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Wilde Western
Elf Spielfilme und vier Dokumentationen
Der Wilde Westen bietet Stoff für viele filmische Epen. Lange Jahre zählte das Genre zu den populärsten beim Kinopublikum, und Hollywoods Produzenten prägten entscheidend das Bild von der Eroberung des weiten Landes. Zum Thementag zeigen wir nahezu ein Dutzend Spielfilme, in denen Cowboys und Indianer die Hauptrolle spielen. Als Auftakt werfen vier Dokumentationen einen Blick auf die großartige Landschaft, die die Bühne für so viele Westernfilme bot.
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Sonntag, 30. April 2017
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Amerika von oben - New Mexico
© ap
Von oben sieht man New Mexico als einsames Gebiet voller Geheimnisse, ein Land mit riesigen Ebenen, Bergen, Wüsten und einem unendlich weiten Himmel. In Los Alamos wurde die erste Atombombe gebaut. Noch heute ist das staatliche Forschungszentrum militärisches Schutzgebiet. Nahe der Kleinstadt Roswell stürzte 1947 angeblich ein UFO ab - samt Außerirdischen. Eine Steilvorlage für Medien und Tourismusindustrie. Während die Metropole Albuquerque den Weg in die Zukunft weist, versuchen Filmemacher den Wilden Westen am Leben zu erhalten. Moderne mexikanisch-amerikanische Kultur blüht in einem Land, in dem einst spanische Missionare und Eroberer siedelten und das noch heute Ziel vieler lateinamerikanischer Einwanderer ist. - Dokumentation.
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Sonntag, 30. April 2017, 6.00 Uhr

Wilder Westen (1/3) - Gebirge
Der Wilde Westen. Die Vorstellung vom Leben in Nordamerika im 19. Jahrhundert ist hierzulande von Hollywood geprägt. Wie aber vollzog sich die Besiedelung tatsächlich vor über 150 Jahren? Die dreiteilige Dokumentation gibt mit mächtigen Bildern Aufschluss über die entbehrungsreichen Trecks nach Westen und über die ersten Versuche, sesshaft zu werden. Im ersten Teil geht es um die Überwindung der Gebirgsketten der Appalachen und der Rocky Mountains.
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Sonntag, 30. April 2017, 6.45 Uhr

Wilder Westen (2/3) - Great Plains
Die Great Plains, das unendlich weite Grasland in Nordamerika, waren das Land der Indianer und das Land der Büffel. Von den weißen Siedlern wurden die dort lebenden Büffel nahezu ausgerottet. Die weiten Flächen übernahmen nun die Rinder, die in riesigen Herden von den Ranches im Süden zu den Städten im Norden getrieben wurden. Dafür waren jene Männer zuständig, die zu einem Mythos der amerikanischen Geschichte wurden: die Cowboys.
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Sonntag, 30. April 2017, 7.30 Uhr

Wilder Westen (3/3) - Wüsten
Kaum eine Landschaft versinnbildlicht den Wilden Westen so markant wie die Sandsteinfelsen des Monument Valley. Um hier zu überleben, brauchen Menschen, Tiere und Pflanzen besondere Techniken. Hier lag die Heimat der Apachen und der Navajo. Sie konnten sich länger als alle anderen Indianerstämme gegen die Kavallerie-Einheiten der US-Army behaupten, da sich das Material der Weißen bei den extremen klimatischen Bedingungen als nahezu unbrauchbar erwies. Städtchen wie Tombstone lieferten die Kulisse von sagenumwitterten Geschichten, in denen heldenhafte Sheriffs und Marshalls Tausende Meilen entfernt von jeder Gerichtsbarkeit angesichts marodierender Räuberbanden das Gesetz selbst in die Hand nahmen.
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Sonntag, 30. April 2017, 8.15 Uhr

Winnetous Rückkehr (1/2)
Winnetou hat seinen vermeintlichen Todesschuss überlebt und wohnt seitdem still und zurückgezogen in einer Höhle im Gebirge. Doch bald ist es mit der Ruhe vorbei. In einer Sturmnacht sucht der skrupellose Skalp-Jäger Spencer mit Frau und Kind bei ihm Unterschlupf. Am Tag darauf folgt Winnetou ihrer Spur und beobachtet, wie Spencer mit zwei Kumpanen Jagd auf Indianer vom Stamm der Assiniboins macht.
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Sonntag, 30. April 2017, 9.00 Uhr

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Gemeinsam mit dem redlichen Quäker John Mayotte nimmt Winnetou den Kampf gegen die Desperados auf. Zurück bleibt Marys kleiner Sohn. Kish-Kao-Ko, die Frau vom jungen Häuptling Tanka, nimmt den weißen Jungen in Pflege. Bei einem Versuch, das Kind zurückzuholen erschießt Spencer den alten Häuptling Tasha-Tunga. Als der junge Tanka ihn stellt, bietet ihm der feige Bandit seine Frau Mary im Tausch gegen sein eigenes Leben an.

