© ZDF, Atsushi Nishijima
BildergalerieBildergalerie Filmausschnitt: A Most Violent YearFilmausschnitt: A Most Violent Year
"A Most Violent Year": Anna Morales (Jessica Chastain) führt die Buchhaltung im aufstrebenden Heizöl-Imperium ihres Mannes Abel. Auch unter dem Druck behördlicher Ermittlungen bewahrt sie kühlen Kopf, doch die Nachforschungen und Drohungen seitens der Konkurrenz stellen ihre Ehe zunehmend vor eine Zerreißprobe.
Vier Spielfilme mit Jessica Chastain
US-Schauspielerin mit beeindruckender Wandlungsfähigkeit
Jessica Chastains Darstellung der Geheimdienstermittlerin Maya in "Zero Dark Thirty" hat der Schauspielerin zusätzlich zur Golden-Globe-Auszeichnung auch eine Oscar-Nominierung eingebracht. Ihre erfolgreiche Hollywood-Karriere beruht nicht zuletzt auf der erstaunlichen Wandlungsfähigkeit, die sie in ihren Rollen immer wieder unter Beweis stellt. Außer "Zero Dark Thirty" zeigen wir in einer Filmreihe noch drei weitere Filme mit der Schauspielerin, darunter die Free-TV-Premiere "A Most Violent Year".
Sendedaten
15. bis 22. März 2019
Jessica Chastain kam 1977 im kalifornischen Sacramento zur Welt. Nach Highschool und College absolvierte sie eine Schauspielausbildung an der New Yorker Juilliard School und arbeitete anschließend als Theater- und Fernsehschauspielerin. 2008 erhielt sie erstmals eine Rolle in einem Kinofilm: Für ihren Auftritt in der Independentproduktion "Jolene" gewann sie beim Filmfestival in Seattle die Auszeichnung als beste Schauspielerin. Der große Durchbruch gelang Jessica Chastain 2011. In diesem Jahr starteten in den US-Kinos gleich sieben Filme, für die Chastain in den Vorjahren gedreht hatte. Innerhalb kürzester Zeit stieg sie von einer unbekannten zur vielgefragten Schauspielerin in Hollywood auf.

A Most Violent Year
© ZDF, Atsushi Nishijima
Abel Morales möchte im Öl-Geschäft Karriere machen und ist um ein sauberes Image bemüht. Doch er trifft auf korrupte Behörden und auf Konkurrenten, die sogar seine Familie bedrohen. - Ein hoch emotionaler Business-Thriller über die Kehrseite des amerikanischen Traums, von Autor und Regisseur J. C. Chandor ("Der große Crash") bildgewaltig inszeniert und mit den Hollywood-Stars Oscar Isaac und Jessica Chastain großartig besetzt.
Sendedaten
Donnerstag, 21. März 2019, 22.25 Uhr

Free-TV-Premiere

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"A Most Violent Year" spielt im Winter 1981, jenem Jahr, das seinerzeit in die New Yorker Stadt-Annalen als das gewalttätigste der Geschichte eingegangen ist. Abel Morales strebt eine führende Position im Heizöl-Geschäft an. Doch in der Branche herrschen mafiöse Strukturen. Immer wieder werden Abels Tanklastwagen entführt und seine Fahrer eingeschüchtert und bedroht. Sich mit unlauteren Mitteln und illegalen Praktiken dagegen zur Wehr zu setzen, widerspricht dem persönlichen Ethos des ehrgeizigen Immigranten. Aber der Erfolg im Business fordert seinen Tribut - auch von Abel Morales.

Zum Kinostart schrieb die "Zeit": "'A Most Violent Year' ist nach dem Debüt 'Margin Call' und dem Survival-Drama 'All Is Lost' J. C. Chandors dritter künstlerischer Erfolg in Folge. Er zählt zu den Regisseuren, die das US-amerikanische Independent-Kino derzeit so stark und so reich machen. Denn aller Nörgelei über den angeblichen Niedergang des Kinofilms als Kunstform zum Trotz begeistern im Schatten der gefeierten TV-Serien immer wieder künstlerisch herausragende Filme, die an 'New Hollywood' und den Geist der großen Polit-Thriller der 1970er-Jahre anschließen."

Credit: A Most Violent Year, Spielfilm, USA 2014, 121 Minuten, Regie: J. C. Chandor, mit Oscar Isaac (Abel Morales), Jessica Chastain (Anna Morales), David Oyelowo (Lawrence), Albert Brooks (Andrew Walsh), Elyes Gabel (Julian)

Zero Dark Thirty
© ZDF, Jonathan Olley
FilmausschnittFilmausschnitt
Die junge, intelligente CIA-Agentin Maya stößt zu einer Spezialeinheit, die Osama bin Laden ausfindig machen und für die Anschläge vom 11. September 2001 zur Rechenschaft ziehen soll. Obwohl Maya zunächst die Neue im Team ist, treibt sie in den folgenden Jahren mit ihrem intuitiven Ermittlungsgespür die Mission voran und kann sie schließlich vollenden. - Die Hauptrolle in dem packenden und Oscar-nominierten Drama verkörpert Jessica Chastain.
Sendedaten
Freitag, 22. März 2019, 22.25 Uhr

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Zwei Jahre nach den Anschlägen vom 11. September 2001 in New York City ist eine Eliteeinheit der CIA in Afghanistan bereits seit einiger Zeit bemüht, Osama bin Laden zu fassen. Die junge Agentin Maya stößt als Neue zum Team, doch mithilfe ihres Kollegen Dan lernt sie schnell, wie sie vorzugehen hat.

