Die Spur führt ins Leere
Die junge Kommissarin Klara und ihr Kollege Greger Krona stehen vor einem ihrer kompliziertesten Fälle: Eine Bande raubt mit mörderischer Disziplin eine Bank aus und verschwindet. Klara stößt bei den Ermittlungen auf Beweise, die in eine völlig unerwartete Richtung weisen und das Leben der Kommissarin schlagartig verändern. Ganz auf sich allein gestellt, gerät sie in einen Kampf auf Leben und Tod. - Fesselnder schwedischer Action-Thriller.
Die 33-jährige Klara Arvidsson ist eine ehrgeizige Kommissarin bei der schwedischen Kriminalpolizei. Nach dem brutalen Überfall auf eine Bank in der Stockholmer Innenstadt können die Täter mit einer Millionenbeute entkommen, ohne die geringste Spur zu hinterlassen. Vor allem das militärisch präzise Vorgehen der Bankräuber wirft einige Fragen auf. Mit enormem Eifer macht sich Klara an die schwierigen Ermittlungen.

Den Ausgleich zu ihrer Arbeit findet die junge Kommissarin zu Hause bei ihrem Freund Frank, einem Chirurgen, mit dem sie seit Kurzem zusammenlebt. Er gibt ihr den nötigen Halt, um sich den Herausforderungen des Falles stellen zu können. Zusammen mit dem ihr zur Seite gestellten, mürrischen Kollegen Greger Krona kann sie schon bald zwei Verdächtige ausmachen. Dass es sich bei den beiden um ehemalige Kollegen handelt, macht die Ermittlungen besonders heikel. Nach weiteren, intensiven Untersuchungen wird klar, dass die Gangster umfangreiche Insider-Informationen gehabt haben müssen.

Klara entdeckt Übereinstimmungen mit einer Serie von Banküberfällen in Deutschland. Dort hatte man als Druckmittel die Frau des Bankdirektors entführt, um so dessen Hilfe zu erpressen. Als das Ermittler-Duo daraufhin den Direktor der Stockholmer Bank genauer unter die Lupe nimmt, wird schnell klar, dass sich dessen sechsjähriger Sohn in der Gewalt der Täter befinden muss.

Was als offizielle Polizeiermittlung begonnen hatte, wird für Klara nun zu einer persönlichen Angelegenheit. Ihre Tochter war vor zwei Jahren bei einem Unfall ums Leben gekommen, worunter die introvertierte Kommissarin noch immer sehr leidet. Sie will nun alles daran setzen, das Leben des kleinen Jungen zu retten - auch in der Hoffnung, dadurch ihr eigenes Trauma überwinden zu können.

Regisseur Peter Lindmark liefert mit "Die Spur führt ins Leere" einen schwedischen Thriller der Extraklasse. Er konnte dabei auf ein herausragendes skandinavisches Schauspielensemble zählen. In Deutschland am bekanntesten ist sicherlich Charakterdarsteller Mikael Persbrandt, mit dem der Regisseur bereits in "9 Millimeter" erfolgreich zusammengearbeitet hatte. In der Rolle des bärbeißigen Ermittlers Gunvald Larsson konnten ihn die Zuschauer bereits in der ZDF-Sonntagskrimireihe "Kommissar Beck" sehen.

Mit Mikael Persbrandt und der Newcomerin Sofia Helin
Persbrandt, der in seiner Heimat schon mit zahlreichen bedeutenden Filmpreisen geehrt wurde, zeigt sich in "Die Spur führt ins Leere" von einer für ihn eher ungewohnten Seite. "Die Schießereien übernehmen in diesem Film andere", sagt der Schauspieler, "ich halte mich die meiste Zeit in der Küche auf." Tatsächlich kann der Schwede hier einmal eine ganz andere Facette seines Könnens zeigen. Den einfühlsamen Chirurgen Frank, der seiner Freundin Klara jeden Wunsch von den Augen abliest, spielt Persbrandt nicht weniger überzeugend als den cholerischen Einzelgänger.

Die Rolle der introvertierten Kriminalbeamtin Klara besetzte Regisseur Peter Lindmark mit dem damaligen Leinwandneuling Sofia Helin. Mit ihrem zurückhaltenden und dennoch einfühlsamen Spiel stellt Helin die Hauptfigur derart authentisch dar, dass der Zuschauer selbst dann noch Verständnis für die vom Schicksal gebeutelte Frau aufbringt, wenn sie ganz offensichtlich genau das Gegenteil von dem tut, was eine gute Polizistin tun sollte. In der vom ZDF ausgestrahlten dänisch-schwedischen Serie "Die Brücke - Transit in den Tod" spielt sie die weibliche Hauptfigur Saga Norén, die im Film die typischen Verhaltensweisen des Asperger-Syndroms zeigt.

Sendedaten
Freitag, 25. August 2017, 22.35 Uhr
Credits
Die Spur führt ins Leere
(Rånarna)
Spielfilm, Schweden 2003
100 Minuten
Regie: Peter Lindmark
Mit Sofia Helin (Klara), Mikael Persbrandt (Frank), Stefan Sauk (Greger Krona), Stina Ekblad (Marianne), Peter Franzén (Juha/Jarkko)