In "Winnetous Rückkehr" übernimmt Pierre Brice nach mehr als 30 Jahren erneut die Rolle des tapferen Indianers.

Credits: Winnetous Rückkehr (1/2), Fernsehfilm, Deutschland 1997, 87 Minuten, Regie: Marijan Vajda, mit Pierre Brice, Candice Daly, Tobias Hoesl, Pierre Semmler, Manuel Trautsch
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Winnetous Rückkehr (2/2)
Auf einem seiner Streifzüge durch die Berge findet Winnetou jenen alten Medizinmann, der ihm einst das Leben gerettet hat. Der alte Mann liegt im Sterben und hat noch einen letzten Wunsch. Winnetou soll sich weiter um den Stamm der Assiniboins kümmern, damit die Indianer in der neuen Welt der Weißen nicht vollständig untergehen. Winnetou verspricht es. Doch das gestaltet sich als fast unmöglich.
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Sonntag, 30. April 2017, 10.25 Uhr

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Nur gemeinsam mit dem Quäker John Mayotte, dessen Sohn Timmy, dem zehnjährigen Indianerjungen "Kleiner Biber" und dem schwarzen Quäkerkutscher Balthasar kann er ein Blutvergießen zwischen den Assiniboins unter ihrem neuen Häuptling Wash-Ti, dem rücksichtslosen Holzbaron Robert De Will und den Siedlern verhindern. Dabei trifft er auch wieder auf Mary, die Frau des in die Flucht geschlagenen Spencer, die inzwischen mit ihrem kleinen Sohn bei den Siedlern lebt. Die beiden entdecken ihre Zuneigung zueinander.

Zweiter Teil von "Winnetous Rückkehr", in dem Pierre Brice nach mehr als 30 Jahren erneut die Rolle des tapferen Indianers übernimmt.

Credits: Winnetous Rückkehr (2/2), Fernsehfilm, Deutschland 1997, 87 Minuten, Regie: Marijan Vajda, mit Pierre Brice, Candice Daly, Pierre Semmler, Manuel Trautsch, Christoph Moosbrugger
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Mein großer Freund Shane
© Paramount
Großgrundbesitzer Ryker setzt kleine Farmer unter Druck, um ihr Land als Weide zu nutzen. Farmer Starrett bietet ihm die Stirn, aber nur mit dem Cowboy Shane kann er den Kampf gewinnen. - Glänzend inszenierter und ausgezeichnet gespielter Edelwestern, in dem Alan Ladd als stiller Kämpfer für Gerechtigkeit überzeugt.
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Sonntag, 30. April 2017, 11.55 Uhr

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Cowboy Shane kommt auf seinem Weg zufällig bei der Farm von Joe Starrett vorbei und wird Zeuge, wie der Großgrundbesitzer Rufus Ryker und dessen Männer Starrett samt Familie einzuschüchtern versuchen, um ihr Land zu bekommen. Daraufhin lässt Shane sich darauf ein, für Joe Starrett zu arbeiten und ihm gegen Ryker zur Seite zu stehen. Besonders Joes Sohn Joey ist begeistert von Shane und freundet sich schnell mit ihm an.

Gemeinsam stellen sich die Farmer gegen Ryker, so dass niemand allein attackiert werden kann. Um einen Vorteil zu erlangen, heuert Ryker den Killer Jack Wilson an. Als der erste Farmer erschossen wird, bekommen die anderen Angst und wollen fliehen, doch Joe überredet sie zusammenzuhalten.

Ryker sieht ein, dass er Joe töten muss, um den Willen und Zusammenhalt der Farmer zu brechen. Er stellt ihm eine Falle, doch wird Shane von einem ehemaligen Mitglied von Rykers Bande gewarnt. Shane schlägt Joe k.o, um ihn davon abzuhalten, Ryker aufzusuchen. Shane reitet zum verabredeten Ort, wo es zum Showdown kommt.

