© ZDF, Michele Cinque_Cesar Dezfuli
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"Iuventa" hat im Juni 2018 auf dem Biografilm-Festival in Bologna mit drei Auszeichnungen auf sich aufmerksam gemacht. Der Dokumentarfilm erhielt den "Guerilla Staff Award" als "most loved film"; außerdem sprachen ihm die Jurys zweier Festivalsektionen jeweils eine lobende Erwähnung zu.
Dokumentarfilmzeit
Der regelmäßige Sendeplatz für Dokumentarfilme in 3sat
Der Dokumentarfilm ist seit fünfundzwanzig Jahren fester Bestandteil des 3sat-Programms. Auf dem wöchentlichen Sendeplatz "Dokumentarfilmzeit", montags um 22.25 Uhr, stellt 3sat ein breites Spektrum dokumentarischen Arbeitens vor.

Sendedaten
©  Montags um 22.25 Uhr
Mediathek
© Tamara Erde Video Auf der Suche nach Zion Was bin ich wert? - Der Mensch als Ware und Rohstoff
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Iuventa
Ein italienscher Filmemacher begleitete Missionen der NGO "Jugend Rettet", die seit Mitte 2016 mit dem Schiff "Iuventa" im Mittelmeer unterwegs war, um Flüchtlinge aus Seenot zu retten. Im August 2017 wurde die NGO verdächtigt, mit Schleusern zusammenzuarbeiten und ihr Schiff festgesetzt. - Ein authentisches Zeitdokument, in dem der Autor bei aller Nähe zu den Protagonisten eine unabhängige Position in der Darstellung der Ereignisse einnimmt.
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Sendedaten
Montag, 13. August 2018, 22.25 Uhr

Erstausstrahlung

Deportation Class
Sie kommen in der Nacht, sie reißen Familien aus dem Schlaf, geben ihnen eine halbe Stunde Zeit zum Packen und setzen sie in ein Flugzeug. Doch was bedeutet eine Abschiebung eigentlich? Der Dokumentarfilm zeichnet ein umfassendes Bild dieser staatlichen Zwangsmaßnahmen: von der monatelangen Planung einer Sammelabschiebung über den nächtlichen Großeinsatz in den Unterkünften der Asylbewerber bis zu ihrer Ankunft im Heimatland.
Sendedaten
Montag, 20. August 2018, 22.25 Uhr
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Maximilian
Mit einem IQ von 149+ ist der mittlerweile 13-jährige Maximilian Janisch das berühmteste hochbegabte Kind der Schweiz. Der Film begleitet Maximilian und seine Eltern in ihrem Alltag. Der Schweizer Filmemacher Nicolas Greinacher wurde auf Maximilian aufmerksam, da er selbst als Kind mathematisch hochbegabt war. Sein Film setzt sich kritisch mit dem Thema "Hochbegabtenförderung" und der medialen Berichterstattung auseinander.
Sendedaten
Montag, 27. August 2018, 22.25 Uhr

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In der Primarschule übersprang Maximilian drei Klassen und bestand mit nur neun Jahren die Mathematik-Matura mit Bestnoten. Nachdem er sich vergeblich an der ETH Zürich als Student beworben hat, entwickelte die Universität Zürichein eigenes Förderprogramm für ihn.

Maximilians Hochbegabung sowie die gescheiterte Anmeldung als Student der ETH Zürich löste eine heftige Kontroverse über das Thema "Rabeneltern" sowie den Umgang mit hochbegabten Kindern aus. Bis weit über die Schweizer Landesgrenzen hinaus wurden Maximilian und seine Hochbegabung über Nacht zum Thema: Die Medien stürzten sich auf seine Geschichte.

Einsteins Nichten
Albert Einsteins Großnichten mussten im Zweiten Weltkrieg mit ansehen, wie die Familie von Robert Einstein, dem Cousin Albert Einsteins, getötet wurde. Der Dokumentarfilm erzählt ihre Geschichte. Filmemacher Friedemann Fromm begleitet Einsteins Nichten, die heute fast 90-jährigen Zwillingsschwestern Lorenza und Paola, in die Toskana, wo die Familie damals lebte.
Sendedaten
Montag, 3. September 2018, 22.25 Uhr

Erstausstrahlung

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Nur wenige Stunden bevor sich die deutschen Besatzer aus Florenz zurückziehen und die in Italien lebende Familie Einstein die Freiheit zurückgewinnen kann, wird sie von einem deutschen Sonderkommando der Spionage und der Kollaboration mit dem Feind beschuldigt. Die Soldaten finden im Haus nur die Frau und die beiden Töchter von Robert Einstein, dem Cousin und engen Freund von Albert Einstein, und erschießen sie. Robert, der sich im Wald verstecken konnte, überlebt. Und auch die beiden Adoptivkinder, die Zwillingsschwestern Lorenza und Paola, überleben, weil sie nicht den Namen Einstein tragen. Sie werden jedoch Zeugen des Massakers an ihrer "Mutter" und ihren "Schwestern".

