© ZDF, SWR, Julia Schlingmann
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"Krieg der Lügen - Curveball und der Irak-Krieg": Rafed Ahmed Alwan im Interview
Dokumentarfilmzeit
Der regelmäßige Sendeplatz für Dokumentarfilme in 3sat
Der Dokumentarfilm ist seit zwanzig Jahren fester Bestandteil des 3sat-Programms. Auf dem Sendeplatz "Dokumentarfilmzeit" stellt 3sat ein breites Spektrum dokumentarischen Arbeitens vor - seit März 2016 auf dem neuen wöchentlichen Termin am Montag.

Sendedaten
Montags um 22.25 Uhr
Krieg der Lügen - Curveball und der Irak-Krieg
© ZDF, SWR, Julia Schlingmann
"Die Quelle ist ein Augenzeuge. Ein irakischer Chemieingenieur, der eine dieser Anlagen betreute. Er war tatsächlich anwesend, als biologische Kampfstoffe hergestellt wurden." US-Außenminister Colin Powell vor der UN-Vollversammlung am 5. Februar 2003 mit der Begründung für "Operation Iraqi Freedom". Heute weiß man: Der Krieg basierte auf einer Lüge. Der Lüge von der Existenz mobiler Massenvernichtungswaffen im Irak. Der Mann, von dem Colin Powell spricht, lebt heute in Deutschland. Er heißt Rafed Ahmed Alwan, auch bekannt als "Curveball". Seine Informationen über mobile Massenvernichtungswaffen gingen über den Tisch von BND, MI6 und CIA, schafften es in eben diese berühmte Rede von Colin Powell und machten den irakischen Flüchtling über Nacht zum Kronzeugen des Zweiten Golfkrieges.
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Sendedaten
Montag, 22. Mai 2017, 22.25 Uhr

Cool Mama
© Filmkraft, Peter Heller
Eigentlich waren es die bunten Stoffe, die sie an Afrika faszinierten. Doch dann verliebte sich die attraktive 50-jährige Modemacherin Ann aus München in den jungen Nigerianer Akin - Beginn einer unkonventionellen Beziehung.
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Sendedaten
Montag, 29. Mai 2017, 22.30 Uhr

Erstausstrahlung

Eine Oper der Welt
Oper als Spiegel der Welt: Der in Mali geborene Filmemacher und Kulturtheoretiker Manthia Diawara enträtselt "Blackness" als Bewegung. Für die Kunstschau "documenta" wie auch zeitgleich für 3sat begibt sich Diawara auf Spurensuche nach Schwarzafrika. In Mali wurde 2007 die Sahel-Oper "Bintou Were" aufgeführt, ein Migrationsdrama von universeller Reichweite und eine Fusion von europäischer und afrikanischer Kultur.
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Sendedaten
Montag, 12. Juni 2017, 22.25 Uhr

Erstausstrahlung

Drogen kann man nicht erschießen
Der Drogenkrieg ist einer der längsten Kriege der Geschichte: Er begann 1971, als der damalige US-Präsident Richard Nixon erklärte: "Staatsfeind Nummer Eins ist der Drogenmissbrauch." Es ist ein weltweiter Krieg gegen die Drogen. Vor allem in Lateinamerika, obwohl die Drogen hauptsächlich in den USA und in Europa konsumiert werden. Doch dieser Krieg ist gescheitert: Drogen sind erhältlich wie eh und je, billiger als je zuvor. In den Transit-Ländern des Drogenschmuggels und auf den großen Märkten in den USA und Brasilien gibt es die meisten Tötungsdelikte. 47 der 50 gefährlichsten Städte der Welt liegen dort. Die Länder in Lateinamerika sind es leid, den Preis für ein Problem zu bezahlen, das nicht ihres ist. Diese Länder, sagen viele Politiker, seien nicht mehr bereit, diesen Krieg weiter zu kämpfen.

In Deutschland und Frankreich mehren sich die Stimmen, die die vorwiegend repressive Politik infrage stellen. Die ehemalige Schweizer Bundespräsidentin Ruth Dreifuss, Mitglied der Weltkommission für Drogenpolitik, der auch der frühere UN-Generalsekretär Kofi Annan angehört, sagt, erklärtes Ziel sei, den Schwarzmarkt nicht nur einzudämmen, sondern ihn auszutrocknen. "Wir können den Drogenmarkt nicht in kriminellen Händen lassen." Der engagierte Dokumentarfilm versucht, Wege aus dem Drogenkrieg aufzuzeigen. Er wurde in zehn Ländern gedreht: in Großbritannien, Portugal, Spanien, Frankreich, Deutschland, Schweiz, USA, Kolumbien, Bolivien und Mexiko.
Sendedaten
Montag, 19. Juni 2017, 22.25 Uhr

Auftakt der 3sat-Themenwoche "Abhängig!", die sich bis Freitag, 23. Juni 2017, mit verschiedenen Formen der Sucht beschäftigt.

