© ap
Film anschauenFilm anschauen
"Blick in den Abgrund" - Im Mittelpunkt des Films über Profiler stehen sechs sehr unterschiedliche Männer und Frauen sowie ihre Arbeitsweise und ihr persönlicher Umgang mit dem Bösen
Dokumentarfilmzeit
Der regelmäßige Sendeplatz für Dokumentarfilme in 3sat
Der Dokumentarfilm ist seit zwanzig Jahren fester Bestandteil des 3sat-Programms. Auf dem wöchentlichen Sendeplatz "Dokumentarfilmzeit", montags um 22.25 Uhr, stellt 3sat ein breites Spektrum dokumentarischen Arbeitens vor.

Sendedaten
©  Montags um 22.25 Uhr
Blick in den Abgrund
Der Film von Barbara Eder porträtiert sechs internationale "Profiler" (in Deutschland spricht man eher von Fall- beziehungsweise Tatortanalytikern). Ihre Arbeit beginnt, nachdem das Blut weggewischt wurde: Profiler, forensische Psychologen und Psychiater befassen sich hauptberuflich mit Vergewaltigung, Totschlag und Mord. Sie rekonstruieren Tatverläufe und Motive, erstellen Persönlichkeitsprofile und setzen blutige Puzzles zusammen.
weiter ...
Sendedaten
Montag, 14. August 2017, 22.25 Uhr

Free Speech - Fear Free
© ZDF, Niels Ladefoged
Können wir wirklich menschlich leben ohne Meinungsfreiheit? Der Dokumentarfilm geht an die Wurzeln dessen, was Redefreiheit wirklich ist und welche Rolle sie in unserem Leben spielt. - Mit dem Dokumentarfilm "Free Speech - Fear Free" beginnt in 3sat die Themenwoche "Demokratie-Dämmerung". Vom 21. bis zum 26. August fragt 3sat nach: Was ist los mit unserer Demokratie?
weiter ...
Sendedaten
Montag, 21. August 2017, 22.25 Uhr

Erstausstrahlung

Raving Iran
Anoosh und Arash arbeiten als DJs in Teherans Underground-Techno-Szene. Das ewige Versteckspiel mit der Polizei ist zermürbend. Karriere zu machen ist für sie unmöglich. Ihr erstes illegales Album wurde bisher kaum verkauft. Als Anoosh kurzzeitig verhaftet wird, erlischt auch der letzte Funken Hoffnung. Doch dann werden sie zu einem riesigen Techno-Festival in die Schweiz eingeladen. - Der Film vermittelt Einblicke in die Subkultur von Teheran.
Sendedaten
Montag, 11. September 2017,
22.25 Uhr

weiter ...

Anooshs und Arashs Leidenschaft ist Deep House. Sie sind die Helden von Teherans Underground-Techno-Szene. Die Musik erlaubt ihnen, ihrer Frustration über das repressive System Ausdruck zu verleihen und ist ein persönlicher Akt der Rebellion in einem Land, in dem bereits der Konsum westlicher Musik zu Gefängnis und hohen Strafen führen kann. Die beiden Musiker organisieren ihre illegalen Raves in Teheran unter strengster Geheimhaltung. Denn bereits der kleinste Fehltritt könnte sich als fatal erweisen.

Wie kann man in einem Land überleben und seine Individualität behalten, in dem alles rigoros kontrolliert wird? Müde und desillusioniert von dem ewigen Versteckspiel mit der Polizei und einer stagnierenden Karriere, organisieren sie unter gefährlichen Umständen einen letzten ekstatischen Rave in der Wüste.

Dann erreicht sie ein Anruf von der Street Parade in Zürich. Sie sind eingeladen, dort aufzulegen. Nach langem Bangen erhalten die beiden ein Fünf-Tage-Visum. In der Schweiz angekommen, katapultieren sie Radio- und Zeitungsinterviews, Millionen von Ravern und DJ-Kollegen in eine andere Sphäre. Die anfängliche Euphorie verfliegt jedoch schnell, denn die näher rückende Abreise stellt sie vor eine große Entscheidung.

Das Kinodebüt von Regisseurin Susanne Regina Meures vermittelt einzigartige Einblicke in die Subkultur von Teheran. Der Film entstand unter großen persönlichen Risiken und wurde zu großen Teilen mit versteckter Handy-Kamera gedreht. Er zeigt die Perspektivlosigkeit einer Generation, die sich nach einem freien Leben sehnt.

Ritterblut - Verliebt in einen Knacki
Eine Frau verliebt sich in einen Verbrecher; schreibt, besucht und kämpft für einen Mann, den sie erst hinter Gittern kennengelernt hat. Dieses Phänomen kennt man in allen Gefängnissen. Was zieht diese Frauen an? Nur wenige trauen sich, darüber offen zu sprechen. Sie haben Angst vor negativen Reaktionen. Eine absolute Ausnahme sind Frauen wie Marion, 48, die sich im Laufe des Kennenlern-Prozesses von einer Kamera begleiten ließ.
Sendedaten
Montag, 18. September 2017,
22.25 Uhr

weiter ...

