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Video online ab 12.9.2017, 20.15 Uhr Video online ab 12.9.2017, 20.15 Uhr
Schnell ermittelt - Schuld
Sie ist eine TV-Kommissarin mit dem gewissen Etwas und der lebendeBeweis dafür, dass Chaos nur eine andere Form der Ordnung ist. Trotzdemist Angelika Schnell eine brillante Ermittlerin - auch wenn ihre Methodenmanchmal recht unkonventionell sind.
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Angelika Schnell (Ursula Strauss) ist zurück. Wie sie allerdings zurück ist, das weiß nicht einmal sie selbst so ganz genau. Und sie weiß auch nicht, ob sie überhaupt zurück sein will. Am Ende einer Auszeit, die sie sich gegönnt hat, steht außerdem eine interne Anhörung, die die Schuld von Oberst Schuster (Markus Hering), der Angelika durch einen Schuss schwerverletzt hat, ein für alle Mal klären soll.

Franitschek (Wolf Bachofner), der in Angelikas Abwesenheit zum Chefinspektor aufgestiegen ist, und Maja (Katharina Straßer), die neue alte Kollegin an seiner Seite, möchten auch endlich wissen, ob Angelika jetzt wieder Chefin sein wird oder nicht - denn es ist einfach mehr Arbeit, wenn sie nicht das tut, was sie sonst so getan hat.

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Auch das Polizeipräsidium drängt und will seine beste Kraft zurück. Und da Angelika dann doch nichts anderes vorhat, tut sie das, was sie am besten kann: sich in einen Fall von häuslicher Gewalt einmischen, der bei näherer Betrachtung aber gar nicht so häuslich ist, sondern bis in die höchsten politischen Kreise in Guatemala hineinreicht. Schnell ist Angelika mit brutalmisshandelten Frauen konfrontiert und mit einem Psychiater, der in seinen Klienten vor allem Versuchskaninchen für seine selbsternannt brillanten Theorien sieht. Und im Auge dieses Sturms steht die Ärztin und Frauenaktivistin Ana Sofia Pinero (Simonetta Solder), die sich von einem früheren Peiniger verfolgt fühlt und deren blanke Angst sie zu Angelika führt. Doch Angelika sieht in den Augen dieser Frau weit mehr als nur Angst. Sie sieht Schmerz. Und sie sieht Schuld.

Ursula Strauss: "Ein ganz anderes Erlebnis"
"Ich liebe die Rolle der Angelika Schnell nach wie vor, eine toughe Figur, die alles darf“, freute sich Ursula Strauss während der Dreharbeiten auf den ersten Neunzigminüter. "Ich lerne viel von Angelika Schnell, ohne aber mit ihr zu verschmelzen. Und der 90-Minüter ist eine sehr komplexe Story. Es geht um Gewalt gegen Frauen, um Vergangenheitsbewältigung, so viel kann ich schon einmal verraten." Der Unterschied zum Seriendreh? "Serien zu spielen bedeutet ein irrsinniges Tempo. Beim 90-Minüter komme ich mehr zum Durchatmen. Das Spielen bleibt das Spielen, die Figur bleibt die Figur, aber für mich ist es ein ganz anderer Weg, ein ganz anderes Erlebnis."

Wolf Bachofner als interimistischer Chefinspektor
© ORF/Petro Domenigg Wolf Bachofner
Wolf Bachofner
"Ich bin interimistischer Chefinspektor. Die berufliche und familiäre Situation bei Angelika Schnell nach dem Erwachen aus dem Tiefschlaf ist eine schwierige Situation, für die sie nichts kann, die aber zu kleinen Spannungen führt. Die haben aber keine Auswirkungen auf unsere Zusammenarbeit", gibt Harald Franitschek alias Wolf Bachofner einen Vorgeschmack. Wie es ihm bei den Dreharbeiten zum 90-Minüter ergangen ist? "Ein entspanntes Arbeiten, weil man sich noch mehr auf eineGeschichte fokussieren kann. Hier kann man sich einer Aufgabe und einem Fall noch viel intensiver widmen. Aber es ist natürlich unser Bestreben, trotz doppelt so viel Zeit dieselbe Dichte zu bewahren. Und es ist nach wie vor ein fast begeisterndes Gefühl, mit diesem Team zu drehen. Ein tolles Arbeiten - und natürlich schön, dass es auch erfolgreich ist."

Andreas Lust: Eine neue berufliche Herausforderung und in der Liebe wird "weiter geköchelt"
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Andreas Lust
Beruflich gibt es für Stefan Schnell alias Andreas Lust eine neue Herausforderung: "Ich beginne, an der Uni zu unterrichten. Ein Haufen Studenten, ein neues Betätigungsfeld, das mir sehr großen Spaß macht." Und wie es Sachen Liebe weitergeht? "Es wird weiter geköchelt. Natürlich verbringen die beiden schon der Kinder und der Arbeit wegen ein gemeinsames Leben. Aber ich habe das Gefühl, dass man sich nun anders begegnet. Es hat sich etwas im Bewusstsein verändert. Die Weichen für die Zukunft sind jedenfalls ganz gut gestellt."

Manuel Rubey zum zweiten Mal bei "Schnell ermittelt"
© ORF/Petro Domenigg Manuel Rubey
Manuel Rubey
Noch nie kam es bis zum Zeitpunkt der Dreharbeiten zu "Schuld" vor, dass einer der Episodendarsteller schon zweimal an der Seite des bewährten "Schnell ermittelt"-Teams zu sehen war. Manuel Rubey, der in "Schnell ermittelt" bereits in einer Gastrolle zu sehen war, stand nun zum zweiten Mal für die ORF-Produktion vor der Kamera. "Ich spiele einen erfolgreichenArchitekten, der ein schwieriges Verhältnis zu seiner Mutter hat - und in den Kreis der Verdächtigen fällt. Überreden musste man mich zu der Rolle nicht. Denn ich finde, 'Schnell ermittelt' ist eine der großen Ausnahmen: Die Serie kann sich im Mainstream behaupten - und es gibt nichts Schöneres, als noch einmal dabei sein zu können. Ich hätte sogar Lustdazu, zum Beispiel als Sonderermittler eingeführt zu werden, um noch länger dabei bleiben zu können."

Sendedaten
Dienstag, 12. September 2017
um 20.15 Uhr
Wiederholung:
12./13. September 2017, 0.55 Uhr
Dolby Digital 5.1, 16:9, Videotext-UT
Credits
Fernsehkrimi, Österreich 2012

Buch: Verena Kurth
Regie: Michi Riebl

Mit Ursula Strauss (Angelika Schnell), Wolf Bachofner (Harald Franitschek), Andreas Lust (Stefan Schnell), Katharina Straßer (Maja Landauer), Morteza Tavakoli (Kemal Öztürk), Simon Morzé (Jan), Fiona Hauser (Kathrin), Michael Maertens (Dr. Paul Poschner), Simonetta Solder (Dr. Ana Sofia Pinero), Elisabeth Trissenaar (Beate Berkowitsch), Manuel Rubey (Alexander Berkowitsch), Thomas Stipsits (Marco Steiner), Veronika Glatzner (Theresa Steiner), Helmut La (Fritz), Markus Hering (Martin Schuster), Serge Falck (Polizeipräsident) u.a.