren Leben in der Zukunft. "Morgen" wurde beim Filmfestival von Locarno 2010 mit dem Spezialpreis der Jury ausgezeichnet. Regisseur Marian Crisan hatte bereits 2008 in Cannes eine Goldene Palme für seinen Kurzfilm "Megatron" gewonnen.

Credits
Morgen
Spielfilm, Rumänien 2010
100 Minuten
Regie: Marian Crisan
Mit András Hatházi, Yilmaz Yalcin, Elvira Rimbu, C. Zachei, Molnar Levente
Filmfestival - 3sat-Medienpartner
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Das 12. Festival des mittel- und osteuropäischen Films in Wiesbaden
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