Lin McAdam (James Stewart) befreit in "Winchester '73" die mutige Lola (Shelley Winters) aus Banditenhand.
Lin McAdam (James Stewart) befreit in "Winchester '73" die mutige Lola (Shelley Winters) aus Banditenhand.
Wilde Western
3sat-Thementag mit 10 Spielfilmen und 3 Dokumentationen
Ein Tag voller Abenteuer mit starbesetzten Klassikern des Genres sowie Dokus über die Eroberung des nordamerikanischen Kontinents. Eines der Highlights ist der Spätwestern "Open Range - Weites Land": Kevin Costner wirkte hier sowohl als Regisseur, Produzent und Hauptdarsteller und verkörpert den Cowboy und Bürgerkriegsveteran Charley Waite.
Sendedaten
Samstag, 29. Dezember 2018
mehr zum Thema
So alt wie das Kino
Filmgeschichte des Western
Wilder Westen (1/3)
Unsere Vorstellung vom Leben im "Wilden Westen" im Nordamerika des 19. Jahrhunderts ist von Hollywood geprägt. Wie aber vollzog sich die Besiedelung vor über 150 Jahren tatsächlich? Die dreiteilige Reihe "Wilder Westen" gibt mit beeindruckenden Bildern Aufschluss über die entbehrungsreichen Trecks nach Westen und über die ersten Versuche, sesshaft zu werden. Im ersten Teil geht es um die Überwindung der Gebirgsketten der Appalachen und der Rocky Mountains.
Sendedaten
Samstag, 29. Dezember 2018, 6.35 Uhr

Wilder Westen (2/3)
Die Great Plains, das schier unendliche Grasland in Nordamerika, waren das Land der Indianer und das Land der Büffel. Von den weißen Siedlern wurden die dort lebenden Büffel nahezu ausgerottet. Die weiten Flächen übernahmen nun die Rinder, die in riesigen Herden von den Ranches im Süden zu den Städten im Norden getrieben wurden. Dafür waren jene Männer zuständig, die zu einem Mythos der amerikanischen Geschichte wurden: die Cowboys.
Sendedaten
Samstag, 29. Dezember 2018, 7.20 Uhr

Wilder Westen (3/3)
Kaum eine Landschaft steht so für den Wilden Westen wie die Sandsteinfelsen des Monument Valleys. Um dort zu überleben, brauchen Menschen, Tiere und Pflanzen besondere Überlebenstechniken. Hier lag die Heimat der Apachen und der Navajo. Sie konnten sich länger als alle anderen Indianerstämme gegen die Kavallerie-Einheiten der US-Army behaupten, da sich das Material der Weißen bei den extremen klimatischen Bedingungen als nahezu unbrauchbar erwies. Städtchen wie Tombstone lieferten die Kulisse von sagenumwitterten Geschichten, in denen heldenhafte Sheriffs und Marshalls Tausende Meilen entfernt von jeder Gerichtsbarkeit angesichts marodierender Räuberbanden selbst das Gesetz in die Hand nahmen.
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Samstag, 29. Dezember 2018, 8.05 Uhr

Freddy und das Lied der Prärie
Black Bill ist der "Robin Hood des Wilden Westens". Als Black Bill - Freddy - ein kleiner Junge war, wurden seine Eltern von einer Gruppe Desperados, der Moon-Valley-Bande, getötet. Der Rancher Ted Daniel nahm den verwaisten Jungen auf und zog ihn neben seiner Tochter Anita wie einen eigenen Sohn auf. Jetzt ist Ted in großer Bedrängnis.
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Samstag, 29. Dezember 2018, 8.50 Uhr

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Im Auftrag des Despoten Steve Perkins wurde Ted entführt und im Keller des lokalen Hotels festgesetzt. Mit brutalen Methoden will die Bande ihn dazu zwingen, den geheimen Lageplan einer Goldmine preiszugeben. Was die Gauner nicht wissen: Der Plan befindet sich genau unter ihrer Nase - in Teds goldener Taschenuhr.

3sat zeigt die deutsch-jugoslawische Koproduktion "Freddy und das Lied der Prärie" in einer technisch überarbeiteten Fassung. Gedreht wurde der Film in den Bergen bei Subci, im dalmatinischen Hinterland, wo viele deutsche Western entstanden. Dieser jedoch ist etwas Besonderes: Es ist der erste deutsche Musikwestern, und in die Hauptrolle spielt Freddy Quinn, den man eigentlich als "netten Jungen von der Waterkant" kannte.