Der Western "Mein großer Freund Shane" von Regisseur George Stevenson, mit den Stars Alan Ladd, Jack Palance und Van Heflin, ist ein ebenso spannender wie einfühlsamer Western, der durch die Freundschaft des Helden zu dem kleinen Farmersjungen einen ungewöhnlichen Blickwinkel auf die harte Welt der Erwachsenen im Wilden Westen einführt. Die bekannte Geschichte der Kampfes einfacher Siedler für ihr Recht auf eigenes Land gegen Großgrundbesitzer, die mit Gewalt ein Vorrecht durchsetzen wollen, bekommt durch die differenzierte Charakterzeichnung Tiefe.

Credits: Mein großer Freund Shane (Shane), Spielfilm, USA 1953, 114 Minuten, Regie: George Stevens, mit Alan Ladd (Shane), Jean Arthur (Marian Starrett), Van Heflin (Joe Starrett), Jack Palance (Jack Wilson), Brandon De Wilde (Joey)

Der Mann aus Alamo
© ZDF, Universal International Pictures
Beim Kampf um Alamo 1836 soll ein texanischer Farmer Frauen und Kinder warnen, doch er kommt zu spät, alle sind tot. Als er erfährt, dass Gangster das Massaker verübt haben, nimmt er Rache. - Gekonnt inszenierter Western, der mit spannenden Actionszenen, schönen Landschaftsaufnahmen und einem brillant agierenden Glenn Ford aufwartet.
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Sonntag, 30. April 2017, 13.45 Uhr

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Im Fort Alamo tobt der Krieg für die Freiheit, denn der neue mexikanische Diktator Santa Anna will das unabhängige Texas einnehmen. In aller Eile stellt General Sam Houston Truppen gegen ihn auf, unter ihnen ist auch der Texaner John Stroud. Stroud wird ausgelost, am Ox-Bow lebende Frauen und Kinder vor den näher rückenden mexikanischen Truppen zu warnen. Er verlässt seinen Posten an der Front und reitet zurück in seine Heimat, wo er schnell feststellen muss, dass er zu spät kommt und seine Familie ermordet wurde. Der Junge Carlos erzählt ihm, dass es sich bei den Mördern um eine amerikanische Bande handelt, die Seite an Seite mit den Mexikanern kämpft.

Stroud reitet weiter, und als er im nächstgelegenen Dorf Franklin angelangt, erfährt er, dass alle Männer, die noch an der Missionsstation Alamo waren, bei einem Angriff ums Leben kamen. In Franklin denkt man nun, Stroud habe aus Feigheit seinen Posten an der Front verlassen. Keiner glaubt ihm, dass er tatsächlich mit dem Auftrag zurückgekehrt ist, die zu Hause gebliebenen Familien zu warnen. Da es niemanden mehr gibt, der beweisen kann, dass Stroud die Wahrheit sagt, muss er sich den Feinden im Kampf stellen - um seine Familie zu rächen und um den Dorfbewohnern wieder in die Augen blicken zu können.

Glenn Ford, der mit einer Zeit von 0,4 Sekunden neben John Wayne und James Arness als schnellster Schauspieler im "Revolverziehen" gilt, trat besonders in den 1940er und 1950er Jahren in vielen Western-Filmen ("Flucht nach Texas", "Go West, Young Lady") auf und spielte darin meist den mutigen Helden. "Der Richter von Colorado" ist einer der wenigen Western, in denen Ford als Bösewicht zu sehen ist - er spielt darin einen machtbesessenen Richter. Im Jahr 1978 wurde Glenn Ford, dessen Künstlername sich vom Namen des amerikanischen Dörfchens "Glenford", in dem er einen Großteil seiner Kindheit verbracht hat, ableitet, in die sogenannte "Western Hall of Fame" aufgenommen.

Unvergessen bleibt Fords Zusammenspiel mit Rita Hayworth, mit der er fünf Mal vor der Kamera stand. Beide wurden durch den Klassiker "Gilda" (1946) zu einem beliebten Leinwandpaar.

Budd Boetticher, der Regisseur von "Der Mann aus Alamo", ging als junger Mann nach Mexiko und ließ sich dort zum Matador ausbilden. Boetticher war ein bekannter Western-Regisseur, doch besonders große Erfolge feierte er mit "The Bullfighter And The Lady" - einem Film, der noch heute als einer der besten über den Stierkampf gilt, und für den Boetticher 1952 sogar für den Oscar nominiert wurde.

