© Bild: Angelika Platen
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Konzeptkünsterlin Hanne Darboven durchschritt den Raum von der Bildenden Kunst zum Klang.
Zeitschwünge - Hanne Darboven
Hanne Darboven gilt als eine der bedeutendsten deutschen Künstlerinnen. Bis zu ihrem Tod 2009 war sie viermal auf der "documenta" zu Gast und stets der Inbegriff von "Radikal Konzeputal". Die spröde und eigenwillige Kaufmannstochter lebte im Arbeiterviertel Hamburg-Harburg in einem alten Bauernhaus, wo sie eigene Kunst und Objets Trouvés hortete. Dort empfing sie auch die Nachbarschaft, vom Tischler bis zum Tierarzt - und den Filmemacher Rasmus Gerlach.
Rasmus Gerlach war gerne zu Gast im Hause Darboven und bei runden Geburtstagen auch mit der Kamera dabei. In Zusammenarbeit mit der Hanne-Darboven-Stiftung konnte er für 3sat ein sehr persönliches Porträt der Grande Dame der seriellen Kunst zusammenstellen und nimmt uns - jenseits aller Kunstdidaktik - mit auf eine Erkundungstour durch "Hannes Haus", das wegen der Überfülle an Kunstwerken und Krimskrams für die Öffentlichkeit gesperrt ist.

Doch auch Ausstellungsmacher Okwoi Enwezor kommt anläßlich einer Ausstellung im Münchner Haus der Kunst zu Wort, wo er beim Rundgang die Bedeutung der Musik für Darboven als Ergebnis einer Suche nach totaler Abstraktion erklärt, während die akkuraten Konstruktionen der Künstlerin aus Buchstaben und Zahlen von einem Orchester in Töne umgesetzt werden.

Sendedaten
Montag, 12. Juni 2017, 23.35 Uhr

Erstausstrahlung
Credits
Zeitschwünge - Hanne Darboven
Dokumentarfilm von Rasmus Gerlach
Deutschland 2016
46 Minuten
Redaktion: Nicole Baum
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