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Video online ab 21.3.2017, 20.15 UhrVideo online ab 21.3.2017, 20.15 Uhr
Stella (Paula Kalenberg) konfrontiert ihre Großmutter Dodo (Krista Stadler) mit den Erkenntnissen über ihre "neue" Familie
Clarissas Geheimnis
Stella ist sorglos in der afrikanischen Savanne aufgewachsen. Ihre Mutter Clara betreibt dort ein kleines Safari-Unternehmen, in dem die achtzehnjährige als Führerin aushilft. Als Clara bei einem Autounfall ums Leben kommt stößt Stella im Nachlass ihrer Mutter auf erstaunliche Informationen. Nichts und niemand in ihrer Familie ist, wie es bislang schien.
Intrigen, Machtspiele und Geheimnisse - alles, was ein packender Fernsehfilm braucht, verpackt Regisseur Xaver Schwarzenberger in das Familiendrama "Clarissas Geheimnis". Von Südafrika bis in die Steiermark führt Schwarzenberger sein Schauspielensemble rund um Katja Riemann in einer Doppelrolle.

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© ORF/ARD/Degeto/Zoela Film/Petro Domenigg Der Löwenthal-Clan (fast) komplett!
Der Löwenthal-Clan (fast) komplett!
Die 18-jährige Stella Wagner (Paula Kalenberg) ist bei ihrer Mutter Clara (Katja Riemann) in der südafrikanischen Savanne aufgewachsen. Gemeinsam mit ihrem Partner Togo (Getmore Sithole) betreibt Clara ein kleines Safari-Unternehmen, in dem Stella immer wieder aushilft. Stellas Wunsch, in Europa zu studieren, verursacht eine der wenigen Spannungen in diesem idyllischen Leben. Als Clara Stellas Plänen in die große Welt zu ziehen vehement entgegentritt, hält die Tochter ihre Mutter für eine konservative Langweilerin. Ein unerwarteter Besucher aus Europa, Carlo (Fritz Karl), setzt eine Kette von Ereignissen in Bewegung, die Stella auf die weite und abenteuerliche Reise in die Heimat ihrer Mutter bringt.
Kurz nach Carlos Besuch kommt Clara bei einem Autounfall ums Leben. In ihrem Nachlass findet Stella erstaunliche Informationen. Alles, was Clara ihr über ihre Familie erzählt hatte, war gelogen. Clara ist nicht die Tochter eines Schweizer Anthropologen, Stellas Vater ist nicht gestorben, als sie zwei Jahre alt war, ihr Name ist nicht Wagner. Tatsächlich stammt Clara aus dem schwerreichen, geheimnisvollen Familienclan Löwental. Stella macht sich auf die Reise nach Österreich, um den Geheimnissen ihrer Mutter und der Identität ihres Vaters auf die Spur zu kommen.

Konstantin (Herbert Knaup) und seine Mutter Dodo (Krista Stadler) beraten, wie sie das neue Familienmitglied Stella wieder loswerden könnten. © ORF/ARD/Degeto/Zoela Film/Petro Domenigg Konstantin (Herbert Knaup) und seine Mutter Dodo (Krista Stadler) beraten, wie sie das neue Familienmitglied Stella wieder loswerden könnten.
Ivana (Nina Proll) hofft, dass ihr Mann Konstantin das Kommando im Löwenthal-Clan übernehmen wird. © ORF/ARD/Degeto/Zoela Film/Petro Domenigg Ivana (Nina Proll) hofft, dass ihr Mann Konstantin das Kommando im Löwenthal-Clan übernehmen wird.

Als sie auf dem luxuriösen Anwesen ihrer Familie eintrifft, traut sie ihren Augen nicht: In einer Limousine sieht Stella ihre verstorbene Mutter vorbeifahren. Fassungslos betritt sie das Haus, muss jedoch feststellen, dass die Doppelgängerin Charlotte (Katja Riemann), die Zwillingsschwester ihrer Mutter, ist. Stellas Auftauchen löst in der Familie Löwental nicht nur Freude aus. Konstantin (Herbert Knaup), der sich um die Familiengeschäfte kümmert, sorgt sich um sein Erbe, und der Rest des Clans versucht mit aller Macht, das Mädchen von ihrem Großvater Albert (Friedrich von Thun) fernzuhalten. Als eines Tages Carlo auftaucht und Stella bittet, Recherchen über die dunklen Machenschaften des Familienkonzerns anzustellen, gerät Stella in einen Strudel aus Lügen und Intrigen. Und welche Rolle spielt dabei Jakob (Thomas Sarbacher), Charlottes Ehemann?

Katja Riemann in einer Doppelrolle
Katja Riemann: "Wenn man zwei Charaktere spielt, auch wenn es Zwillingsschwestern sind, muss man sie natürlich immer ein bisserl in Relation zueinander aufbauen", verrät Katja Riemann. "Ich bin allerdings nicht sehr gut im Schwarz-Weiß-Denken. Also das Denken, das ist die Gute, das ist die Böse, ist jetzt nicht so meins - und das finde ich auch wahnsinnig langweilig." Krista Stadler spielt in "Clarissas Geheimnis" das mächtige Familienoberhaupt und hat dabei definitiv das Sagen. Über ihre Rolle fasst sie zusammen: "Die braucht nicht zu intrigieren, die hat die Macht und die, die die Macht haben, brauchen nicht zu intrigieren. Das ist immer so."