Ein einziges Blatt, das Todesurteil für die Familie, unterschrieben mit dem Namen "Der Kommandant", bedeutet das Ende der Familie Einstein in Italien. Robert Einstein nimmt sich nur ein Jahr später an seinem Hochzeitstag das Leben. Das Verbrechen an seiner Familie wird nie aufgeklärt - bis heute nicht.

Der Film "Einsteins Nichten" folgt dokumentarisch und anhand von Archivmaterial und Originalaufnahmen der Geschichte von Lorenza und Paola Mazzetti. Sie kehren nach 70 Jahren zum ersten Mal in die Villa "Il Focardo" zurück, an den Ort des grausamen Verbrechens, welches sie damals als Kinder mit erleben mussten. Der bewegende Dokumentarfilm ist nicht nur eine Beschreibung der tragischen Geschichte der Familie Einstein, sondern insbesondere die Geschichte von zwei starken Frauen, die den Zuschauer durch ihren Humor, ihre Stärke und ihren Lebensmut für sich einnehmen.

Im Anschluss, um 23.55 Uhr, beschäftigt sich die Dokumentation "Die Story - Einstein" mit der schwierigen Suche nach den Mördern der Einsteins.

Fighter
© Markus Lenz, Corso Filmproduktionen
Die Profis in Mixed Martial Arts kämpfen im Käfig - weil sie es wollen, und weil andere das sehen wollen. "MAA" ist in Deutschland umstritten, das Regelwerk dieses Kampfsports lässt viel zu. Regisseurin Susanne Binninger zeigt in ihrem Film eine archaisch anmutende Männerwelt, in der Freundschaft, Kochen und Süßigkeiten eine große Rolle spielen.
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Sendedaten
Montag, 10. September 2018, 22.25 Uhr

Erstausstrahlung

Noma - Das beste Restaurant der Welt
Sternekoch René Redzepi ist der gefeierte Star der nordischen Küche und ein Revolutionär der internationalen Gastronomie. Sein Restaurant Noma in Kopenhagen erhielt gleich viermal die Auszeichnung "Bestes Restaurant der Welt". Redzepi hat einen märchenhaft anmutenden Aufstieg vom Migrantenkind zum Visionär einer konsequent nordischen und saisonalen Küche hinter sich.
Sendedaten
Montag, 17. September 2018, 22.25 Uhr

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René Redzepis mit zwei Michelin-Sternen ausgezeichnetes Restaurant zog bis Anfang 2017 Gäste aus der ganzen Welt nach Kopenhagen. Heute gehört er laut "Time Magazin" zu den 100 einflussreichsten Persönlichkeiten der Welt. Hinter dem Erfolg steckt harte Arbeit und unbändige Leidenschaft, fast Besessenheit. Unermüdlich entwickelt Redzepi mit seinem engagierten Team kulinarische Spezialitäten, experimentiert mit fermentierten Lebensmitteln und Birkensaft. Das Noma wird zum Inbegriff nordischer Esskultur. René Redzepi will seinen Gästen mittels seiner Kreationen die Kultur, Geschichte und Umwelt einer ganzen Region vermitteln. Seine Gäste sollen die einzigartige und unverdorbene Natur des Nordens erfahren.

René Redzepis Erfolgsweg ist auch von herben Rückschlägen geprägt: Druck und Stress führen zu einer Lebenskrise, eine Lebensmittelvergiftung in seinem Restaurant gefährdet kurzzeitig seine berufliche Existenz. Die Verweigerung des dritten Michelin-Sterns ist ein harter Schlag für ihn, noch viel mehr der Verlust des Titels als "Bestes Restaurant der Welt" im Jahr 2013. Doch dann wird sein Restaurant Noma erneut zum besten Restaurant der Welt gekürt - Redzepi ist wieder ganz oben. Aber er will nicht stehen bleiben. Deshalb schließt er das Restaurant im Februar 2017. Redzepi tourt unterdessen mit seinem Noma-Konzept und mit seinen Küchenkreationen rund um die Welt - und denkt schon über seinen nächste Kreation nach - das neue Noma.

