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Audrey Hepburn als Musik studierende Tochter eines Privatdetektivs in "Ariane - Liebe am Nachmittag" von 1957
Audrey Hepburn
Vier Hollywood-Klassiker mit dem legendären Filmstar
Wir zeigen an Ostern vier Spielfilme mit Audrey Hepburn. Zum Auftakt am Sonntag ist "Sabrina" zu sehen, gefolgt von "Frühstück bei Tiffany". Am Ostermontag stehen "Ariane - Liebe am Nachmittag" und "Charade" auf dem Programm.
Sendedaten
1. und 2. April 2018
Audrey Hepburn, die am 4. Mai 1929 in Brüssel geborene Tochter eines Bankiers schottisch-irischer Herkunft und einer niederländischen Adligen, begann ihre Karriere als Musical-Darstellerin. Nachdem sie durch ihre Leistungen auf der Bühne im Londoner West End kleinere Filmrollen ergatterte hatte, war es der Broadway-Erfolg "Gigi", der ihr zum Durchbruch verhalf. William Wyler sah sie in der Titelrolle und engagierte sie als englische Prinzessin in "Ein Herz und eine Krone" (1953), die Audrey Hepburn ihren einzigen Oscar als beste weibliche Darstellerin einbrachte.

Dem Welterfolg folgten Kinohits wie "Sabrina" (1954), "Ein süßer Fratz" (1957), "Ariane - Liebe am Nachmittag" (1957), "Geschichten einer Nonne" (1959), "Frühstück bei Tiffany" (1961), "Charade" (1963) und "My Fair Lady" (1964). Nachdem Audrey Hepburn sich Ende der 1960er Jahre weitgehend aus dem Filmgeschäft zurückzogen hatte, begann sie sich seit 1988 als Sonderbotschafterin der Unicef für das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen zu engagieren. Ihre letzte Filmrolle spielte sie in Steven Spielbergs "Always" (1989), in dem sie in einem Gastauftritt einen Engel verkörperte. Vier Jahre später erlag Audrey Hepburn im Alter von 63 Jahren in ihrer Schweizer Wahlheimat einem langjährigen Krebsleiden.

Ariane - Liebe am Nachmittag
© ZDF, United Artists
Die Tochter eines Pariser Privatdetektivs verliebt sich in einen bekannten amerikanischen Playboy und gerät so in die Nachforschungen des eigenen Papas. - "Ariane - Liebe am Nachmittag" ist eine mit viel Witz inszenierte typische Billy-Wilder-Komödie mit Audrey Hepburn und Gary Cooper.
Sendedaten
Montag, 2. April 2018, 16.55 Uhr

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Der Pariser Privatdetektiv Claude Chavasse findet im Auftrag eines eifersüchtigen britischen Ehemanns heraus, dass dessen attraktive Gattin ihn mit dem berüchtigten amerikanischen Playboy Frank Flannagan betrügt. Der Gehörnte kündigt an, den Nebenbuhler zu erschießen. Chavasses Tochter Ariane wird Zeugin dieser Drohung. Ariane hat große Angst um Flannagan, denn die junge Musikerin studiert nicht nur Cello, sondern hinter dem Rücken ihres Vater auch eifrig dessen Akten. Das Dossier Flannagan ist besonders spannend, und so setzt Ariane Himmel und Hölle in Bewegung, um diesen Mann zu retten.

Flannagan staunt nicht schlecht, als eine koboldhafte junge Dame in seine Hotelsuite platzt, um ihn vor dem schießwütigen Gatten seiner Geliebten zu warnen. Noch überraschter ist der Playboy darüber, dass die rätselhafte junge Frau alle Details seines Privatlebens genau kennt. Um dem abgebrühten Frauenhelden zu imponieren, gibt Ariane vor, dass auch sie jede Menge Affären hat und nichts von wahrer Liebe hält. Zum ersten Mal verliebt Flannagan sich wirklich und beauftragt ausgerechnet Chavasse damit, Ariane, deren Namen er nicht einmal kennt, zu überprüfen.

"Ariane - Liebe am Nachmittag" ist eine starbesetzte romantische Liebeskomödie, in der Billy Wilder nach "Sabrina" zum zweiten Mal mit Audrey Hepburn zusammenarbeitete. Die Geschichte de rätselhaften Kindfrau, die einem Herzensbrecher den Kopf verdreht, basiert auf dem Roman von Claude Anet, den Paul Czinner mit Elisabeth Berner in der Titelrolle zum ersten Mal 1930 fürs Kino adaptierte.