Credits: Der Mann aus Alamo (The Man from the Alamo), Spielfilm, USA 1953, 77 Minuten, Regie: Budd Boetticher, mit Glenn Ford (John Stroud), Julie Adams (Beth Anders), Victor Jory (Jess Wade), Chill Wills (John Gage)

Mit stahlharter Faust
© ZDF, Russell Metty
Cowboy Dempsey liebt seine Unabhängigkeit, heuert aber als Verwalter auf einer Ranch an. Deren Besitzerin sorgt in der Gegend für Ärger durch ihre riesige Herde. Dempsey ist im Zwiespalt. - In dem spannenden Western über das Ende einer Ära spielt Kirk Douglas einen Mann, der erkennen muss, dass Zäune und Grenzen das einst schier unendliche Land immer kleiner werden lassen.
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Sonntag, 30. April 2017, 15.05 Uhr

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Dempsey Rae ist sehr auf Unabhängigkeit bedacht, aber er muss auch seinen Lebensunterhalt verdienen. Deshalb verdingt der Cowboy sich auf der Triangle-Ranch bei der ebenso schönen wie unerschrockenen Reed Bowman. Unerschrocken muss sie auch sein, denn ihre riesige Herde droht allen anderen Tieren das Gras wegzufressen. Damit zieht sie den Hass der kleinen Viehzüchter auf sich, angeführt vom alten Cassidy.

Dempsey zögert zunächst und weiß nicht, auf welche Seite er sich schlagen soll. Die resolute Rancherin hat Eindruck auf ihn gemacht, nicht nur wegen ihres autonomen Auftretens, sondern auch mit der extravaganten Ausstattung ihres Anwesens, denn ein echtes Badezimmer hat der Cowboy in seinem Leben noch nicht gesehen.

Als die Nachbarn beginnen, ihr "freies" Land mit Stacheldrahtzäunen vor der Herde Bowmans zu schützen, eskaliert der Konflikt: Reed Bowman setzt eine Bande von Banditen ein, die Cassidy und dessen Mitstreiter mit Gewalt gefügig machen soll. Der Streit verleidet Dempsey die Arbeit, er betrinkt sich und will die Stadt verlassen, wird aber von den Banditen zusammengeschlagen. Am Ende kündigt er der schönen Chefin die Loyalität und hilft den Leuten um Cassidy, das bedrohte Weideland einzuzäunen.

"Mit stahlharter Faust" - der Originaltitel "Man without a Star" ist weit weniger martialisch - ist bereits ein Abgesang auf die Western-Romantik. 1955 gedreht, nimmt der Film mit seinen kritischen Untertönen zur Landnahme bereits das pessimistische Spätwestern-Genre vorweg. Im Westerngenre hat Hollywoodstar Kirk Douglas einen festen Platz gefunden. Hier ist er ein Cowboy, dem die Zivilisation und ihre Unsitten (Massentierhaltung und Profitgier) ein Graus sind. Er versucht, sich sein Wertesystem und seine Freiheit zu erhalten - in einem Land, dessen Grenzen erreicht sind und das aufgeteilt wurde.

"Mit stahlharter Faust" thematisiert die Grenzen der Freiheit. Freiheit ist unter Einhaltung von Regeln möglich, die für alle gelten. Im Film beschädigt Bowmans Interpretation von "frei" das Wohl der anderen; der Landmarkt muss reguliert werden, damit nicht die Gier des einen die anderen in den Untergang reißt. Ein überaus modernes Szenario, das sich hier bietet, aber die philosophischen Fragen sind verpackt in einen mitreißenden und packenden Film, der auch ironisch ist und mehr als 60 Jahre nach seiner Entstehung immer noch bestens unterhält.

Dazu tragen zahlreiche Außenaufnahmen, das solide Ensemble und die Präsenz des agilen Kirk Douglas bei, der hier auch singt und Banjo spielt. Regisseur King Vidor über seinen Star: "Kirk brachte eine aggressive Stärke in die Rolle ein. Es ist ziemlich schwierig, glaube ich, eine solche Kraft (...) auszustrahlen, wenn man sie nicht der eigenen Persönlichkeit entzieht". Der Motion Picture Guide nannte "Mit stahlharter Faust" einen "intelligenten und oft atmosphärisch dichten Western über das Ende einer Ära."

Kirk Douglas ist einer der wenigen heute noch lebenden Stars aus dem Hollywood der 1950er und 1960er Jahre. Am 9. Dezember 2016 wurde die Schauspiel-Legende 100 Jahre alt. Sein markantes Kinn mit dem Grübchen in der Mitte nannte die "Süddeutsche Zeitung" in einem nicht-kinematographischen Zusammenhang "Das berühmteste Kinn der Filmgeschichte" (Christian Endt: Das Kinn im Manne, Süddeutsche Zeitung vom 4. Februar 2016).