Credits: Freddy und das Lied der Prärie, Spielfilm, BRD/Jugoslawien 1964, 95 Minuten, Regie: Sobey Martin, mit Freddy Quinn (Freddy), Rik Battaglia (Perkins), Beba Loncar (Anita), Trude Herr (Joana), Josef Albrecht (Ted)

Der letzte Befehl
Während des amerikanischen Bürgerkriegs erhält ein Colonel den Befehl, mit seiner Kavallerie weit ins Gebiet der Konföderierten vorzustoßen. Bei dem gefährlichen Einsatz kommt es zu wachsenden Spannungen zwischen ihm und dem Arzt der Truppe. - Klassischer Kavallerie-Western von John Ford mit John Wayne und William Holden.
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Samstag, 29. Dezember 2018, 10.25 Uhr

Nachtwiederholung: 1.35 Uhr

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Im April 1863 zieht Colonel Marlowe mit drei Regimentern Kavallerie der Union weit in das Hinterland der Konföderierten. Sein Auftrag lautet, Gleisanlagen und Brücken zu zerstören, über die der Nachschub des Gegners rollt. Er hat große persönliche Probleme mit Major Kendall, der die Truppe als Arzt begleitet. Bei einer Rast hört die junge Plantagenbesitzerin Hannah Hunter heimlich mit, was Marlowe plant. Kendall überrascht sie dabei, und Marlowe zwingt sie daraufhin, mit ihnen zu reiten, damit sie die Pläne nicht verraten kann. In Newton Station, dem Zielort des Einsatzes, stoßen die Kavalleristen zunächst auf keinerlei Widerstand. Doch das ändert sich bald.

Hauptdarsteller John Wayne, der in diesem Film den Oberst Marlowe spielt, verdankte seinen Durchbruch Regisseur John Ford, der ihm 1939 für die Rolle des Ringo Kid im Western-Klassiker "Höllenfahrt nach Santa Fé" großes schauspielerisches Können abverlangte. Dass der "Duke" im Kino über Jahrzehnte so authentisch wirkte, lag auch an der Übereinstimmung zwischen Filmrollen und persönlichen Überzeugungen. Wayne hielt die Ideale des konservativen Amerika hoch, auf der Leinwand wie im privaten und gesellschaftlichen Leben.

Auch John Ford (1894-1973), der mit vier Oscars für die beste Regie ausgezeichnet wurde, begann in Hollywood als Schauspieler. Im Laufe seiner Karriere entwickelte sich Ford zum Spezialisten für die Gründerzeit im Grenzland des Wilden Westens, indem er die Akteure seiner Eroberung in Szene setzte: Pioniere und Cowboys, aber auch Indianer ("Bis zum letzten Mann") und das einfache Volk ("Früchte des Zorns"). Seine Western haben ganze Generationen geprägt.

Credits: Der letzte Befehl (The Horse Soldiers), Spielfilm, USA 1959, 115 Minuten, Regie: John Ford, mit John Wayne (Oberst Marlowe), William Holden (Major Kendall), Constance Towers (Hannah Hunter), Althea Gibson (Lukey), Hoot Gibson (Brown), Anna Lee (Mrs. Buford), Russell Simpson (Sheriff Goodboy), Stan Jones (General Grant)

Alvarez Kelly
Ein mexikanisch-irischer Abenteurer und Viehhändler profitiert vom amerikanischen Bürgerkrieg und macht Geschäfte mit beiden Seiten - bis ihn ein Offizier der Konföderierten entführt. - Hollywood-Filmregisseur Edward Dmytryk inszenierte den Western nach wahren Ereignissen, mit zwei starken Hauptdarstellern und einer spektakulären Action-Sequenz.
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Samstag, 29. Dezember 2018, 12.20 Uhr

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Alvarez Kelly fühlt sich weder den Unionsstaaten aus dem Norden verpflichtet noch den Konföderierten aus dem Süden. Als er den Auftrag erhält, eine Viehherde von Mexiko zur Unionsarmee nach Virginia zu treiben, wird er unterwegs von Konföderierten-Oberst Tom Rossiter gefangengenommen. Die Südstaaten-Armee ist im Jahr vor dem Ende des Bürgerkriegs in sehr schlechtem Zustand und will die Herde unbedingt an sich bringen.