Future Baby - Wie weit wollen wir gehen
© Nikolaus Geyrhalter Filmproduktion GmbH
Ein Blick in die Zukunft der menschlichen Fortpflanzung mitten in der Gegenwart: Maria Arlamovsky begibt sich im Zeitalter der biologischen Reproduzierbarkeit in die Welt des Kinderwunsches. In der Begegnung mit Forschern und Ärzten, aber auch mit Eizellspenderinnen und Leihmüttern, zeichnet ihr Dokumentarfilm ein komplexes Bild der neuen Boom-Branche der medizinisch-technisierten Geburtenkontrolle.
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Sendedaten
Montag, 26. Juni 2017, 22.25 Uhr

Das chinesische Rezept
Kopieren wird in China mit Wertschätzung betrachtet. Das Endprodukt soll jedoch besser als das Original sein. Nachahmen, Lernen und Weiterentwickeln ist alte chinesische Tradition. "Wir studieren, wir kopieren nicht", erklärt der Elektrobauer Xiaohui - ein aufschlussreicher Einblick ins chinesische Wirtschaftswesen. Regisseur Jürg Neuenschwander hat sechs Jahre in Schanghai gelebt. Er wirft einen fundierten Blick hinter die Kulissen.

Ingenieur Xiaohui Zhou baut Stereoanlagen "besser als das Original". Die Baupläne findet er im Internet, die Highend-Komponenten auf Abfalldeponien, die Kunden via Webshop. Auch Ruilin Wang, ein Unternehmer der ersten Stunde, kopiert nach chinesischem Rezept. Er entwickelt Maschinen weiter und arbeitet mit einem Schweizer Partner zusammen, der es vorzog, zu fusionieren, statt um Patente zu prozessieren. Der Drohnen-Tüftler Chuan Angelo Yu und sein Team haben große Träume: Sie möchten in die Weltgemeinschaft der High-Tech-Pioniere aufgenommen werden und suchen ihr Glück in Kalifornien.

China ist ein Wirtschaftsgigant und ein begehrter Absatzmarkt, mit einer Wirtschaft, die kopiert, was überall auf der Welt entwickelt wird, die den Westen immer mehr auch mit technisch anspruchsvollen Konsumgütern und Bestandteilen von Markenartikeln versorgt, und die - dank massiver Exportüberschüsse in Amerika, Europa und Afrika - Dienstleistungs- und Industriekonzerne sowie riesige Rohstoff- und Landwirtschaftsgebiete aufkauft. Doch wie funktioniert die wirtschaftliche und produktive Entwicklung im Alltag? Und was steckt hinter dem Vorwurf des Kopierens?
Sendedaten
Montag, 3. Juli 2017, 22.25 Uhr

Restrisiko
Sie haben schreckliche Verbrechen begangen: Mord, sexueller Missbrauch von Kindern, Vergewaltigung. Nun fristen diese Straftäter ihr Leben im Maßregelvollzug - meist lebenslang. Kathrin Bühligs Film "Restrisiko" ist keine leichte Kost. Noch nie zuvor konnte ein Filmteam sich wochenlang in einer Einrichtung des Maßregelvollzugs aufhalten, um dort den Alltag zu beobachten und zu dokumentieren. Mit wenigen persönlichen Habseligkeiten versuchen die Gefangenen hier, so normal zu leben, wie es unter den Umständen geht. Oberstes Ziel im Maßregelvollzug dabei: Sicherung und Therapie. Denn im Gegensatz zum Justizvollzug ist für die Straftäter die Unterbringung in der Forensischen Psychiatrie immer unbefristet.

Der vielbeachtete Dokumentarfilm von Kathrin Bühligs taucht ein in eine fremde Welt, die uns sonst verschlossen bleibt. In ihr leben Menschen, die auf den ersten Blick nicht krankhaft, böse oder triebgesteuert wirken. Im Gegenteil. Sie sind ausgesprochen höflich, äußerst zuvorkommend. Und doch sind sie gefährlich, manchmal überdurchschnittlich intelligent und äußerst manipulativ. Wie Herr F., der sich seine eigene Wahrheit zurechtbastelt, damit er sich nicht mit der Realität auseinandersetzen muss. Im Maßregelvollzug wird er dazu genötigt, hier besteht ein Zwang zur Therapie.

Für ihre filmische Auseinandersetzung mit psychisch kranken Tätern im Maßregelvollzug wurden Autorin und Regisseurin Katrin Bühlig sowie Produzentin Dagmar Biller mit einem Grimme-Preis ausgezeichnet.
Sendedaten
Montag, 10. Juli 2017, 22.25 Uhr

Mediathek

<b>Ab 18! - Der Struggle ist real</b><!--bis 24-10-2017 22:30Uhr--> © Britta Wandaogo
Ab 18! - Der Struggle ist real
<b>Ab 18! - Mutterglück</b><!--bis 24-10-2017 23:05Uhr--> © Stefan Kolbe
Ab 18! - Mutterglück
<b>Ab 18! - Freier Mensch</b><!--bis 17-10-2017 23:20Uhr-->
Ab 18! - Freier Mensch

<b>Ab 18! - Coming Home</b><!--bis 17-10-2017 22:35Uhr--> © Anna Piltz
(deutsch)
Ab 18! - Coming Home
<b>Ab 18! - Coming Home</b><!--bis 17-10-2017 22:35Uhr--> © Anna Piltz
(Untertitel)
Ab 18! - Coming Home
<b>Ab 18! - In der Schwebe</b><!--bis 18-10-2017 00:05Uhr--> © Zaza Rusadze
Ab 18! - In der Schwebe

<b>Electroboy</b><!--bis 21.08.2017--> © SRF
Electroboy
<b>Zwei Stimmen aus Korea</b><!--bis 08.08.2017--> © Julia Daschner
Zwei Stimmen aus Korea
<b>Der Glanz der Schattenwirtschaft</b><!--bis 10.07.2017-->
Der Glanz der Schattenwirtschaft

Rückblick 2017



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