Nach Anschlägen auf ein saudi-arabisches Hotel hat Maya die Idee, das Wissen über den Angriff zu nutzen und dem Gefangenen Ammar vorzutäuschen, dass er nach einer 96-stündigen Befragung Details über das geplante Attentat enthüllt habe. Ammar fällt auf die Falle herein und verweist im Glauben, bereits Informationen preisgegeben zu haben, auf den Boten Abu Ahmed.

Die folgenden acht Jahre verbringt Maya damit, Abu Ahmed zu finden. Ihre Fahndung überdauert nicht nur die Anschläge in London am 7. April 2005 und ihren Kollegen Dan, der die Mission irgendwann abbricht, sondern auch ihre befreundete Kollegin Jessica, die bei einem Anschlag ums Leben kommt. Trotz der Zweifel der anderen Agenten und ihrer Vorgesetzten ist Maya von der Drahtzieher-Rolle Abu Ahmeds überzeugt. Als sie diesen schließlich 2011, acht Jahre später, aufspüren, führt er sie unfreiwillig zum Versteck Bin Ladens.

Die im Film zirka 25-minütige Sequenz, die den Angriff auf Bin Ladens Gelände und Unterkunft zeigt, ist nur wenig kürzer als deren reale Vorlage.

Jessica Chastains Agent hatte die Rolle der Maya zunächst ohne Chastains Wissen abgelehnt. Regisseurin Kathryn Bigelow beschaffte sich daraufhin durch Produzentin Megan Ellison Chastains persönliche Nummer und konnte sie so von der Rolle überzeugen.

Ursprünglich sollte die Schlacht um Tora Bora in Afghanistan Mittelpunkt des Films sein. Doch als Osama bin Laden im Mai 2011 in Pakistan vom US-Militär getötet wurde, schrieb Drehbuchautor Mark Boal in fünf Monaten das Drehbuch unentgeltlich komplett um und verschaffte dem Film dadurch brisante Aktualität.

CIA-Direktor Michael Morell negierte in einem Statement zum Film, dass Folter für die Aufspürung Bin Ladens eine signifikante Rolle gespielt habe. Obwohl der Film auf wahren Gegebenheiten beruhe, sei er stark fiktionalisiert und dramatisiert.

Credits: Zero Dark Thirty, Spielfilm, USA 2012, 152 Minuten, Regie: Kathryn Bigelow, mit Jessica Chastain (Maya), Jason Clarke (Dan), Chris Pratt (Justin), Joel Edgerton (Patrick)

Rückblick

Texas Killing Fields
© ZDF, Gusmano Cesaretti
In einer US-Kleinstadt versuchen zwei Detectives, den Mord an einem jungen Mädchen aufzuklären. Dabei kommen sie einem perfiden Serienkiller auf die Spur. Ein Katz-und-Maus-Spiel beginnt. - Die Geschichte von "Texas Killing Fields" basiert auf wahren Begebenheiten: In der Gegend nahe der Autobahn Interstate 45 wurden im Zeitraum von etwa 30 Jahren immer wieder Frauenleichen entdeckt. Dutzende Morde sind noch immer unaufgeklärt.
Sendedaten
Freitag, 15. März 2019, 22.25 Uhr

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Texas City, eine kleine Stadt im Mittleren Westen der USA: Detective Mike Souder und sein Partner Brian Heigh suchen den Mörder eines jungen Mädchens, das in einem schäbigen Hinterhof gefunden wurde. Die ersten Spuren führen sie ins Prostituierten-Milieu der Stadt und zu dem gewissenlosen Zuhälter Levon. Gleichzeitig findet Mikes Ex-Frau Pam, ebenfalls Polizistin, eine Mädchenleiche, der die Hände abgetrennt wurden. Da der Fundort vor der Stadt liegt, gehen die Behörden davon aus, dass die Taten nicht in unmittelbarem Zusammenhang stehen.

Doch dann werden in den abgelegenen Sumpfgebieten noch weitere Opfer gefunden; es scheint sich um einen Serienkiller zu handeln. Als dieser bemerkt, dass ihm die Polizei auf den Fersen ist, beginnt er ein besonders perverses Spiel: Persönlich kontaktiert er seine Jäger und lässt sie bei seinem nächsten Überfall per Telefon zu Zeugen werden. Ausgerechnet die 14-jährige Ausreißerin Ann, für die sich die beiden Cops verantwortlich fühlen, sorgt für eine heiße Spur.