Rossiter gelingt die Gefangennahme mithilfe einer verarmten Plantagenbesitzerin. Er schießt Kelly einen Finger ab, um ihm klarzumachen, wie ernst er seinen Befehl meint, die Herde zu den ausgehungerten Soldaten der belagerten Südstaaten-Hauptstadt Richmond zu bringen. An einer Brücke auf dem Weg nach Richmond greifen Unionstruppen an und bringen Kelly in einen lebensgefährlichen Zwiespalt.

Credits: Alvarez Kelly, Spielfilm, USA 1966, 105 Minuten, Regie: Edward Dmytryk, mit William Holden (Alvarez Kelly), Richard Widmark (Oberst Rossiter), Patrick O'Neal (Major Stedman), Janice Rule (Liz Pickering), Richard Rust (Sergeant Hatcher)

Der Garten des Bösen
© Twentieth Century Fox Film Corporation
Vier Glücksritter werden von einer schönen, zwielichtigen und unnahbaren Frau für ein gefährliches Unternehmen engagiert, das tief in mexikanisches Indianer-Territorium führt. - Klassischer Western von Altmeister Henry Hathaway, mit Gary Cooper, Richard Widmark und Susan Hayward.
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Samstag, 29. Dezember 2018, 14.05 Uhr

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Mexiko, Mitte des 19. Jahrhunderts. In der Kneipe eines heruntergekommenen Fischerdorfes heuert die junge Leah die vier Abenteurer Hooker, Fiske, Daly und Vincente an, um ihren Mann zu bergen, der in einer Goldmine verschüttet liegt. Der Weg zur Mine führt weit ins Landesinnere, durch unwegsames, den Indianern heiliges Gebiet.

Einzig Leah kennt den Weg. Sie glaubt, dass ihre Begleiter nur des Goldes wegen mitgekommen sind. Um sie in Abhängigkeit zu halten, entfernt sie heimlich alle ihre Wegmarkierungen. In der Goldmine gelingt es ihnen, Leahs Mann aus dem eingestürzten Schacht zu bergen. Gemeinsam mit dem Schwerverletzten treten sie den Rückweg an, der zum tödlichen Abenteuer wird.

"Der Garten des Bösen" (1954) von Henry Hathaway ist ein Western-Klassiker mit attraktiver Besetzung und psychologischer Charakterzeichnung. Ein unerbittlicher Kampf um eine Frau, um Besitz und schließlich um das nackte Leben kennzeichnen den Film, der den Durchschnitt des Genres deutlich überragt. Hathaway war neben John Ford, Howard Hawks und George Marshall einer der bedeutendsten Western-Regisseure.

Credits: Der Garten des Bösen (Garden of Evil), Spielfilm, USA 1954, 100 Minuten, Regie: Henry Hathaway, mitGary Cooper (Hooker), Richard Widmark (Fiske), Susan Hayward (Leah Fuller), Cameron Mitchell (Luke Daly), Hugh Marlowe (John Fuller), Victor Manuel Mendoza (Vicente Madariaga), Rita Moreno (Sängerin), Fernando Wagner (Kapitän)

Vera Cruz
Mexiko, 1866: Zwei amerikanische Abenteurer beschließen, bei der mexikanischen Revolution mitzukämpfen - und zwar auf der Seite, die am besten bezahlt. - Robert Aldrichs Film ist einer seiner berühmtesten. Die beiden so unterschiedlichen Stars Burt Lancaster und Gary Cooper sorgten für eine Popularität, die aus dem Thema "US-Glücksritter in Mexikos Revolutionskriegen" ein ganzes Western-Genre entstehen ließ.
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Samstag, 29. Dezember 2018, 15.45 Uhr

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Zu den Abenteurern und Glücksrittern, die 1866 aus den USA nach Mexiko strömen, gehört auch der ehemalige Südstaaten-Oberst Benjamin Trane. Er hat seine Ideale im Bürgerkrieg verloren; in Mexiko will er sich von einer der kämpfenden Parteien für gutes Geld anwerben lassen. Die gleiche Absicht hat auch Joe Erin, den Trane im Grenzgebiet kennenlernt. Erin ist ein Gauner, wie er im Buche steht, dennoch findet Trane Gefallen an ihm.

