© ZDF, Jana Bürgerlin
"Ab 18!"-TV-Premiere "Lolas Lieder": Leben zur Zwischenmiete - Lola auf ihrem aktuellen Balkon bei der Arbeit.
"Ab 18!"-TV-Premiere "Lolas Lieder": Leben zur Zwischenmiete - Lola auf ihrem aktuellen Balkon bei der Arbeit.
Die neue Dokumentarfilm-Staffel der Reihe "Ab 18!"
Sechs Filme in Erstausstrahlung am 29. und 30. Oktober 2018
3sat präsentiert sechs neue Dokumentarfilme, die mittels außergewöhnlicher filmischer Handschriften Geschichten vom Erwachsenwerden erzählen. Alle Filme haben im 3sat-Programm und in der 3sat-Mediathek ihre Premiere.
Sendedaten
29. und 30. Oktober 2018
Dokumentarfilmreihe
Ab 18!
Dokumentarfilme über junge Erwachsene
Der 3sat-Sendeplatz
Dokumentarfilmzeit
Der Patriot
© ZDF, Sergei Amirdzhanov Lupe
Regie: Katja Fedulova
Produktion: Fedulova Films
Redaktion: Udo Bremer

Die Regisseurin Katja Fedulova zeichnet das Porträt eines Jungpolitikers der rechtsgerichteten "liberal-demokratischen" Partei im Präsidentschaftswahlkampf 2018.
Wassilij Maximowitsch Wlassow, 21, ist der jüngste Duma-Abgeordneter der russischen Geschichte, ein konservativ eingestellter Überflieger, der als persönlicher Assistent von Wladimir Schirinowski diesem nachzustreben versucht und gerne mal chauvinistische Sprüche klopft. Er ist in der Partei für die Jugendarbeit zuständig, wo er Erfahrungen für die große Politik sammelt. Er lebt zusammen mit der ebenfalls 21-jährigen Politikerin Ekaterina Gromyko, zeigt ihr aber in der Beziehung bereits deutlich, wie seine Vorstellung von der Rollenverteilung zwischen Mann und Frau aussehen, was sie noch nicht ganz zu akzeptieren scheint.
Sendedaten
Montag, 29. Oktober, 22.30 Uhr

Anja und Serjoscha
© ZDF, Ivette Lِcker Lupe
Regie: Ivette Löcker
Produktion: Filmkantine
Redaktion: Udo Bremer

Anja und Serjoscha, 18 und 19 Jahre alt, sind seit Schulzeiten enge Freunde. Sie leben in Mariupol, einer Industriestadt im Südosten der Ukraine. Serjoscha lebt bei seiner Mutter, Anja wohnt mit ihrem Freund Dima, 21, zusammen. Anja hat leuchtend orange Haare und ein schallendes Lachen. Serjoscha trägt Tunnels und Piercings. Sie fallen auf. Sie träumen von Selbstverwirklichung und müssen sich doch erstmal einen Job suchen. Mit bunten Performances thematisieren sie Sexismus und Geschlechterstereotype und wollen so die Gesellschaft verändern. Das Leben ist ernst, aber sie begegnen ihm mit Humor und Leichtigkeit. Anja stellt die Frage, ob sie zusammen wegziehen sollen. Was hält Serjoscha in dieser Stadt zurück, die nahe der Kriegsfront ist?
Der Film zeigt Momentaufnahmen aus dem Leben junger Menschen, die danach suchen, wer sie sein wollen und wie sie leben möchten. Sie bewegen sich zwischen Autonomie und Unsicherheit, Aufbegehren und Melancholie. Sie stecken voller Fantasie und Willenskraft. Anja und Serjoscha ist die Zustandsbeschreibung eines Aufbruchs.
Sendedaten
Montag, 29. Oktober, 23.05 Uhr

Bella Palanka
© ZDF, Johanna Bentz Lupe
Regie: Johanna Bentz
Produktion: Film Five
Redaktion: Nicole Baum