Kirk Douglas wurde als Sohn armer jüdischer Einwanderer, die aus dem heutigen Weißrussland kamen, im US-Staat New York geboren. Er war ein fleißiger Student und ein guter Sportler. Bevor er 1941 der US-Marine beitrat, war er bereits in kleineren Rollen am Broadway aufgetreten. Nach dem Krieg nahm seine Filmkarriere Gestalt an. Er spielt in vielen Western, aber auch in so berühmten Filmen wie "Spartacus", "Wege zum Ruhm" und "Vincent van Gogh - Ein Leben in Leidenschaft". Laut Internet Movie Database ist Kirks eigener Lieblingsfilm der Spätwestern "Einsam sind die Tapferen".

Kirk Douglas überlebte einen schweren Hubschrauber-Absturz und einen Schlaganfall. Er ist der Autor mehrerer Bücher, darunter einer Autobiografie. Sein Beruf führte ihn aus der Armut des Ghettos, das Kino machte ihn unsterblich. Kirk Douglas ist einer der größten Filmstars der Welt.

Credits: Mit stahlharter Faust (Man Without a Star), Spielfilm, USA 1955, 86 Minuten, Regie: King Vidor, mit Kirk Douglas (Dempsey Rae), Jeanne Crain (Reed Bowman), Claire Trevor (Idonee), William Campbell (Jeff Jimson), Jay C. Flippen (Strap Davis), Myrna Hansen (Tess Cassidy), Richard Boone (Steve Miles)

El Perdido
© ZDF, ARD, Degeto, NBC Universal
John Breckenridge, alt, verbittert, dem Alkohol verfallen, will mit seiner Frau Belle und seiner Tochter nach Texas, um sich dort eine neue Existenz aufzubauen. Dana Stribling und Brandon O'Malley begleiten die Familie, allerdings verfolgt jeder eigene Ziele.
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Sonntag, 30. April 2017, 16.30 Uhr

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Während O'Malley hofft, seine einstige Liebe Belle wiederzugewinnen, hat Stribling hat einen Haftbefehl für O'Malley in der Tasche. Der Haftbefehl gegen O'Malley kann nur in Texas vollstreckt werden, er hat den Tod von Striblings Schwester und deren Mann verschuldet. Unterwegs wird der Treck überfallen und Breckenridge ermordet.

Belle verliebt sich in Stribling, was O'Malley natürlich nicht gerne sieht. Dennoch entsteht so etwas wie Freundschaft zwischen den beiden Männern, was Stribling von seinem Vorhaben aber nicht abbringen kann. Belle beschwört O'Malley nach Mexiko zu gehen. Aber der ist nicht bereit, vor Stribling davonzulaufen. So kommt es zu dem unausweichlichen Duell zwischen den beiden Männern.

Ein Western, der gleich mit mehreren Überraschungen aufwartet: Für Robert Aldrich, den Regisseur von Action-Filmen, die wenig zimperlich sind und unmissverständlich zur Sache kommen, ist dies ein geradezu lyrischer Western, mit einem Kirk Douglas, der eine zugleich romantische und pathologische Figur verkörpert. Ungewöhnlich ist die inzestuöse Beziehung zwischen einem Mörder und einem Teenager, und schließlich ist auch der finale Schusswechsel eine unerwartete Variante des vertrautesten aller Western-Rituale.

Credits: El Perdido (The Last Sunset), Spielfilm, USA 1961, 108 Minuten, Regie: Robert Aldrich, mit Rock Hudson (Dana Stribling), Kirk Douglas (Brendan O'Malley), Dorothy Malone (Belle Breckenridge), Joseph Cotten (John Breckenridge), Carol Lynley (Missy Breckenridge), Neville Brand (Frank Hobbs), Jack Elam (Ed Hobbs)

Die vier Söhne der Katie Elder
© ZDF/Paramount Pictures
Am Grab der Mutter sehen sich die sehr unterschiedlichen Söhne eines amerikanischen Farmers wieder. Als sie erfahren, dass ihr Vater ermordet wurde, suchen sie nach dem Mörder. - Der Edelwestern aus dem Jahr 1965 ist längst zum Klassiker avanciert. Hollywood-Routinier Henry Hathaway hat den Film aufwändig inszeniert und bis in die kleinste Rolle mit namhaften Darstellern besetzt.
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Sonntag, 30. April 2017, 18.15 Uhr

Nachtwiederholung: 4.35 Uhr

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Auf dem Weg nach Clearwater, wo auf dem Dorffriedhof gerade seine Mutter zu Grabe getragen wird, wird John Elder von Sheriff Billy Wilson überrascht. Der Sheriff rät ihm, den Ort wieder zu verlassen und informiert ihn darüber, wo er seine drei Brüder Tom, Matt und Bud wiedersehen kann. Und noch eine weitere Nachricht lässt der Sheriff ihm zukommen: dass sich nämlich die Elder-Ranch inzwischen im Besitz von Morgan Hastings befinde und Vater Elder Monate zuvor auf mysteriöse Weise ums Leben gekommen sei.