In einem kleinen Dorf befreien sie die junge Mexikanerin Nina aus den Händen zudringlicher Strolche. Nun versuchen sowohl General Ramirez als auch der Marquis de Labordere, ein Gefolgsmann des Kaisers Maximilian, die US-Amerikaner für sich zu gewinnen. Da der Marquis mehr zu bieten hat, schließen sie sich der kaiserlichen Partei an.

In Mexiko-Stadt ist Kaiser Maximilian sehr beeindruckt von den Schießkünsten der beiden. Er bietet ihnen 500.000 Dollar, wenn sie die Gräfin Duvarre mit einer Kavallerie-Eskorte sicher nach Vera Cruz bringen. Trane und Erin bleibt nicht lange verborgen, warum Maximilian so besorgt um die Gräfin ist: In ihrer Kutsche ist Gold im Wert von drei Millionen Dollar versteckt; damit sollen in Europa Hilfstruppen für den Kaiser angeworben werden.

Die Gräfin hat jedoch insgeheim längst beschlossen, sich mit dem Schatz abzusetzen. Als sie merkt, dass Trane und Erin das Gleiche vorhaben, erklärt sie sich bereit, mit ihnen zu teilen. Keiner der drei traut fortan den anderen über den Weg.

Credits: Vera Cruz, Spielfilm, USA 1954, 89 Minuten, Regie: Robert Aldrich, mit Gary Cooper (Benjamin Trane), Burt Lancaster (Joe Erin), Denise Darcel (Gräfin Marie Duvarre), Cesar Romero (Marquis de Labordere), Sarita Montiel (Nina), George Macready (Kaiser Maximilian), Ernest Borgnine (Donnegan), Morris Ankrum (General Aguilar)

Winchester '73
Eines der begehrtesten Gewehre des Jahre 1873 ist der erste Preis eines Wettschießens in Dodge City. Zwei miteinander verfeindete Brüder streiten um die Winchester bis zum tödlichen Duell. - Regie-Veteran Anthony Mann inszenierte 1950 diesen Western, ein Klassiker des Genres und hochkarätig besetzt.
Sendedaten
Samstag, 29. Dezember 2018, 17.15 Uhr

Nachtwiederholung: 5.05 Uhr

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Am Unabhängigkeitstag im Jahr 1876 findet in Dodge City ein Wettschießen statt. Der erste Preis ist das legendäre Repetiergewehr "Winchester 73", das nur in einer geringen Auflage produziert wurde. Auch Lin McAdam und seinen Freund High Spade hat es in die kleine Stadt verschlagen, und tatsächlich kann Lin den Wettbewerb für sich entscheiden. Mit einem Meisterschuss besiegt er den zwielichtigen Dutch Henry Brown, doch diesem gelingt es, die wertvolle Waffe zu stehlen.

Und nicht nur das: Es stellt sich heraus, dass die beiden Kontrahenten Brüder sind und Dutch einst den eigenen Vater ermordet hat. Doch der Verbrecher verliert die Winchester beim Pokern, und in der Folge müssen mehrere Männer den Besitz der Waffe mit ihrem Leben bezahlen, bevor Dutch sie dem Banditen Waco Johnnie Dean abnehmen kann.

Waco hat auch Lola entführt, eine mutige Frau, deren Weg sich bereits zweimal mit dem von Lin kreuzte. In Tascosa, wo Dutch und seine Bande einen Banküberfall geplant haben, treffen die beiden Brüder wieder aufeinander. Nach einer ersten Schießerei in der Stadt kommt es in den nahe gelegenen Bergen zum finalen Duell.

Dem Klassiker "Winchester '73", der auf einem Roman von Stuart N. Lake basiert, sollten noch mehrere gemeinsame Filme von James Stewart und Anthony Mann folgen. Zu den erfolgreichsten Produktionen gehören die Western "Meuterei am Schlangenfluss" (1952) und "Der Mann aus Laramie" (1955) sowie die Musikerbiografie "Die Glenn Miller Story" (1953). Da Stewart 1950 schon zu den etablierten Stars in Hollywood gehörte, warfen seine Gehaltsforderungen für die Produzenten enorme Probleme auf. Die Lösung war dann ein heute absolut gängiges Modell, was damals jedoch quasi ein Novum darstellte: Der Schauspieler wurde prozentual an den Einnahmen beteiligt.

