© Peter Liechti
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Peter Liechti zählte zu den eigenwilligsten Regisseuren im Schweizer Filmschaffen. Sein letzter Film "Vaters Garten - Die Liebe meiner Eltern" war da keine Ausnahme.
Dokumentarfilmzeit
Der regelmäßige Sendeplatz für Dokumentarfilme in 3sat
Der Dokumentarfilm ist seit fünfundzwanzig Jahren fester Bestandteil des 3sat-Programms. Auf dem wöchentlichen Sendeplatz "Dokumentarfilmzeit", montags um 22.25 Uhr, stellt 3sat ein breites Spektrum dokumentarischen Arbeitens vor.

Sendedaten
Montags um 22.25 Uhr
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Video Was bin ich wert? - Der Mensch als Ware und Rohstoff
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Vaters Garten
© Sueddeutsche Zeitung Tobias Seeliger
Ein Jahr lang hat der Filmemacher Peter Liechti seine Eltern mit der Kamera begleitet. Liechti fühlte sich stets als Fremder der Familie; diesem Gefühl geht er in "Vaters Garten" auf den Grund. Vater und Mutter lassen sich darauf ein. Doch es wird deutlich, dass Max und Hedy Liechti - seit 62 Jahren verheiratet - grundverschiedene Charaktere sind. Beide hatten Träume und Sehnsüchte, die unerfüllt geblieben sind, weil sie so weit auseinanderklaffen.
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Montag, 19. Februar 2018, 22.25 Uhr Kulturzeit-Tipp: Echt und ehrlich - Peter Liechtis Film "Vaters Garten"

Grozny Blues
Grosny, Hauptstadt des kriegsversehrten Tschetscheniens, ist eine geteilte Stadt, geprägt von Repression, archaischen Traditionen, zunehmender Islamisierung. Inmitten des Chaos versuchen Menschenrechtsaktivistinnen, eine Gruppe junger Musikerinnen und Musiker sowie der Besitzer des letzten Bluesclubs, in diesem Niemandsland ihren eigenen Weg zu finden. - Filmregisseur Nicola Bellucci erzählt vom Alltag einzelner Menschen in Grozny.
Sendedaten
Montag, 26. Februar 2018, 22.25 Uhr

Erstausstrahlung

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Grozny ist eine Stadt zwischen Islam und Kreml. Im Mittelpunkt stehen vier Freundinnen, die unter schwierigen Bedingungen für Menschenrechte kämpfen. Die unerschrockenen Frauen dokumentieren schon seit Jahrzehnten mit Kameras die Geschehnisse in und um Grozny. Sie wissen, was es bedeutet, als unabhängige engagierte Frauen in einer islamischen Gesellschaft zu leben.

Die Frauen erzählen von ihren Ängsten und Träumen, von Liebesgeschichten, Zwangsheiraten und den alltäglichen Auswirkungen der staatlichen Repression. Die Folgen der beiden letzten Kriege sind unübersehbar. Die Menschen sind traumatisiert. Sie leben in einer gespaltenen Gesellschaft, zwischen Krieg und Frieden, Repression und Freiheit, Moderne und archaischen Sitten. Der letzte Bluesclub, der noch regelmäßig Livebands mit westlich orientierter Musik beherbergt, steht vor dem Aus. Der Clubbetreiber, eine junge Sängerin und die Musiker leiden wie viele andere unter der religiösen und staatlichen Knebelung.

Geschickt rekonstruiert der Regisseur Vergangenheit und Gegenwart dieser traumatisierten Region, indem er abwechselnd Archivvideomaterial, Manifestationen des gegenwärtigen Neofaschismus und den Alltag der Menschen zeigt. Bellucci ruft so die Verwüstungen durch die Kriege wieder ins Gedächtnis und lässt die neuerbauten Bürotürme und monumentalen Repräsentierbauten wie Grabsteine wirken. Wenn keine bessere Zukunft für Grozny in Sicht ist, dann sollte zumindest jeder über die Ereignisse Bescheid wissen, die dazu geführt haben.

Die letzten Gigolos
© Neue Visionen
Die letzten Gigolos sind graumelierte Gentlemen von weltmännischer Ausstrahlung. Als Unterhalter für alleinstehende Frauen verbringen sie ihren Lebensabend auf Kreuzfahrtschiffen. Stets wissen die Kavaliere, wie sie den mitreisenden Damen zu etwas Kurzweil verhelfen können. - Stephan Bergmanns Film erhielt von der Deutschen Film- und Medienbewertung das Prädikat "besonders wertvoll".
Sendedaten
Montag, 5. März 2018, 22.25 Uhr

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Tanz in festlicher Abendgarderobe, ein Spaziergang an Bord oder eingehende Unterhaltungen auf Ausflügen an exotischen Urlaubszielen - organisiert von Agenturen und angestellt von den Reedereien, bereisen die letzten Gigolos die Weltmeere. Entlohnt werden sie allein durch das große Abenteuer Kreuzfahrt und die Flucht aus dem Pensionärs-Dasein in ihren Heimatländern. Doch wie schaut die Gesellschaft auf sie? Warum ist ihnen das Reisen so wichtig? Entstehen sogar neue Liebesbeziehungen auf so einer Kreuzfahrt?