Die vier Brüder feiern Wiedersehen und beschließen, das Vermögen ihrer Mutter zu teilen. Erstaunt müssen sie jedoch erfahren, dass Katie Elder kein Bankkonto besessen und auch ihre eigene Beerdigung mit einem Pferd im Voraus bezahlt hat. Wo ist also das Geld vom Verkauf der Elder-Ranch? Die Söhne beschließen, Morgan Hastings in Augenschein zu nehmen. Hastings behauptet, Vater Elder habe seine Ranch verspielt und sei in betrunkenem Zustand erschossen worden. Doch die Brüder sind misstrauisch und entschlossen, den unbekannten Mörder ihres Vaters dingfest zu machen.

Während der anstrengenden Außenaufnahmen von "Die vier Söhne der Katie Elder" in Mexiko war John Wayne häufig auf die Hilfe eines Sauerstoffgerätes angewiesen. Er hatte gerade einen Krankenhaus-Aufenthalt hinter sich, bei dem ihm wegen seiner Krebserkrankung die ganze linke und ein Teil der rechten Lungenhälfte entfernt wurde. Auf einer Pressekonferenz sagte er dazu: "Man hat mir geraten, ich solle wegen meines Images der Öffentlichkeit meine Krebs-Operation verheimlichen. Ich glaube, es macht ein gutes Image, wenn John Wayne den Krebs schlägt." Waynes Kampf gegen den Krebs dauerte bis 1979.

Credits: Die vier Söhne der Katie Elder (The Sons of Katie Elder), Spielfilm, USA 1965, 117 Minuten, Regie: Henry Hathaway, mit John Wayne (John Elder), Dean Martin (Tom Elder), Michael Anderson (Bud Elder jr.), Earl Holliman (Matt Elder), Martha Hyer (Mary Gordon), Jeremy Slate (Ben Latta), James Gregory (Morgan Hastings), Paul Fix (Sheriff Billy Wilson)

El Dorado
© Paramount, Harold Rosson
Ein Viehbaron engagiert einen alternden Revolverhelden, um lästige Konkurrenz aus dem Weg zu räumen. Dieser schlägt sich jedoch auf die Seite des versoffenen Sheriffs, eines alten Freundes. - Westernklassiker von Regie-Legende Howard Hawks mit John Wayne, Robert Mitchum und James Caan.
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Sonntag, 30. April 2017, 20.15 Uhr

Nachtwiederholung: 2.35 Uhr

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Der in die Jahre gekommene Revolverheld Cole Thornton soll für den kaltschnäuzigen Viehzüchter Bart Jason die Siedler der Gegend einschüchtern. In El Dorado begegnet er seinem alten Freund J. P. Harrah, der jetzt Sheriff ist und Thornton von Jasons verbrecherischen Aktivitäten erzählt. Thornton kündigt seinen Job und landet auf der Abschussliste des korrupten Ranchers.

Die Lage wird brenzlig, als eine Bande von Killern in El Dorado auftaucht. Die beiden alten Haudegen erhalten Unterstützung durch einen jungen Mann namens Mississippi, der sich als Virtuose im Umgang mit Messern erweist. Gemeinsam geht das ungewöhnliche Trio daran, den Ganoven die Hölle heiß zu machen.

Mit "Rio Bravo" (1958) und "Rio Lobo" (1970) gehört "El Dorado" zu Howard Hawks klassischer Western-Trilogie, die Handlungs- und Stilelemente des Genres kunstvoll perfektioniert. Der hervorragend inszenierte, fotografierte und gespielte Film zählt zu den schönsten Vertretern seines Genres und ist ein Genuss nicht nur für Westernfans.