Der schöne Name "Bela Palanka" trügt: Das heruntergekommene, ehemalige Hotel im gleichnamigen serbischen Dorf ist Auffanglager für straffällig gewordene junge Erwachsene vorwiegend aus Deutschland und Österreich, die in ihre alte Heimat abgeschoben wurden. Hier bekommen sie einen Schlafplatz und Verpflegung, jedoch weder Wiedereingliederungshilfe noch soziale Betreuung. So auch Emrah, der wie die meisten seiner neuen Mitbewohner in Deutschland aufgewachsen und dort zur Schule gegangen ist. Dem plötzlichen Tod seiner Mutter folgten kleine Delikte wie mutwillige Sachbeschädigung, eine erste Vorstrafe schloss dann seine Einbürgerung aus. Eine zweite Vorstrafe folgte. Emrah hat in Deutschland seine Haftstrafe abgesessen und versucht nun einen Neustart in seinem Herkunftsland, dessen Sprache er kaum spricht. Vor allem aber versucht er, sich nicht von der lähmenden Trostlosigkeit und Lethargie, die sich um Bela Palanka gelegt hat, einfangen zu lassen und seinen Weg doch noch zu finden.
Sendedaten
Montag, 29. Oktober, 23.35 Uhr

See you
© ZDF, Sobo Swobodnik Lupe
Regie: Sobo Swobodnik
Produktion: Corso Film
Redaktion: Katya Mader

Mara (21) studiert Jura in Marburg, hat einen Freund, einen Hund und sie ist blind. Bis zu ihrem 15. Lebensjahr hatte Mara kaum etwas von ihrer Erkrankung bemerkt, dann konnte sie innerhalb von wenigen Monaten nur noch weniger als 1% sehen. Mara ist wild entschlossen, trotz ihrer Behinderung in der "normalen" Berufs- und Alltagswelt gleichberechtigt mitzuwirken. Was es für sie bedeutet, tagtäglich mitzuhalten - an der Uni, aber auch im ganz banalen Alltagsleben, das man als 21-jährige Studentin in der ersten eigenen Wohnung und Beziehung so hat -, das wird der experimentelle Dokumentarfilm von Sobo Swobodnik erzählen.
Sendedaten
Dienstag, 30. Oktober, 22.25 Uhr

Lolas Lieder
© Florian Mag Lupe
Regie: Jana Bürgelin
Produktion: Jana Bürgelin
Redaktion: Nicole Baum

Lola ist 26 Jahre alt, gerade fertig mit dem Studium und auf dem Sprung ins Leben der Berliner Clubszene. Ihre Liebe gilt guter Techno-Musik und exzessivem Tanzen. Als "DJane" will sie künftig in den wirklich angesagten Clubs und auf Festivals auflegen. Dieses Jahr könnte sie den Durchbruch schaffen, doch es gilt, sich als Frau in einer Männerwelt zu behaupten. Sie lebt ungesund und gegen ihren Bio-Rhytmhus; sie trinkt zu viele Energy Drinks und raucht zu viele Zigaretten, um sich die Wartezeit zum späten Einsatz zu vertreiben; sie hat ständig einen Bass-Ton im Ohr und behauptet dennoch, Auflegen sei für sie wie Yoga. Die so genannte Normalität, das bürgerliche Elternhaus in der Pfalz, hat sie hinter sich gelassen und findet sich dort nur ungern zu Besuchen ein. Im Herzen Berlins ist Lola froh, dem heimischen "Irrenhaus" entflohen zu sein und nach ihren eigenen Antworten im Leben suchen zu können.
Sendedaten
Dienstag, 30. Oktober, 22.55 Uhr

Mein letztes Video
© Gerd Breiter Lupe
Regie: Andreas Bolm, Gerd Breiter
Produktion: Weltfilm
Redaktion: Katya Mader

Zum Inhalt von "Mein letztes Video": Nach sieben Jahren als erfolgreicher YouTuber will der 20-jährige Anton aka "Reyst" seinem Image als Teenie-Idol entwachsen und seine Social Media Karriere beenden. Der Film begleitet ihn auf einer seiner letzen Reisen für seinen YouTube Kanal. Anton hat mit 20 Jahren das Ende seiner ersten Karriere erreicht: Als YouTuber mit einer halben Million Followern gehört er seit über sechs Jahren zu den Großen der Szene und weiß als Digital Native, dass er seinen Zenit in der Schnelllebigkeit des Netzes langsam überschreitet. Unter dem Markennamen "Reyst" übernimmt er vor allem mit seinen Reiseberichten eine Art Vorbildfunktion. Dennoch will Anton bald sein letztes Video drehen und dann die Sparte wechseln – am liebsten in Richtung Spielfilm. Und so soll dann auch eine seiner letzten Reisen als "Reyst" nach Hollywood führen.
Sendedaten

Dienstag, 30. Oktober, 23.25 Uhr