Stephan Bergmann erzählt in seinem Debüt-Dokumentarfilm eine Geschichte vom Verlieren und Gewinnen, von Rückschlägen und kleinen Triumphen. Mit atmosphärischen Bildern lädt er ein, mit an Bord zu kommen, auf eine Kreuzfahrt als Sinnbild für das Älterwerden, das der Film auf eine sehr lebensbejahende Weise beleuchtet.

Nachbarn fürs Leben
© ZDF, Michelberger Film, Justyna Feicht
TrailerTrailer
Sie sind "Nachbarn fürs Leben": die Bewohner der Probsteigasse in der Kölner Altstadt, wo sich 2001 der erste mutmaßliche Sprengstoffanschlag des NSU ereignete. Filmautor Erwin Michelberger lebt seit fast 30 Jahren in der Probsteigasse im Zentrum Kölns. Seit einem Paketbombenanschlag auf eine iranische Familie, die einen Lebensmittelladen betrieb, hat sich sein Blick auf seine Nachbarschaft verändert.
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Sendedaten
Montag, 12. März 2018, 22.25 Uhr

Hundesoldaten
© SWR, Sebastian Baeumer
FilmausschnittFilmausschnitt
Hunde der Bundeswehr werden für einen Kriegseinsatz ausgebildet. Der Film begleitet die Ausbildung mehrerer Hunde in der einzigen Diensthundeschule der Bundeswehr bei Ulmen in der Eifel. Über Monate hinweg folgt der Dokumentarfilm dem Leben unterschiedlicher Diensthunde von der Geburt bis zum Ende ihrer Ausbildung und erforscht dabei die ambivalente Beziehung, die sich zwischen Tier und Mensch entwickelt.
Sendedaten
Montag, 19. März 2018, 22.25 Uhr

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Bei Kampfhandlungen werden die Diensthunde der Bundeswehr als eine Art Waffe eingesetzt. Eine Waffe, die jedoch mit starken Emotionen verbunden ist: Damit das Mensch-Hund-Team funktionieren kann, ist gegenseitiges uneingeschränktes Vertrauen notwendig. Die Soldaten müssen hierfür die Zuneigung ihrer Hunde gewinnen.

Trotzdem gelten die Hunde als eine Art "Waffensystem", und als solches sollen sie vor allem eines: funktionieren. Deshalb werden sie schon als Welpen an Gewehrfeuer gewöhnt, müssen Hindernisstrecken bestehen und lernen absoluten Gehorsam. Im Laufe der Zeit fällt es den Soldaten immer schwerer, bei ihrem Hund zwischen "Dienstgerät" und "Freund" zu unterscheiden.

Eine andere Aufgabe haben die Therapiehunde: Sie helfen traumatisierten Kriegsveteranen, ihr Vertrauen wiederzufinden und den Weg zurück in die Gesellschaft zu bewältigen.

Der Dokumentarfilm "Hundesoldaten" von Lena Leonhardt setzt sich auf erhellende Weise mit der komplexen Beziehung zwischen Mensch und Hund auseinander. Er wurde 2017 mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet.

Einblicke ins Paradies
Manchen gilt die Schweiz als "Himmel auf Erden". Doch wie steht es um den Glauben der Schweizer an den Himmel? Was ist geblieben von der Idee des Paradieses und vom Leben nach dem Tod? - Der Schweizer Dokumentarfilmer Stéphane Goël ergründet die vielfältigen Paradiesvorstellungen seiner Landsleute.
Sendedaten
Montag, 26. März 2018, 22.25 Uhr

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Stéphane Goël sprach mit vielen Menschen, die am Ende ihres Lebens stehen und wollte wissen: Wie stellen sie sich das Jenseits vor? Was erwarten sie dort? Manche glauben überzeugt ans Nichts, andere freuen sich darauf, dass ihre kühnsten Erwartungen übertroffen werden. Die Antworten sind erfüllt von Hoffnungen, Zuversicht, Fantasie, aber auch von Ängsten.

Die Rahmenhandlung des Films bildet eine Bergwanderung, die der Filmautor gemeinsam mit seinem betagten Vater unternimmt. Aus den Antworten der Protagonisten und den Gesprächen zwischen Vater und Sohn entsteht eine bewegende Annäherung an jenen Ort, den wir vielleicht einmal kennenlernen werden.

Rückblick 2018


Rückblick 2017





  • Neuland (20. März)
  • Life in Progress (13. März)
  • The Power of Women (6. März)
  • Töte zuerst (20. Februar)
  • Country Roads (13. Februar)
  • Yes No Maybe - Ist Liebe nur eine Utopie? (6. Februar)
  • Der NSU-Komplex (30. Januar)
  • Population Boom (23. Januar)
  • Song from the Forest (16. Januar)
  • Children of the arctic (9. Januar)

Rückblick 2016