© Stanislaw Mucha
Eine Schaukel für ein Kind eines Lagerwächters, gebaut von einem Gulag-Häftling in der radioaktiven Todeszone eines Uranbergwerks. Zu Stalins Zeiten starben mehr als drei Millionen Menschen in den Gulags entlang der 2000 Kilometer langen Fernstraße Kolyma.
Eine Schaukel für ein Kind eines Lagerwächters, gebaut von einem Gulag-Häftling in der radioaktiven Todeszone eines Uranbergwerks. Zu Stalins Zeiten starben mehr als drei Millionen Menschen in den Gulags entlang der 2000 Kilometer langen Fernstraße Kolyma.
"Kolyma - Straße der Knochen" als bester Dokumentarfilm prämiert
ZDF/3sat-Koproduktion erhält Preis beim "Achtung Berlin"-Filmfestival
Beim 14. Filmfestival "Achtung Berlin - New Berlin Film Award" ist am 18. April 2018 die ZDF/3sat-Koproduktion "Kolyma - Straße der Knochen" von Stanislaw Mucha als bester Dokumentarfilm ausgezeichnet worden.
In der Begründung der Jury heißt es: "Der Film nimmt uns mit auf eine Reise entlang der Fernstraße Kolyma, 2000 km von Magadan bis ins tiefste Sibirien - eine unwirtliche und lebensfeindliche Gegend, auf der ein kollektives Trauma lastet. Humorvoll trifft Stanislaw Mucha auf die grausamen, skurrilen und spannende Geschichten dieser entlegenen Region und ihrer Bewohner. Vor unseren Augen entblättert sich ein Kaleidoskop unterschiedlichster Schicksale, die uns vereinnahmen und unter die Haut gehen. Ohne das Grauen direkt zu zeigen, hinterlassen die Erzählungen über die Verbrechen ein eindringliches Bild im Kopf der Zuschauer. Es geht um die Vernichtung von Millionen, deren Spuren langsam verschwinden. Stanislaw Mucha gelingt es mit charmanter Penetranz, eine Atmosphäre zu schaffen, die es den Menschen ermöglicht, über lang Verdrängtes zu sprechen und aus sich herauszukommen. Welchen Menschen gelingt es, in dieser Region zu überleben? Wie überstehen sie die harten Bedingungen? Was charakterisiert die Menschen 32 Jahre nach der Perestroika? Mit seinem vorurteilsfreien, wahrhaftigen Blick auf die Menschen, zeigt uns Mucha eine schwer zugängliche Kultur, ja, die Seele eines entlegenen Landstriches."

Credits
  • Kolyma - Straße der Knochen, Dokumentarfilm von Stanislaw Mucha, Deutschland/Russland 2017, 84 Minuten, Redaktion: Udo Bremer

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