Neben Shelley Winters sind noch zwei weitere bekannte Darsteller zu sehen, die damals erst am Anfang ihrer Karriere standen: Tony Curtis spielt einen jungen Soldaten, und Rock Hudson hat einen Auftritt als Indianerhäuptling Young Bull.

Die Winchester Repeating Arms Company spielte mit ihren Gewehren vor allem in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts eine entscheidende Rolle bei der Besiedelung des "Wilden Westens". Vor allem die Repetiergewehre, die erstmals eine schnelle Folge von mehreren Schüssen hintereinander ermöglichten, verliehen ihrem Besitzer einen entscheidenden Vorteil - natürlich waren diese Waffen sehr begehrt. Das Modell "73" erlangte einen enormen Bekanntheitsgrad und wurde umgangssprachlich als "das Gewehr, das den Westen erobert hat" - "the gun that won the west" - bezeichnet.

Credits: Winchester '73, Spielfilm, USA 1950, 89 Minuten, Regie: Anthony Mann, mit James Stewart (Lin McAdam), Tony Curtis (Doan), Dan Duryea (Waco Johnnie Dean), Rock Hudson (Young Bull), Shelley Winters (Lola Manners)

Meuterei am Schlangenfluss
Glyn McLyntock will seiner kriminellen Vergangenheit den Rücken kehren. Der Job als Führer eines Trecks mit Siedlern, die sich in Oregon niederlassen wollen, soll das ermöglichen. Auf dem beschwerlichen Weg nach Westen schließt sich ihnen der zwielichtige Emerson Cole an. Mit dessen tatkräftiger Unterstützung bringt McLyntock den Treck sicher bis nach Portland, der letzten Stadt vor dem Ziel. Doch dann läuft alles anders als geplant.
Sendedaten
Samstag, 29. Dezember 2018, 18.45 Uhr

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Um den Winter in der noch unerschlossenen Wildnis zu überleben, müssen die Siedler sich hier mit Vorräten eindecken, die ihnen später nachgeschickt werden sollen. Doch als der erste Schnee fällt und die Lieferung ausbleibt, droht den Siedlern der Tod. McLyntock reitet zurück nach Portland und muss erleben, wie die vormals beschauliche Stadt sich durch die Ankunft zahlloser Goldsucher in einen Sündenpfuhl verwandelt hat. Die Vorräte der Siedler wurden nicht verschickt, weil die Goldschürfer für Lebensmittel inzwischen jeden Preis zahlen. Auch Cole will bei diesem mörderischen Geschäft mitmischen. Zwischen ihm und McLyntock, der sich für die Siedler einsetzt, kommt es zum Kampf auf Leben und Tod.

Anthony Manns packender Western erzählt von der Auseinandersetzung zwischen Pionieren, die das Land erschließen, und Goldsuchern, deren Charakter durch die Verlockung des schnellen Geldes korrumpiert wird. Der bildgewaltige Genre-Klassiker entstand an Originalschauplätzen. Die Anstrengung der Siedler, die sich mit ihrem Treck mühsam durch die Wildnis kämpfen, ist in jeder Einstellung spürbar. Neben James Stewart, der als geläuterter Bandit eine seiner besten darstellerischen Leistungen zeigt, ist der junge Rock Hudson in einer frühen Rolle als Zocker zu sehen.

Credits: Meuterei am Schlangenfluss (Bend of the River), Spielfilm, USA 1952, 87 Minuten, Regie: Anthony Mann, mit James Stewart (Glyn McLyntock), Arthur Kennedy (Emerson Cole), Julia Adams (Laura Baile), Rock Hudson (Trey Wilson), Lori Nelson (Marjie Baile), Jay C. Flippen (Jeremy Baile), Chubby Johnson (Captain Mello), Henry Morgan (Shorty), Royal Dano (Long Tom), Frances Bavier (Mrs. Prentiss), Howard Petrie (Tom Hendricks), Stepin Fetchit (Adam)

Über den Todespass
Jeff Webster treibt seine Viehherde durch Skagway und stört dabei eine Hinrichtung. Der selbst ernannte Gesetzeshüter Gannon, ein skrupelloser Bandit, beschlagnahmt daraufhin die Herde. Die mit Gannon liierte Saloon-Besitzerin Ronda Castle bewahrt Jeff vor dem Galgen und engagiert ihn, um einen Treck in die Goldgräberstadt Dawson zu führen. Jeff benutzt den Auftrag als Ablenkungsmanöver, um sich heimlich seine Herde zurückzuholen.
Sendedaten
Samstag, 29. Dezember 2018, 20.15 Uhr

Nachtwiederholung: 3.30 Uhr

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Er möchte, wie geplant, die Tiere nach Dawson treiben. Mit dem Erlös erwirbt er Schürfrechte und gräbt nach Gold. Binnen kurzer Zeit ist Jeff reich - doch er hat die Rechnung ohne Gannon gemacht.