Credits: Ariane - Liebe am Nachmittag (Love in the Afternoon), Spielfilm, USA 1957, 124 Minuten, Regie: Billy Wilder, mit Audrey Hepburn (Ariane Chavasse), Gary Cooper (Frank Flannagan), Maurice Chevalier (Claude Chavasse), John McGiver (Monsieur X), Van Doude (Michel), Lise Bourdin (Madame X), Olga Valery (Hotelgast)

Charade
© ZDF, 1963 Universal Pictures, Ltd, All Rights Reserved
Als die Amerikanerin Regina "Reggie" Lampert aus ihrem Urlaub nach Paris zurückkehrt, ist ihre Wohnung leergeräumt und ihr Gatte weg. Lediglich eine Tasche ist von ihm zurückgeblieben. Ihr Mann hatte Geheimnisse, dabei geht es um viel Geld, und mehrere Männer bedrängen Reggie. - Unterhaltsamer Hollywoodklassiker mit Audrey Hepburn, Cary Grant und Walter Matthau.
Sendedaten
Montag, 2. April 2018, 20.15 Uhr

Nachtwiederholung: 2.10 Uhr

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Bereits im Urlaub hatte Reggie beschlossen, sich von ihrem Mann zu trennen. Das scheint sich erledigt zu haben, denn die Polizei teilt Reggie mit, er sei auf der Flucht getötet worden. Die Witwe erhält eine Reisetasche, deren Inhalt merkwürdig ist: ein Notizbuch, mehrere Pässe und ein verschlossener Brief an sie.

In der Folge suchen mehrere seltsame Gestalten Kontakt zu Reggie. Anscheinend hatte ihr Mann ein Geheimnis, bei dem es um eine Episode aus dem Krieg und viel Geld geht. Denn die Männer, die nacheinander bei Reggie auflaufen, wollen 250.000 Dollar aus einem Golddiebstahl.

Zu Reggies neuen Bekannten gehört auch ihr charmanter Landsmann Peter Joshua, den sie bereits im Ski-Urlaub getroffen hatte. Doch auch Peter Joshua ist nicht der, der er vorgibt zu sein. Ebenfalls eine undurchsichtige Rolle spielt der vermeintliche CIA-Agent Hamilton Bartholomew, bei dem Reggie Hilfe sucht. Und immer wieder pflastern Leichen Reggies Weg.

"Charade" wurde von Stanley Donen im Stil Alfred Hitchcocks als eine Mischung aus romantischer Komödie und Spionage-Thriller inszeniert. Zum Klassiker der Filmgeschichte wurde der Krimi mit komödiantischen Elementen vor allem durch das perfekt harmonierende Leinwand-Traumpaar Hepburn/Grant - sie die verzückte Kindfrau, er der verschrobene Macho. Cary Grant war 1963, als der Film entstand, 25 Jahre älter als seine Filmpartnerin.

Credits: Charade, Spielfilm, USA 1963, 108 Minuten, Regie: Stanley Donen, mit Audrey Hepburn (Regina "Reggie" Lampert), Cary Grant (Peter Joshua), Walter Matthau (Hamilton Bartholomew), James Coburn (Tex Penthollow), George Kennedy (Herman Scobie), Leopold W. Gideon (Ned Glass), Jacques Marin (Inspektor Grandpierre)

Sabrina
© ZDF, Charles Lang
Die Tochter eines Chauffeurs lässt sich in Paris zur Dame ausbilden und erringt nach ihrer Rückkehr in die USA inkognito die Liebe eines Millionärs. - Regie-Legende Billy Wilder schöpft aus Motiven des Aschenputtel-Märchens und präsentiert eine moderne Hollywood-Version, die beste Unterhaltung mit großen Stars und geschliffenen Dialogen bietet.
Sendedaten
Sonntag, 1. April 2018, 17.10 Uhr

Nachtwiederholung: 0.20 Uhr

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Sabrina ist das reizende Töchterchen des Chauffeurs einer steinreichen amerikanischen Familie. Sie ist unsterblich in den jüngeren Sohn der Larrabees, David, verliebt, der sie kaum wahrnimmt. Als sie an einem schönen Sommerabend bemerkt, wie David eine junge Dame vom Trubel einer großen Gesellschaft zum heimlichen Tête-à-Tête "entführt", ist Sabrina entschlossen, von der Welt Abschied zu nehmen.

Nur zufällig rettet Linus, der ältere Bruder und Kopf des Wirtschaftsimperiums der Larrabees, sie vor dem Selbstmord. Schon am nächsten Tag fährt das Mädchen nach Paris, um dort innerhalb von zwei Jahren die Kunst des Kochens zu erlernen - und vielleicht David zu vergessen.