Muhi
Der sechsjährige Muhi ist Sohn eines Hamas-Aktivisten und leidet an einer Immunkrankheit, die im Gaza-Streifen nicht behandelt werden kann. Jetzt ist Muhis Heimat ein Krankenhaus in Israel. - Der feinfühlige Film fängt die Unauflösbarkeit dieser individuellen Tragödie vor dem Hintergrund eines politischen Dauerdramas im Nahen Osten ein. Es bleibt die Frage, wie es diesem ungewöhnlichen Kind eines Tages gelingen könnte, seinen eigenen Weg zu gehen.
Sendedaten
Montag, 24. September 2018, 22.25 Uhr

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Muhi ist ein fröhliches Kind. Er liebt seinen Opa, der stets bei ihm ist. Als Muhi zwei Jahre alt war, mussten ihm Füße und Hände amputiert werden. Mittlerweile helfen ihm Prothesen, seinen Bewegungsdrang zu stillen. Sein Großvater hat sich neben ihm im Hospital eingerichtet und mittlerweile solide Freundschaften zur Ärzteschaft und zum Pflegepersonal aufgebaut.

Der Vater durfte nicht nach Israel einreisen. Er verurteilt nach wie vor den Staat, der seinen Sohn am Leben erhält. Auch Mutter und Geschwister sieht Muhi selten. Doch obwohl Muhis Aktionsradius beschränkt ist, richtet er sich wie selbstverständlich in seinem Leben ein und schafft es, mit seinem Mut und seiner Heiterkeit die ihn behindernden Grenzen immer wieder aus den Angeln zu heben.

"Muhi" ist der erste Dokumentarfilm der beiden Autoren Rina Castelnuovo-Hollander und Tamir Elterman. Der Film wurde auf dem Dokumentarfilmfestival in Leipzig mit der "Goldenen Taube" ausgezeichnet.

Rina Castelnuovo-Hollander ist eine in Tel Aviv geborene Fotografin und Kamerafrau, die sich seit drei Jahrzehnten dem Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern verschrieben hat und unter anderem für die "New York Times" und das "Time Magazin" arbeitet. Tamir Elterman aus Berkeley in Kaliforien hat an der Columbia Universität für Journalismus studiert und arbeitet ebenfalls für die "New York Times".

3sat zeigt "Muhi" als Free-TV-Premiere.

Schlagerland
Deutschland ist Schlagerland. Was macht das Schlagerland Deutschland aber eigentlich aus? Wo und wie existiert es? Der Dokumentarfilmer Arne Birkenstock schaut hinter die Kulissen der Branche. In der Provinz und auf den Großbühnen der Städte, da, wo der Schlager lebt, geht der Film auf Spurensuche nach diesem Phänomen einer deutschen Massenkultur. Die Reise durch das deutsche Schlagerland führt zu berühmten Künstlern, Nachwuchssängern und ihren Fans.
Info
Montag, 1. Oktober 2018, 22.25 Uhr

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Von den "Capri-Fischern" über den "Griechischen Wein" bis "Atemlos" hat der Schlager seit Jahrzehnten Lieder hervorgebracht, die mehrere Generationen auf dem Weg zum Erwachsenwerden und darüber hinaus begleitet haben. Das Genre hat sich verändert, seitdem die deutschsprachige Unterhaltungsmusik ausdifferenziert als deutscher Pop, Hip-Hop oder Chanson wahrgenommen wird und nicht mehr alles unter dem Begriff "Schlager" subsummiert wird, der genau genommen ja auch gar keine Genre-Bezeichnung ist, sondern den Erfolg eines Liedes zum Kriterium erhebt: Sprachlich ist das Wort "Schlager" nichts anderes als die Deutsche Bezeichnung für "Hit".

Heute hören Millionen Menschen die Hits von Andrea Berg und Helene Fischer. Der Schlager ist das Stehaufmännchen der deutschen Popkultur, er geht aus jeder Modernisierungskrise gestärkt hervor. Was der Schlager nie ganz loswurde, ist sein Image als Opium des Kleinbürgers. Das Bild des hässlichen Deutschen begleitete den Schlager bis in die 1970er-Jahre, als er längst das Loblied auf griechischen Wein und mexikanisches Feuerwasser sang. Denn kein Schlager ist besser als seine Zeit, und deshalb ist er wieder modern. Wir befinden uns in einer Phase extremer gesellschaftlicher Umbrüche. Was also liegt näher, als vereint und eng im Kuschelbett oder vor dem Kamin Sentimentalitäten auszutauschen?

