Der Spielfilm "Luftschlösser" nach dem gleichnamigen Roman von Almudena Grandes spielt in der Zeit der "Movida Madrileña" (Madrider Bewegung) und versucht, deren atmosphärische Leichtigkeit und Hoffnung einzufangen. Nach dem Tod Francos 1975 und dem damit verbundenen Übergang Spaniens zur Demokratie, genossen viele Spanier unvermittelt Freiheiten, die ihnen zuvor verwehrt geblieben waren. Dies führte in der Hauptstadt Madrid zu einer urbanen Kulturbewegung, die alles Schrille, Extravagante und Hedonistische durchleben wollte. Regisseur Salvador Garcia Ruiz gelang es, dieses Lebensgefühl und die Sehnsucht seiner Protagonisten nach neuen Formen des Lebens und Liebens zu inszenieren. Am Ende der Studienzeit werden Maria José, Jaime und Marcos nicht nur von der "realen Welt" und deren Herausforderungen eingeholt, sondern müssen auch erkennen, dass sie doch nicht so frei von Beschränkungen und Eifersucht sind, wie sie sich erhofft hatten.