Aus der alten Welt kehrt eine kapriziöse, elegante junge Dame zurück. Der erste, dem sie begegnet, ist David. Er erkennt Sabrina nicht, ist jedoch von ihrem Aussehen, von ihrem Charme hingerissen. Nicht wenig überrascht, als er erfährt, wer sie ist, will er sogar ihretwegen mit einem Skandal seine Verlobung lösen, an der Linus aus geschäftlichen Gründen stark interessiert ist. Deshalb sieht sich der ältere Bruder gezwungen, einzugreifen.

Zunächst hilft er ein bisschen nach, um David einige Zeit bewegungsunfähig zu machen, und widmet sich selbst sehr ausgiebig der charmanten Sabrina: Es wäre doch gelacht, wenn die Tochter eines ehrenwerten Chauffeurs nicht mithilfe eines passablen Schecks "vernünftig" werden sollte. Wer hier zuletzt lacht, sieht man erst am Ende der Geschichte, wenn zwei Brüder dasselbe Mädchen lieben.

Credits: Sabrina, Spielfilm, USA 1954, 108 Minuten, Regie: Billy Wilder, mit Audrey Hepburn (Sabrina Fairchild), Humphrey Bogart (Linus Larrabee), William Holden (David Larrabee), Walter Hampden (Oliver Larrabee), John Williams (Thomas Fairchild), Martha Hyer (Elizabeth Tyson), Joan Vohs (Gretchen Van Horn), Marcel Dalio (Baron St. Fontanel)

Frühstück bei Tiffany
© ZDF, Bud Fraker
In New York lebt Holly in den Tag hinein und lässt sich ihren aufwendigen Lebensstil durch reiche Verehrer finanzieren. Doch dann verliebt sie sich in einen mittellosen Schriftsteller. - Audrey Hepburn in ihrer wohl bekanntesten Rolle revolutionierte das Frauenbild der 1960er Jahre und mauserte sich zur Stilikone. Die Vorlage zu dieser von leichter Hand geschriebenen Komödie von Blake Edwards lieferte Truman Capote.
Sendedaten
Sonntag, 1. April 2018, 20.15 Uhr

Nachtwiederholung: 2.10 Uhr

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Holly Golightly, ein freches, aber liebenswertes Callgirl, verbringt ihre New Yorker Nächte mit Partys und reichen Männern. Ihr liebster Ort in der Millionenstadt ist vor dem Schaufenster des Nobel-Juweliers Tiffany. Nach einer durchfeierten Nacht schlendert sie dort gern zum Frühstücken vorbei. Hollys neuer Nachbar, der Schriftsteller Paul Varjak, ist fasziniert von der stilbewussten jungen Frau. Bald verbindet die beiden eine enge Freundschaft.

Als eines Tages Hollys Ex-Ehemann vor der Tür steht, erfährt Paul mehr über Hollys Vergangenheit und ihre ärmliche Herkunft. Paul fühlt sich immer mehr zu Holly hingezogen. Doch sie verfolgt weiterhin den Plan, einen reichen Mann zu heiraten. Ein einflussreicher brasilianischer Großgrundbesitzer scheint der Richtige zu sein.

Audrey Hepburn und Holly Golightly waren nach diesem locker-leicht erzählten Wohlfühlfilm ein Synonym für viele Kinobesucher weltweit. Truman Capote - Autor der Romanvorlage aus dem Jahr 1958 - hätte lieber die mit ihm befreundete Marilyn Monroe in der Hauptrolle gesehen. Doch Monroe sagte ab, und Audrey Hepburn bekam die Chance für die Rolle ihres Lebens.

Nicht nur der Besetzung gegenüber war Capote kritisch, denn der Roman, der offen die Geschichte einer Prostituierten erzählte, wurde für den Film ziemlich entschärft. Regisseur Blake Edwards nahm einige Änderungen am Originalstoff vor, um die Produktion hollywoodreif zu machen. So wurde aus einem homosexuellen Nachbarn ein gut aussehender Gigolo, und auch das typische Happy End wurde hinzugedichtet. Sexszenen konnten wegen der prüden amerikanischen Gesellschaft der späten 1950er Jahre höchstens angedeutet werden.

Credits: Frühstück bei Tiffany (Breakfast at Tiffany's), Spielfilm, USA 1961, 110 Minuten, Regie: Blake Edwards, mit Audrey Hepburn (Holly Golightly), George Peppard (Paul Varjak), Patricia Neal ("Zwei E"), Buddy Ebsen (Doc Golightly), Mickey Rooney (Mr. Yunioshi), José-Luis de Vilallonga (José da Silva Pereira)