© ZDF, Nikolaus Geyrhalter
3sat vergibt jedes Jahr den 3sat-Dokumentarfilmpreis und zeigt preisgekrönte und aktuelle Filme im Programm.
Duisburger Filmwoche
3sat-Begleitprogramm zum Festival des deutschsprachigen Dokfilms
In unserem Begleitprogramm anlässlich der 42. Duisburger Filmwoche, dem Festival des deutschsprachigen Dokumentarfilms, zeigen wir vier Filme, die in den vergangenen Jahren in Duisburg im Wettbewerb liefen, darunter als TV-Premiere "Homo Sapiens". 3sat ist seit 1996 Medienpartner der Duisburger Filmwoche und vergibt dort alljährlich den 3sat-Dokumentarfilmpreis.

Sendedaten
12. und 13. November 2018
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"Es wird wieder die lebhaftesten Diskussionen geben"
Interview mit Werner Ružicka, Leiter der Duisburger Filmwoche
Die Preisträger des 3sat-DokumentarfilmpreisesDokumentarfilmzeit - Der regelmäßige Sendeplatz für Dokumentarfilme in 3sat
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Paradies! Paradies! - Mein Vater, die Kurden und ich
© ZDF, ORF, Mischief Films, Takacs
Die Familie von Kurdwin Ayub floh 1991 aus dem Irak nach Österreich. 25 Jahre später begleitet die junge Filmemacherin ihren Vater Omar auf seiner Reise in die frühere Heimat. Kurdwin fühlt sich dort als Fremde, zugleich lernt sie ihren Vater während der Reise auf eine völlig neue Art kennen.
Sendedaten
Montag, 12. November 2018, 23.20 Uhr

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Omar sucht in seiner früheren Heimat voller Enthusiasmus nach einer Eigentumswohnung, um früher oder später dauerhaft ins Kurdengebiet zurückzukehren. Hier ist sein "Paradies auf Erden", wie er seine alte Heimat in Lobeshymnen glorifiziert. Kurdwin hingegen ist mit einer ihr unzugänglichen Lebenswelt konfrontiert: einer anderen Kultur, anderen Gepflogenheiten und einer Sprache, die sie nicht beherrscht. Im Herkunftsland ihrer Eltern ist sie eine Fremde. Auch inmitten ihrer Familie, ihrer Großeltern, Tanten, Onkeln, die inzwischen ihr deutsches Exil verlassen haben und wieder im Irak leben, fühlt sie sich unbeheimatet.

Mit Fortdauer der Reise muss sich aber auch Kurdwins Vater eingestehen, dass seine Vorstellungen von einer immerwährenden Heimat eine Illusion sind. Zunehmend werden seine verklärten Erinnerungen von einer erschreckenden Realität eingeholt. Er tastet sich durch gefährliche Baustellen, zerbombte Straßen und sogar durch die Kampfzone der Peschmerga und des IS. Der Wiederaufbau des zerstörten Landes ist noch nicht vollendet, da herrschen im "Paradies" bereits die nächsten kriegerischen Konflikte.

Kurdwin Ayubs Dokumentarfilm "Paradies! Paradies! - Mein Vater, die Kurden und ich" (Österreich 2017) ist ein intimes und ernüchterndes Generationenporträt, das ein individuelles Familienschicksal und Massenphänomen zugleich darstellt.

Regisseurin Kurdwin Ayub © ZDF, ORF, Mischief Films, Yasmina Haddad Regisseurin Kurdwin Ayub
Kurdwin Ayubs Familie floh 1991 vom Irak nach Österreich. 25 Jahre später reist ihr Vater in die frühere Heimat. © ZDF, ORF, Mischief Films, Takacs Kurdwin Ayubs Familie floh 1991 vom Irak nach Österreich. 25 Jahre später reist ihr Vater in die frühere Heimat.
Die verklärten Erinnerungen von Kurdwins Vater werden von einer erschreckenden Realität eingeholt. Die verklärten Erinnerungen von Kurdwins Vater werden von einer erschreckenden Realität eingeholt.
Kurdwins Vater muss sich eingestehen, dass seine Vorstellungen von der Heimat eine Illusion sind. © ZDF, ORF, Mischief Films, Takacs Kurdwins Vater muss sich eingestehen, dass seine Vorstellungen von der Heimat eine Illusion sind.
Im Herkunftsland ihrer Eltern fühlt sich Kurdwin als Fremde, auch in ihrer Familie, die wieder im Irak lebt. © ZDF, ORF, Mischief Films, Takacs Im Herkunftsland ihrer Eltern fühlt sich Kurdwin als Fremde, auch in ihrer Familie, die wieder im Irak lebt.

Anton und ich
© ZDF, Hans-Dieter Grabe
Anton fällt das Gehen schwer. Trotzdem bekennt er: "Ich muss mich bewegen. Stillstehen ist das Allerschlechteste." Anton ist Bauer und Pensionswirt im Berchtesgadener Land. Seinen alten Bauernhof bewirtschaftet er ganz allein, trotz seines hohen Alters und schwerer Behinderung. Doch wie lange noch?
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Sendedaten
Montag, 12. November 2018,
0.35 Uhr
(Nacht Mo/Di)

Homo Sapiens
© ZDF, Nikolaus Geyrhalter
Wie wäre die Welt ohne uns? Nikolaus Geyrhalter entwirft in seinem Dokumentarfilm ein postapokalyptisches Szenario, in dem die Natur sich den menschenfreien Raum zurückerobert - mit Bilder, die aus einer präapokalyptischen Zeit zu stammen scheinen und zeigen, was der Mensch hinterlässt: eine verfallende Zivilisation.
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Sendedaten
Dienstag, 13. November 2018, 22.25 Uhr

Erstausstrahlung

SUPER FRIEDE LIEBE LOVE
© ZDF, Franz Kastner
Im "Haus an der Kyreinstraße", mitten in München, leben unterschiedlichste Männer zusammen. Sie eint der Verlust einer Wohnung, eines festen Platzes in der Mitte der Gesellschaft. Obwohl die Zeit über weite Strecken stillzustehen scheint, finden im Leben jedes Einzelnen tiefgreifende Umbrüche statt.
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Sendedaten
Dienstag, 13. November 2018, 23.55 Uhr