Exakt zehn Jahre nach ihrem Debüt "Morning" präsentierte Regisseurin Ami Canaan Mann, die Tochter von Filmemacher Michael Mann, 2011 ihren zweiten Spielfilm: Dabei lebt "Texas Killing Fields", neben seiner durchgehenden Spannung, besonders von der eindringlichen Atmosphäre, die sehr von den Schauplätzen profitiert. Gedreht wurde im Bundesstaat Louisiana, wo das schummrige Tageslicht und die sumpfigen Gebiete die passende Atmosphäre zu dem düsteren Krimi boten.

Außerdem bietet der Film mehrere herausragend talentierte Darsteller. Neben Jessica Chastain ("Interstellar", "Der Marsianer - Rettet Mark Watney", "Crimson Peak") und Sam Worthington ("Avatar", "Everest") überzeugt vor allem die junge Chloë Grace Moretz. Die Jungschauspielerin kann sich seit ihrer Hauptrolle in "Let me in" (2010) kaum vor Angeboten retten. 2018 spielte sie die Hauptrolle in "Greta" von Neil Jordan.

Credits: Texas Killing Fields, Spielfilm, USA 2011, 102 Minuten, Regie: Ami Canaan Mann, mit Sam Worthington (Mike Souder), Jeffrey Dean Morgan (Brian Heigh), Jessica Chastain (Pam Stall), Chloë Grace Moretz (Ann Sliger)

Mama
© ZDF, George Kraychyk
Ein verschwundenes Geschwisterpaar wird nach fünf Jahren in einer Waldhütte entdeckt. Als der Onkel die verängstigten und traumatisierten Kinder zu sich nimmt, holt er das Böse in sein Haus. - Guillermo del Toro produzierte den Horrorthriller, in dessen Mittelpunkt zwei Wolfsmädchen, ihre gespenstische Mutter und die neue Kleinfamilie stehen.
Sendedaten
Sonntag, 17. März 2019, 1.20 Uhr
(Nacht So/Mo)

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2008, auf dem Höhepunkt der Finanzkrise: Der Börsenmakler Jeffrey Desange ist auf der Flucht. Er hat bereits zwei seiner Geschäftspartner und seine getrennt lebende Ehefrau erschossen, als er nach Hause kommt. Dort warten seine beiden Töchter, die dreijährige Victoria und die einjährige Lilly, auf ihre Eltern.

Jeffrey schnappt sich die beiden Mädchen und fährt mit ihnen weit in den tief verschneiten Wald. Nachdem er seinen Wagen in einen Graben gefahren hat, setzt er seine kopflose Flucht mit den Kindern zu Fuß fort. Nach einiger Zeit findet er eine einsam gelegene, verwahrloste Hütte. Dort will Jeffrey die Mädchen und sich selbst töten, doch als er seine Waffe auf Victoria richtet, greift eine geisterhafte Gestalt ein und tötet Jeffrey. Die Kinder bleiben allein zurück.

Fünf Jahre später: Victoria und Lilly sind schwer traumatisiert, als sie von zwei Männern in dem Waldhaus gefunden und zu ihrem Onkel Lucas, Jeffreys Zwillingsbruder, und dessen Freundin Annabel gebracht werden. Lucas ist froh, dass seine Nichten lebend aufgefunden wurden. Victoria und Lilly sind verwahrlost, sprechen nicht, geben nur Zischlaute von sich und verhalten sich wie wilde Tiere. Sie wecken Erinnerungen an Wolfskinder.

Gemeinsam mit Annabel möchte Lucas die Mädchen adoptieren. Annabel will eigentlich keine Kinder. Sie hat andere Vorstellungen vom Leben als Lucas. Dennoch tut sie alles, um den Mädchen eine gute Ersatzmutter zu sein. Aber sie merkt schnell, dass etwas nicht stimmt. Als Annabel ein nächtliches Flüstern hört, ist dies nur ein Vorbote des Schreckens, der noch folgen wird.

Der aus Argentinien stammende Filmemacher Andy Muschietti begann seine Karriere als Werbefilmer. Mit seinem Kurzfilm "Mama" von 2008 überzeugte er schließlich unter anderem den Regisseur Guillermo del Toro von seinem Talent und fand in ihm einen Produzenten für die Spielfilmversion des Stoffes.

Del Toro fand es besonders interessant, dass Muschietti zwei kleine Mädchen in den Mittelpunkt einer so beängstigenden Geschichte stellte. Außerdem reizte ihn die Figur der verrückten Mutter. Del Toro: "Ich finde, eine besitzergreifende Mutter eignet sich hervorragend als Monster, weil jeder eine kennt, entweder ist es die eigene oder die eines Freundes."

Credits: Mama, Spielfilm, Kanada 2013, 97 Minuten, Regie: Andy Muschietti, mit Jessica Chastain (Annabel), Nikolaj Coster-Waldau (Lucas/Jeffrey), Megan Charpentier (Victoria), Isabelle Nelisse (Lilly), Daniel Kash (Dr. Dreyfuss)