Credits: El Dorado, Spielfilm, USA 1966, 122 Minuten, Regie: Howard Hawks, mit John Wayne (Cole Thornton), Robert Mitchum(Sheriff J.P. Harrah), James Caan (Mississippi), Charlene Holt (Maudie), Michele Carey (Joey MacDonald), Arthur Hunnicut (Bull), R. G. Armstrong (Kevin MacDonald), Edward Asner (Bart Jason), Paul Fix (Doktor Miller)

Fluss ohne Wiederkehr
© ZDF, NDR, BR, Motion Picture © 1954 Twentieth Century Fox Film Corporation
1875, Nordwesten der USA: Farmer und Matt Calder holt seinen zehnjährigen Sohn bei Saloon-Sängerin Kay ab, da die Mutter des Jungen gestorben ist. Doch es wird ein gefährliches Abenteuer.
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Sonntag, 30. April 2017, 22.15 Uhr

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Vater und Sohn begegnen auf der Reise zur Calder-Farm Kay wieder, die zusammen mit dem Glücksspieler Harry Weston hilflos auf einem Floß treibt. Matt rettet die beiden, doch Harry dankt es ihm, indem er ihn niederschlägt und sein einziges Pferd stiehlt. Kay lässt er zurück, sodass sie sich Matt und seinem Sohn anschließt. Als ein Indianerangriff droht, bleibt den dreien daher nur eine Möglichkeit: Sie müssen sich abermals mit dem Floß auf den reißenden Fluss wagen.

Meisterregisseur Otto Preminger inszenierte mit "Fluss ohne Wiederkehr" einen der großen Westernklassiker. Für das Glamour-Studio Paramount war der mit Marilyn Monroe und Robert Mitchum starbesetzte Film eine Prestigeproduktion im damals noch neuen CinemaScope-Format. In den eindrucksvollen Szenen auf dem reißenden Fluss, die tatsächlich im Studio entstanden, gelang es Preminger und seinem Kameramann Joseph LaShelle, das Format in bislang nicht gesehener Weise einzusetzen.

Hinter der Kamera jedoch flogen die Fetzen, da der als tyrannisch bekannte Regisseur kein gutes Haar an seiner Hauptdarstellerin ließ. So sagte Preminger später über sie: "Marilyn zu inszenieren ist wie mit Filmhund Lassie zu arbeiten, man muss jede Einstellung 14-mal wiederholen, bis sie endlich an der richtigen Stelle bellt."

Den gehässigen Worten zum Trotz gelang es der damals 27-Jährigen, neben Robert Mitchum eine großartige Leistung vorzulegen - und das, obwohl sie sich während der aufwändigen Dreharbeiten ein Bein gebrochen hatte; einer der Gründe, warum in vielen Szenen des Films die Schauspielerin nur mit verdeckten Beinen zu sehen ist.

Seit den 1950er Jahren begeistert der Film unzählige Regisseure, darunter auch Herbert Achternbusch, der über seine Wiederbegegnung mit dem Klassiker während einer Western-Retrospektive schrieb: "Ich wechselte bei den nächsten Vorstellungen den Sitz, damit man den Blutfleck unterm Stuhl nicht auf mich bezog. So hatte mein Herz geblutet."

Credits: Fluss ohne Wiederkehr (River of No Return), Spielfilm, USA 1954, 88 Minuten, Regie: Otto Preminger, mit Robert Mitchum (Matt Calder), Marilyn Monroe (Kay Weston), Rory Calhoun (Harry Weston), Tommy Rettig (Mark Calder), Murvyn Vye (Dave Colby)

Die Geier warten schon
© ZDF, WDR, Universal
Der ehemalige Farmer Chuck Jarvis und seine selbstbewusste Gattin Kate leben in dem Städtchen Cumbres, wo Chuck das Amt des Sheriffs bekleidet. Nach einem Zugüberfall stellt sich heraus, dass Billy Massey, ein ehemaliger Jugendfreund des Ehepaares, an dem Verbrechen beteiligt war und nun auf der Flucht ist. Chuck ist nun gefordert, sowohl als Gesetzeshüter als auch loyaler Freund.
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Sonntag, 30. April 2017, 23.45 Uhr

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Unterstützt von einer Gruppe indianischer Fährtensucher nimmt Chuck die Verfolgung nach Billy auf. Zu dessen Überraschung ändert Billy aber den ursprünglichen Plan, nach Mexiko zu fliehen, und taucht stattdessen unvermittelt auf der Jarvis-Ranch auf, wo er sich vor seinen rachsüchtigen Komplizen in Sicherheit fühlt. Gemeinsam wird eine Strategie ersonnen, nach der Billy sich stellt und aussagt, er sei zu dem Raubüberfall gezwungen worden. Doch der zuständige Staatsanwalt denkt gar nicht an mildernde Umstände und will den Gangster nicht so davonkommen lassen.

