© ORF/BBC/Barrie Britton
Video online ab 28.8.2018, 6.00 UhrVideo online ab 28.8.2018, 6.00 Uhr
Aasgeier in Preah Vihear, Kambodscha - das Überleben in den Trockengebieten wird schwieriger
Magie des Monsuns - Im Bann der Dürre
Teil 3/4
Monsun ist nicht gleich Regen. Das Wetterphänomen hat noch ein anderes, ein zweites Gesicht - die langen Phasen der Dürre. In dieser Zeit sorgt der Monsun etwa in Australien für verheerende Brände, weiter nördlich, in Asien, stellen Tier- und Pflanzenwelt ihren Lebenszyklus gänzlich auf den Monsun ein. Alle Lebewesen müssen in dieser Phase ihre Ausdauer unter Beweis stellen. Inwiefern der Monsun die Tier- und Pflanzenwelt in ihrem Dasein bestimmt, zeigt der dritte, von Nick Lyon gestaltete Teil des "Universum"-Vierteilers "Magie des Monsuns" anhand von eindrucksvollen Bildern.
Sehr gut angepasst an die erschwerten Bedingungen während der Dürreperiode sind die wilden Wellensittiche in Australien. Im Zentrum des fünften Kontinents, dem Lebensbereich der kleinen grün-gelben Vögel, herrscht fast durchgängig Trockenheit.

© ORF/BBC/Paul Williams Ein Falke auf der Jagd nach den Sittichen.
Ein Falke auf der Jagd nach den Sittichen.
Nur sehr selten dringen Regenfälle bis in die Mitte des Kontinents vor. Nahrung finden die Wellensittiche in nährstoffreichen Samen, schwerer zugänglich ist Wasser. Um ihren Durst zu stillen, müssen sie weite Strecken zurücklegen. Zu Tausenden suchen sie dabei nach künstlichen Wasserlöchern. Wellensittiche, aber auch andere Vögel oder etwa Kängurus werden von den Oasen in der Wüste, die zumeist Nutztieren als Tränke dienen sollen, schier magnetisch angezogen. Die Präsenz der Sittiche lockt aber auch Fressfeinde an. Es sind Falken, die in den Schwärmen nach Beute jagen. Das nasse Vergnügen ist für die Wellensittiche daher nicht ohne Gefahr.

Extremes Paarungsritual
© ORF/BBC
Ebenfalls nicht ungefährlich sind Dürre und Hitze für die Hirschziegenantilopen Indiens. Im Gegensatz zu den meisten Tieren weicht diese Antilopenart der stechenden Sonne nicht aus - stattdessen veranstalten die jungen Böcke in der Gluthitze ein besonderes Schauspiel.
Die Böcke mit dem teils schwarz gefärbten Fell haben in dem sonnenversengten Grasland einen Bewährungstest zu bestehen: Nur wenn es ihnen gelingt, einen kleinen Streifen Grasland in der prallen Sonne gegen Konkurrenten zu verteidigen, haben sie auch Aussicht auf Paarung. In der brütenden Hitze, für die ebenfalls der Monsun verantwortlich ist, stehen sich die rivalisierenden Böcke gegenüber. Es geht bei diesen Kämpfen jedoch nicht nur um das Vorrecht auf die Antilopenweibchen. Es geht genau genommen um Leben und Tod. Denn zusätzlich zu den Rivalen müssen sich die Böcke vor einer weiteren Gefahr in Acht nehmen: vor indischen Wölfen. Diese observieren gelassen das Wetteifern der Böcke - und halten Ausschau nach verletzten oder erschöpften Tieren.

Sendedaten
Montag, 28. August 2018
um 16.05 Uhr
Wiederholung:
28./29. August 2018, 3.50 Uhr
Stereo, 16:9, Videotext-UT
Credits
Vierteilige Dokumentationsreihe
Teil 3 von Nick Lyon
Deutsche Bearbeitung: Jutta Karger, Österreich 2015
Dokumentationsreihe
© ORF/BBC/Paul WilliamsMagie des Monsuns
Vierteilige Dokumentationsreihe
Thementag
Wunderwelt Erde
Sonntag, 17. Juni 2018
ab 6.00 Uhr