© goEast Filmfestival
"Aurora Borealis" von Márta Mészáros: die verheimlichte Lebensgeschichte von Mária (Franciska Töröcsik).
"Aurora Borealis" von Márta Mészáros: die verheimlichte Lebensgeschichte von Mária (Franciska Töröcsik).
goEast 2018: Filme aus Estland, Ungarn und Serbien erfolgreich
3sat-Ankaufsangebot für "Aurora Borealis" von Márta Mészáros
Mit der feierlichen Preisverleihung im Wiesbadener Kino Caligari ging die 18. Ausgabe von "goEast", dem Festival des mittel- und osteuropäischen Films zu Ende. Die Medienpartnerschaft mit 3sat aber geht weiter: mit der TV-Premiere des goEast-Siegers von 2017, "Requiem für Frau J.", am 3. Mai und dem Ankaufsangebot für den ungarischen Spielfilm "Aurora Borealis" aus dem diesjährigen Wettbewerbsprogramm.
3sat bietet seit der Gründung des Festivals 2001 in jedem Jahr für einen Film des Programms den Ankauf an, diesmal für den neuen Film von Márta Mészáros. "Aurora Borealis" (Ungarn 2017), handelt von einer Wiener Anwältin mit ungarischen Wurzeln. Als ihre Mutter in Ungarn unerwartet ins Koma fällt, stößt sie auf jahrzehntelang gehütete Familiengeheimnisse. Der Spielfilm soll zum goEast-Festival 2019 seine TV-Premiere in 3sat haben.

Die ungarische Kino-Chronistin
Die 88-jährige Regisseurin Márta Mészáros, der goEast im vergangenen Jahr die Hommage widmete, hat die ungarische Filmgeschichte mitgestaltet, indem sie in ihren teilweise autobiographischen Filmen immer wieder die ungarische Zeitgeschichte verarbeitete. Márta Mészáros wurde 1934 in Budapest geboren und lebte zwischen 1935 und 1946 in der Sowjetunion. Ihr Vater László, ein Bildhauer, wurde Opfer der stalinistischen Säuberungen.

© goEast Filmfestival Lupe
"November" von Rainer Sarnet (Estland, Niederlande, Polen 2017)
Die Goldene Lilie, der Preis für den Besten Film, ging an den märchenhaft-surrealistischen Spielfilm "November" von Rainer Sarnet (Estland, Niederlande, Polen 2017). Den Preis der Landeshauptstadt Wiesbaden für die Beste Regie vergab die fünfköpfige internationale Jury unter Vorsitz der ungarischen Regisseurin Ildikó Enyedi ("On Body and Soul") an den Dokumentarfilm "Eine gefangene Frau" von Bernadett Tuza-Ritter (Ungarn, Deutschland 2017), der auch den Dokumentarfilmpreis der Internationalen Filmkritik FIPRESCI gewann.

FIPRESCI-Spielfilmpreis für "Die Eisschwimmerin"
Den Preis des Auswärtigen Amtes für Kulturelle Vielfalt vergab die Jury an den Dokumentarfilm "Die andere Seite von allem" (Druga strana svega) von Mila Turajlić (Serbien, Frankreich, Katar 2017). Der Spielfilmpreis der Internationalen Filmkritik FIPRESCI ging an "Die Eisschwimmerin" (Bába z ledu) von Bohdan Sláma (Tschechische Republik, Slowakische Republik, Frankreich 2017).

goEast-Sieger 2017 in 3sat
TV-Premiere:
Requiem für Frau J.
Donnerstag, 3. Mai 2018, 23.45 Uhr

Die serbische Tragikomödie gewann bei goEast 2017 den Hauptpreis für den besten Film.
Filmfestival-Vorschau
Neue Frauen bei goEast
Das Festival des mittel- und osteuropäischen Films "goEast" in Wiesbaden ist sich auch für die 18. Ausgabe treu geblieben, indem es Tradition mit dauernder Innovation und Veränderung verbindet.