Als Chuck und Kate für einige Tage in Santa Fe Urlaub machen, nutzt er die Abwesenheit des Sheriffs, um das Urteil in eine Todesstrafe umzuwandeln, die möglichst schnell vollzogen werden soll. Der verzweifelte Billy sieht keine andere Möglichkeit, als abermals dem Gesetz untreu zu werden, und bricht aus dem Gefängnis aus. Chuck bleibt nichts anderes übrig, als sich erneut auf die Spur seines Kumpanen zu machen, der jetzt auch noch von einem Lynchmob aus der Stadt gejagt wird, dem sich seine ehemaligen Mittäter angeschlossen haben. Für den Sheriff bedeutet das einen schwereren Gewissenskonflikt: Soll er seiner Pflicht als Ordnungshüter nachgehen oder dem bedrohten Freund loyal zur Seite stehen?

Im Jahr 1973 war die Blütezeit des Western längst vorbei, als sich die beiden Hollywood-Legenden Rock Hudson und Dean Martin noch einmal in den Sattel schwangen, um unter der Regie von George Seaton einen lakonischen Abgesang auf das Genre zu zelebrieren. Zwar setzt der Film ganz auf die Präsenz seiner ikonenhaften Hauptdarsteller, besticht aber auch durch machtvolle Naturaufnahmen und einen ironischen Umgang mit dem Idealtypus des männlichen Revolverhelden, der hier in Gestalt zweier in die Jahre gekommener, des Schießens eher müde gewordener Veteranen auf altersmilde Art gebrochen wird.

Credits: Die Geier warten schon (Showdown), Spielfilm, USA 1972, 84 Minuten, Regie: George Seaton, mit Rock Hudson (Sheriff Chuck Jarvis), Dean Martin (Billy Massey), Susan Clark (Kate), Donald Moffat (Art Williams), John McLiam (P. J. Wilson), Charles Baca (Martinez), Jackson Kane (Clem), Ben Zeller (Perry Williams), John Richard Gill (Earl Cole)

Der weite Ritt - Director's Cut
© NBC-U
Harry gibt sein Cowboyleben auf und kehrt zu seiner Frau zurück. Nur langsam nähern die beiden sich an. Als Harry einem Freund beistehen muss, verlässt er seine Familie zum zweiten Mal. - Das Kino des New Hollywood schlug ab Ende der 1960er Jahre auch im Western neue Töne an: Die Filme wurden realistischer, die Helden gebrochener. Peter Fondas Regiedebüt von 1971 zeigt den Westernhelden als zwiespältige Figur.
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Sonntag, 30. April 2017, 1.10 Uhr
(Nacht So/Mo)

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Nachdem Harry Collings mit seinem Partner Arch sieben Jahre lang durch die Weiten des amerikanischen Westens gezogen ist, entschließt er sich, zu seiner Ehefrau Hannah zurückzukehren, die er damals samt ihrem gemeinsamen Kind verlassen hatte. Hannah ist nicht begeistert von Harrys Rückkehr, stellt aber ihn und Arch auf ihrer kleinen Farm als Arbeiter ein.

Bald ist die gegenseitige Anziehungskraft zwischen Hannah und Harry wieder da, und die beiden wollen es ein zweites Mal miteinander versuchen. Arch will das Familienglück nicht stören und zieht allein weiter. Doch dann wird er von einem Mann, den er einst verwundet hatte, gefangengenommen und gefoltert. So muss Collings erneut Frau und Kind verlassen.

Zwei Jahre nachdem er in "Easy Rider" (1969) als Motorradrebell in die Filmgeschichte einging, gab Peter Fonda 1971 sein Regiedebüt. "Der weite Ritt" ist ein Gegenstück zum wilden Kultfilm der damaligen Protestbewegung, ein melancholischer Western, in dem Fonda den müden Cowboy spielt, der endlich ein Zuhause will.

Wie andere Filme des New Hollywood durchbricht "Der weite Ritt" die Konventionen des Genre-Kinos. Statt Action bietet Fonda über weite Strecken hinweg den ruhigen Erzählduktus eines Kammerspiels. Sein Abgesang auf den Western und den Westen ist ein historisches Porträt, aber auch eine kritische Reflexion über den Verlust moralischer Werte im Vietnamkrieg. Die atmosphärischen Bilder gestaltete Kameramann Vilmos Zsigmond.

Credits: Der weite Ritt - Director's Cut (The Hired Hand - Director's Cut), Spielfilm, USA 1971, 87 Minuten, Regie: Peter Fonda, mit Peter Fonda (Harry Collings), Warren Oates (Arch Harris), Verna Bloom (Hannah Collings), Robert Pratt (Dan Griffin), Severn Darden (McVey), Rita Rogers (Mexikanerin)