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Lupe
Luisa (Alicia von Rittberg, r.) muss härteste Erziehungsmaßnahmen von Schwester Ursula (Birge Schade, M.) über sich ergehen lassen, während Schwester Clara (Anke Sevenich, l.) tatenlos zusieht.
Und alle haben geschwiegen
Schläge im Namen des Herrn
Anfang der 1960er Jahre wird die junge Luisa wegen der Erkrankung ihrer alleinerziehenden Mutter von den Behörden in die Obhut eines Kinderheims geschickt. Dort erfährt sie mit ihrem Mitschüler Paul die ganze Härte des Systems, wird seelisch und körperlich misshandelt.
Die junge Luisa (Alicia von Rittberg) landet gemeinsam mit dem gleichaltrigen Paul (Leonard Carow) in einem kirchlichen Erziehungsheim. Dort erleben beide die ganze Härte des Systems. Sie werden seelisch und körperlich misshandelt und als billige Arbeitskräfte ausgebeutet. Besonders Schwester Ursula scheint es auf Luisa abgesehen zu haben. Während Luisa zur offenen Rebellion neigt, plant der stille Paul heimlich ihre gemeinsame Flucht, um dem Grauen zu entkommen. Doch ihre Freiheit währt nur wenige Stunden.

Lupe
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Im Berlin des Jahres 2008 treffen Luisa (Senta Berger) und Paul (Matthias Habich) nach 44 Jahren erneut aufeinander. Beide haben bisher über ihre Erlebnisse geschwiegen und sich in die Verdrängung geflüchtet. Doch Luisa sieht für sich den Zeitpunkt gekommen, ihr Schicksal öffentlich zu machen und sich damit ihrer Vergangenheit zu stellen.

Die im Film erzählte fiktive Geschichte ist inspiriert von Peter Wensierskis "Schläge im Namen des Herrn". Sein Sachbuch löste ab 2006 eine breite politische und gesellschaftliche Debatte aus und führte zur Gründung eines Runden Tisches unter Antje Vollmer. Wensierski erhielt Anfang 2012 für seine Verdienste in dieser Sache das Bundesverdienstkreuz.

Zahlen und Fakten von Peter Wensierski
In den 1960er Jahren gab es 3.000 Heime für Kinder und Jugendliche mit mehr als 200.000 Plätzen – etwa 65 Prozent davon waren katholisch oder evangelisch, knapp 25 Prozent staatlich, der Rest in freier oder privater Trägerschaft. Gut die Hälfte der Kinder war zwei bis vier Jahre in den Heimen untergebracht, andere verbrachten ihre ganze Kindheit und Jugend in den oft hermetisch abgeschlossenen Häusern, die sie nicht verlassen durften. Erst mit Vollendung des 21. Lebensjahres – der damaligen Volljährigkeit – wurden sie entlassen. Die Zahl der Kinder, die von 1945 bis 1975 in westdeutschen Heimen waren, wird auf 800.000 bis über eine Million geschätzt.
(Quelle: Runder Tisch Bundestag)

Sendedaten
Dienstag, 1. März 2016, 20.15 Uhr
Wh. in der Nacht um 1.15 Uhr
Info
Fernsehfilm, Deutschland 2012
Nach dem Bestseller "Schläge im Namen des Herrn" von Peter Wensierski
Drehbuch: Andrea Stoll
Regie: Dror Zahavi
Länge: 90 Minuten

Mit Senta Berger, Alicia von Rittberg, Matthias Habich, Leonard Carow, Birge Schade, Anke Sevenich, Jasmin Schwiers u. a.
Mediathek
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Luisa (Senta Berger) und Paul (Matthias Habich) können ihre traumatischen Erfahrungen in der christlichen Erziehungsanstalt Falkenstein nicht vergessen.
Sendung zum Thema
Und alle haben geschwiegen - Die Dokumentation
Dienstag, 1. März 2016, 21.45 Uhr
Schwerpunkt
© colourbox.deKindesmissbrauch
Dienstag, 1. März 2016, ab 20.15 Uhr
Info
LupeLuisa (Alicia von Rittberg) hat kaum noch Hoffnung, den kalten Mauern des Erziehungsheims je zu entkommen.