"Über den Todespass" ist ein spannender Genre-Klassiker von Anthony Mann, der den Western um Filme wie "Winchester 73" und "Nackte Gewalt" bereicherte.

Credits: Über den Todespass (The Far Country), Spielfilm, USA 1954, 93 Minuten, Regie: Anthony Mann, mit James Stewart (Jeff Webster), Ruth Roman (Ronda Castle), Corinne Calvet (Renee Vallon), Walter Brennan (Ben Tatem), John McIntire (Mr. Gannon), Jay C. Flippen (Rube), Harry Morgan (Ketchum), Steve Brodie (Ives), Royal Dano (Luke), Gregg Barton (Rounds), Chubby Johnson (Dusty), Eddie C. Waller (Yukan Sam), Robert Foulk (Kingman), Eugene Borden (Doc Vallon), Allen Ray (Bosun)

Open Range - Weites Land
Boss Spearman zieht mit dem schweigsamen Gefährten Charley Waite seit vielen Jahren durch den Westen. Als "Freegrazer" weidet er sein Vieh auf Land, das saftiges Gras bietet und allen gehört. Spearmann, Waite und ihre beiden Gefährten, der sanftmütige Hüne Mose und der mexikanische Junge Button, arbeiten hart und versuchen, jeglichen Ärger zu vermeiden. Das misslingt jedoch, als der Tross das Städtchen Harmonville westlich des Missouri erreicht.
Sendedaten
Samstag, 29. Dezember 2018, 21.45 Uhr

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Credits: Open Range - Weites Land (Open Range), Spielfilm, USA 2003, 130 Minuten, Regie: Kevin Costner, mit Robert Duvall (Boss Spearman), Kevin Costner (Charley Waite), Annette Bening (Sue Barlow), Michael Gambon (Denton Baxter), Michael Jeter (Percy)

Der letzte Scharfschütze
In Carson City fahren schon Autos und Pferdebahnen, als der berühmte Scharfschütze John Bernard Books und Dr. Hostetler aufsucht. Er hat Krebs im fortgeschrittenen Stadium. Books nimmt daraufhin ein Zimmer in der Pension der Witwe Bond Rogers. Als ihr Sohn Gillom entdeckt, wer Books ist, möchte die verhärmte Frau ihn loswerden. Books erklärt, wie es um ihn steht, und darf bleiben. Aus der Abneigung von Mrs. Rogers wird Mitgefühl.
Sendedaten
Samstag, 29. Dezember 2018, 24.00 Uhr

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Dagegen versuchen andere, noch rasch Geschäfte mit Books zu machen. Angewidert und von wachsenden Schmerzen gequält, hat Books schließlich nur noch den Wunsch, sich einen angemessenen Abgang zu verschaffen. Durch Gillom lässt er drei Männer in den Saloon bestellen, um gegen sie zu seinem letzten Showdown anzutreten.

In Don Siegels Film "Der letzte Scharfschütze" wird das Bild vom strahlenden Gunfighter unbarmherzig demontiert, wenn auch das offensichtlich von John Wayne beeinflusste Ende, ein furioser Kampf im Saloon, in scheinbarem Widerspruch dazu steht. Wayne, zur Zeit der Dreharbeiten selbst stark an Krebs leidend, beeindruckt durch sein nuanciertes Spiel. So wurde sein filmischer Abschied zugleich eine Begegnung mit einem bis dahin unbekannten John Wayne. Don Siegel wiederum hat mit seinem Werk erneut bewiesen, dass er mehr ist als einer der besten Action-Regisseure Hollywoods.

Credits: Der letzte Scharfschütze (The Shootist), Spielfilm, USA 1976, 94 Minuten, Regie: Don Siegel, mit John Wayne (J.B. Books), Lauren Bacall (Bond Rogers), James Stewart (Dr. Hostetler), Ron Howard (Gillom Rogers), Richard Boone (Sweeney), John Carradine (Beckum)