Schloss Herberstein - ein adäquater Familienwohnsitz der Familie Löwental
Das gesamte Team ließ sich von der historischen Atmosphäre auf Schloss Herberstein inspirieren. "Das ist ein wunderschönes Schloss und hat in etwa die Dimension, die dieser Geschichte entspricht", erklärt Xaver Schwarzenberger und bestätigt seine Liebe zur Steiermark: "Ich bin ein begeisterter Steiermark-Fan. Da ich eher ein kulinarischer Typ bin, fühle ich mich hier immer sehr, sehr wohl." Und auch Herbert Knaup meint: "Ich bin quasi ein Steirer ohne Dialekt." Und auch über das Schloss zeigt sich der Schauspieler begeistert: "Wenn man diese alten Bilder hängen sieht und die ganze Geschichte rund um dieses Schloss prangt einem schon von den Wänden entgegen, dann bekommt man schon ein Gefühl, was hier alles passiert ist." Das richtige Gefühl für die Geschichte bekommt auch "Vermisst - Alexandra Walch, 17"-Kommissar Hary Prinz: "Wenn man hier ein bisserl herumspaziert ist in den Drehpausen, sich mal die ganzen Räume angesehen hat, wie die Stimmung hier ist, dann bekommt man schon ein ganz gutes Gefühl vermittelt." Für die Stimmung begeistern konnte sich auch Krista Stadler, aber im realen Leben kann sie sich kein Schlossleben vorstellen: "Also ich möchte es nicht geschenkt haben, ich habe selber ein Haus aus dem 19. Jahrhundert, und das ist natürlich nicht ansatzweise so groß, aber es ist mir das schon zu viel Arbeit."

Friedrich von Thun als Patriarch in der Steiermark
Als todkrankes Familienoberhaupt versucht Friedrich von Thun in "Clarissas Geheimnis", auch noch kurz vor seinem Tod die Fäden in der Hand zu behalten. Auf die Frage, ob er gerne Patriarchen spielt, antwortet Friedrich von Thun: "Ich habe ungefähr 200 Rollen gespielt, aber Patriarchen nur zweimal." Und so sind seine Patriarchen-Rolle in "Zodiak" und in "Clarissas Geheimnis" auch kaum zu vergleichen: "In 'Zodiak' war ich als Patriarch sehr aktiv tätig. In diesem Film habe ich gar keine Chance, Intrigen zu spinnen." Neben der Zusammenarbeit mit Xaver Schwarzenberger freute er sich auch auf die Location Steiermark: "In der Steiermark zu drehen ist immer eine Art Heimkommen. Ich habe Freunde und Familie hier, kenne einige Menschen und verbinde viele Kindheitserinnerungen mit der Steiermark."

Fritz und Aaron Karl: Der dritte Film für das Vater-Sohn-Gespann
Bereits zum dritten Mal fanden sich Fritz Karl und sein Sohn Aaron gemeinsam auf der Besetzungsliste einer Produktion. "Aaron hat sehr früh gedreht - da war er fünf oder sechs Jahre alt. Es war aber nie spruchreif, dass er Schauspieler wird, er ist irgendwie reingerutscht", erzählt Fritz Karl, betont aber eines: "Es ist wichtig, das berufliche Handwerk zu beherrschen - der jugendliche Held ist irgendwann vorbei. Heutzutage gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, sich dieses Handwerk anzueignen." Und genau auf diesem Weg ist auch Aaron, der regelmäßig mit einem Schauspielcoach arbeitet, und sollte es dann doch noch Fragen geben, geht er gerne zu seinem Vater: "Er ist natürlich die erste Anlaufstelle und man schaut sich auch sehr viel ab", erklärt Aaron Karl. Und Fritz Karl weiter: "Es gibt Erfahrungswerte in diesem Beruf, die er aber selber machen muss. Er muss seine eigenen Lehren daraus ziehen - das kann ich ihm nicht abnehmen." Eine Erfahrung fehlt dem Vater-Sohn-Gespann jedoch noch. Obwohl "Clarissas Geheimnis" bereits der dritte gemeinsam Film ist, hofft Aaron Karl noch auf mehr gemeinsame Produktionen: "Wir hatten noch nie eine Szene miteinander. Ich hoffe schon, dass das noch kommt. Ich würde gerne einmal zusammen mit ihm drehen. Bisher haben wir uns nur in den Drehpausen ab und zu gesehen."

Sendedaten
Dienstag, 21. März 2017
um 20.15 Uhr
Wiederholung:
21./22. März 2017, 2.25 Uhr
Hörfilm, 16:9, Videotext-UT
Credits
Fernsehfilm, Österreich/Deutschland 2012

Regie: Xaver Schwarzenberger
Drehbuch: Annette Simon und Melanie Brügel

Mit Katja Riemann (Charlotte/Clara), Paula Kalenberg (Stella), Friedrich von Thun (Albert), Krista Stadler (Dodo), Fritz Karl (Carlo), Hary Prinz (Lorenz), Nina Proll (Ivana), Herbert Knaup (Konstantin), Thomas Sarbacher (Jakob), Aaron Karl (Franz), Getmore Sithole (Togo) u.a.