© Ernie Kovacs
Video verfügbar ab Ausstrahlungstag, 6.00 Uhr Video verfügbar ab Ausstrahlungstag, 6.00 Uhr
Der Teufelsrochen fällt nur über winzige Beute her, daher frisst er fast pausenlos, um nicht zu verhungern.
Big Pacific (4/4) - Der gierige Ozean
Unbeschreiblich, unvorstellbar, unberührt: Der Pazifische Ozean umfasst die Hälfte des Wassers unseres Planeten. Größer als alle Landmassen zusammen, beherbergt er die Geschöpfe unserer schönsten und gleichzeitig unserer schlimmsten Träume. Eine Entdeckungsreise.
Sie alle haben Besonderheiten entwickelt, die es ihnen erlauben, ihren immensen Nahrungsbedarf zu decken. So jagen auf den Marshallinseln Muränen auch an Land, und die Nomura-Qualle verspeist mit ihren vielen Mündern alles, was ihr in die Fangarme kommt.

© Scott Snider Die Nomura-Qualle wächst innerhalb eines Jahres von Reiskorn- auf Menschengröße.
Die Nomura-Qualle wächst innerhalb eines Jahres von Reiskorn- auf Menschengröße.
Dass der Blauwal, das größte Tier der Welt, sich von winzig kleinen Krebstierchen ernähren kann, funktioniert nur, weil er mit seinem Riesenmaul bei jedem Bissen Unmengen von Krill verschlingt. Auch der Teufelsrochen fällt über winzige Beute her. Da diese kaum nahrhaft ist, frisst er fast pausenlos, um nicht zu verhungern.
Ausgewachsene Walhaie können bis zu 15 Meter lang werden, doch als Jungtiere sind sie selbst eine leichte Beute. Seinen Nahrungsbedarf deckt der Meeresriese, indem er bei größeren Planktonansammlungen einfach sein Maul öffnet und die Kleinstlebewesen aus dem Wasser filtert. Damit ist er eine der gefräßigsten Kreaturen im Pazifik. Entlang der Küste Kaliforniens lebt wiederum ein auf den ersten Blick sehr unscheinbarer Jäger. Die Grüne Riesenanemone harrt geduldig aus, bis die Strömungen des Pazifiks ihr Beute zuspielen, wobei diese auch gern einmal doppelt so groß sein kann wie sie selbst.
Nicht weit entfernt, vor der Küste von Big Sur, könnte ein fragiles Ökosystem ohne den Hunger seiner Einwohner gar nicht überleben. Dort wächst auf dem Meeresboden ein riesiger Kelpwald, der in seinem Streben nach Sonnenlicht bis zu 45 Meter hoch wird. Dieser Algenwald bietet zahlreichen Arten Unterschlupf und dient ungeladenen Gästen auch als Nahrung. Der Rote Seeigel hat einen solchen Heißhunger auf Kelp, dass er die Meereswälder in wenigen Monaten in Meereswüsten verwandeln könnte. Wäre da nicht der Seeotter, der mit seiner Vorliebe für Seeigel dem Kelpwald zur Seite steht.

Meerechsen auf den Galapagosinseln ernähren sich von Algen am Meeresboden. © Richard Wollocon Meerechsen auf den Galapagosinseln ernähren sich von Algen am Meeresboden.
Um zu jagen, können Muränen auf den Marshallinseln sogar kurzzeitig das Wasser verlassen. © Ernie Kovacs Um zu jagen, können Muränen auf den Marshallinseln sogar kurzzeitig das Wasser verlassen.
Kelpwälder am Meeresgrund sind die bevorzugte Speise von Seeigeln. © Peter Kragh Kelpwälder am Meeresgrund sind die bevorzugte Speise von Seeigeln.


Sendedaten
Big Pacific - Teil 4:
Der gierige Ozean

Montag, 1. Oktober 2018
um 17.45 Uhr

Film von Craig Meade, John Cullum und Andrew Murray

Erstausstrahlung 27.08.2018
Big Pacific - Teil 1
© Bob Cranston
Big Pacific - Teil 2
© Johnny Friday
Big Pacific - Teil 3
© Brian Canavan
Thementag
Meeresrauschen
Faszinierend und sensibel: Die Ozeane der Welt bedecken mehr als 70 Prozent der Erdoberfläche und bieten Lebensraum für unzählige Lebenswesen. Sie sind riesige Ökosysteme, die maßgeblich das Klima der Erde beeinflussen und Nahrungsmittel für Meerestiere und Menschen liefern. Doch die Weltmeere sind gefährdet durch Verschmutzung, Klimawandel, Überfischung und wirtschaftliche Nutzung.