Auf der Reise durch das Schlagerland trifft der Filmautor Alt- und Jungstars von Helene Fischer und Florian Silbereisen über Roland Kaiser, Costa Cordalis und Gitte Haenning bis zu den Ost-Schlagerstars Frank Schöbel und Ute Freudenberg. Der Film begleitet die Nachwuchssängerin Franziska Wiese, die von ihrem Plattenlabel zum neuen Schlagerstar aufgebaut wird und dabei das Auf und Ab einer Branche durchleidet, die auf der Bühne Gute Laune verbreitet und hinter den Kulissen von enormen Druck, Wettbewerb und hoher Professionalität geprägt ist.

Das Filmteam geht mit Jürgen Drews auf einen kleinen Konzertmarathon und feiert mit Fans in einer Bottroper Schlagerkneipe. Der Film stellt auch die Menschen vor, die den Schlager hinter den Kulissen vorantreiben: Texter, Produzenten und Komponisten wie Ralph Siegel, Jean Frankfurter und Kristina Bach oder Electrola-Plattenchef Jörg Hellwig sowie den Produzenten der größten TV-Schlagershow, Michael Jürgens. So entsteht ein subjektiver, aber nicht wertender Blick auf einen großen Wanderzirkus, der im Sommer eine Open-Air-Party nach der anderen mit dem gewünschten Partysoundtrack bespielt und sich - im Rahmen seiner Möglichkeiten - immer wieder neu erfinden muss.

Archiv

Rückblick 2018




Rückblick 2017




  • Drogen kann man nicht erschießen (19. Juni)
  • Eine Oper der Welt (12. Juni)
  • Cool Mama (29. Mai)
  • Krieg der Lügen - Curveball und der Irak-Krieg (22. Mai)
  • Die Viagra-Tagebücher (15. Mai)
  • Whatever Comes Next - Heimat und Exil (8. Mai)
  • Ueli Maurers Pommes-Frites-Automat (24. April)
  • Geheimauftrag Pontifex (10. April)
  • Beyond Punishment (3. April)
  • More than Honey - Bitterer Honig (27. März)

  • Neuland (20. März)
  • Life in Progress (13. März)
  • The Power of Women (6. März)
  • Töte zuerst (20. Februar)
  • Country Roads (13. Februar)
  • Yes No Maybe - Ist Liebe nur eine Utopie? (6. Februar)
  • Der NSU-Komplex (30. Januar)
  • Population Boom (23. Januar)
  • Song from the Forest (16. Januar)
  • Children of the arctic (9. Januar)

Rückblick 2016

  • La Buena Vida - Das gute Leben (12. Dezember)
  • Kühe, Käse und drei Kinder (5. Dezember)
  • Zu Ende Leben (28. November)
  • Above and Below (14. November)
  • Broken Land (7. November)
  • FREIgestellt (31. Oktober)
  • Ab 18! (17./24. Oktober)
  • Citizenfour (10. Oktober)
  • Das dunkle Gen (26. September)
  • Yalom's Cure (19. September)
  • Homs - Ein zerstörter Traum (12. September)
  • Romy Schneider - Eine Frau in drei Noten (5. September)
  • Aus dem Abseits (29. August)
  • Electroboy (22. August)
  • Zwei Stimmen aus Korea (8. August)
  • Rio 50 Grad Celsius (25. Juli)
  • The Substance - Albert Hofmanns LSD (18. Juli)
  • Der Glanz der Schattenwirtschaft (11. Juli)
  • Alphabet (6. Juni)
  • Sleepless in New York (30. Mai)
  • Workingman's Death (23. Mai)
  • Die Kirche und das Geld (9. Mai)
  • Verliebte Feinde (2. Mai)
  • Spuren eines Atomunfalls im Ural (25. April)
  • Whores' Glory (18. April)
  • Boris Nemzow - Tod an der Kremlmauer (11. April)
  • Messner (4. April)
  • Francesco und der Papst (21. März)
  • Goldrausch - Die Geschichte der Treuhand (14. März)
  • Millions can Walk (7. März)
  • Ai Weiwei - Never Sorry (31. Januar)
  • Population Boom (24. Januar)