Marion lebt in Norddeutschland. Sie ist Krankenschwester, geschieden, ihre Tochter studiert in einer anderen Stadt. Immer wieder hatte Marion längere und kürzere Beziehungen. Jetzt ist sie schon seit einiger Zeit wieder allein. An Neujahr hat sie deshalb einen Brief an Gott geschrieben. Er möge ihr einen Mann schicken, der sie beschützt und liebt. "Einen, der noch Ritterblut in sich trägt und der ein gutes Herz hat und mich liebt, wie ich es verdiene, geliebt zu werden."

Wenige Wochen später sieht sie im Fernsehen einen Dokumentarfilm über Gefängnisse, kurz darauf eine Talkshow über das gleiche Thema. Sie erfährt, dass Gefangene gerne Kontakt nach außen suchen, weil sie so allein sind. Am Bildschirmrand wird eingeblendet, wie man Kontakt zu Gefangenen bekommen kann: über jailmail.de, eine Website, die Kontaktanzeigen von Gefangenen veröffentlicht.

So stößt Marion auf Rudi, 48. Sie schreibt ihm einen kurzen Brief, es kommen zehn Seiten zurück. Nach mehreren Briefen besucht sie ihn in der Justizvollzugsanstalt Bruchsal. 600 Kilometer entfernt von ihrem Heimatort, acht Stunden Fahrt. Nach vier Besuchen und fast 100 Briefen sagen beide: Es ist Liebe. "Ich habe so eine tiefe Verbundenheit zu ihm. Und es tut mir gut", sagt sie. "Aber ich konnte es bislang nicht ausleben." Für Rudi steht fest: "Für mich ist es die absolute Traumfrau."

Insgesamt 23 Jahre hat er wegen verschiedener Delikte hinter Gittern verbracht. Jetzt hat er noch knapp anderthalb Jahre im Gefängnis vor sich. Wenn er entlassen wird, so beschließen die beiden, wird er zu ihr ziehen. Marions Eltern, ihre Tochter, ihre Freundin sind entsetzt. Sie haben Angst um sie. "Wer weiß, wen du dir da ins Haus holst", warnen sie.

Der Film begleitet das Paar bis zum Schritt vom Gefängnis in die Freiheit: beim Besuch hinter Gittern, wenn er zum ersten Mal Ausgang hat; im offenen Vollzug, wenn die Probleme beginnen. Wird er vorzeitig entlassen, oder schmeißt er alles hin und geht freiwillig vom offenen zurück in den geschlossenen Vollzug? Dort hätte er wieder eine Einzelzelle und weniger beruflichen Stress, er und Marion könnten sich aber viel seltener sehen. Wie ist es, wenn Liebe, die hinter Gittern begann, auf Wirklichkeit stößt? Kann er ihren Ansprüchen im Alltag gerecht werden? Wird sie genügend Geduld aufbringen, wenn er sich mit seiner wiedergewonnen Freiheit anfreundet? Auf welche Probleme und an welche Grenzen werden die beiden stoßen?

Inschallah
© Keil Kruska Film AG
Imam Sabri leitet eine Moschee in Berlin-Neukölln. Bemüht, Brücken zu schlagen zwischen den Kulturen und Religionen, sieht er sich zugleich dem Verdacht ausgesetzt, radikal zu sein. Der Film begleitet den Imam bei seiner täglichen Arbeit, in der er für Familienprobleme Rat geben soll und zugleich Stellung beziehen zu politischen Fragen der Öffentlichkeit. Dabei führt er ein offenes Haus, indem er immer wieder zu Diskussionen einlädt. Während er in seiner muslimischen Gemeinde oft gegen eine zu strenge Auslegung der Religion ankämpft, steht er in der deutschen Öffentlichkeit unter Verdacht, zu konservativ, wenn nicht sogar radikal zu sein.
weiter ...
Sendedaten
Montag, 25. September 2017,
22.25 Uhr

Erstausstrahlung

Werden Sie Deutscher
Willkommenskultur und Integration als Schulfach? Der Dokumentarfilm "Werden Sie Deutscher" begleitet Erwachsene aus 15 verschiedenen Nationen bei einem Sprach- und Integrationskurs in Berlin. Hier lernen die Teilnehmer nicht nur die deutsche Sprache, sondern auch, wie man sich in Deutschland zu verhalten hat. Die Zuschauer erleben Situationen von absurder Komik und existentieller Tragik und sind aufgefordert, sich zu ihrer eigenen Identität zu verhalten.
weiter ...
Sendedaten
Montag, 2. Oktober 2017, 22.25 Uhr

Mediathek

<b>Ab 18! - Der Struggle ist real</b><!--bis 24-10-2017 22:30Uhr--> © Britta Wandaogo
Ab 18! - Der Struggle ist real
<b>Ab 18! - Mutterglück</b><!--bis 24-10-2017 23:05Uhr--> © Stefan Kolbe
Ab 18! - Mutterglück
<b>Ab 18! - Freier Mensch</b><!--bis 17-10-2017 23:20Uhr-->
Ab 18! - Freier Mensch

<b>Ab 18! - Coming Home</b><!--bis 17-10-2017 22:35Uhr--> © Anna Piltz
(deutsch)
Ab 18! - Coming Home
<b>Ab 18! - Coming Home</b><!--bis 17-10-2017 22:35Uhr--> © Anna Piltz
(Untertitel)
Ab 18! - Coming Home
<b>Ab 18! - In der Schwebe</b><!--bis 18-10-2017 00:05Uhr--> © Zaza Rusadze
Ab 18! - In der Schwebe

Rückblick 2017




Rückblick 2016