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Video verfügbar am 15. Mai 2018 ab 6.00 Uhr Video verfügbar am 15. Mai 2018 ab 6.00 Uhr
Das Flüchtlingsschiff "Exodus".
Kinder der "Exodus"
Geburtsort unterwegs
"Born on route": So steht es in ihren israelischen Reisepässen. Unterwegs geboren, an Bord des Flüchtlingsschiffs "Exodus" und anderer Schiffe, auf dem Weg nach Palästina. Die "Kinder der Exodus" sind genauso alt wie der Staat Israel, in dem sie leben: 70 Jahre.
© ap 18. Juli 1947: Frauen und Kinder verlassen das Flüchtlingsschiff "Exodus" in Haifa.
18. Juli 1947: Frauen und Kinder verlassen das Flüchtlingsschiff "Exodus" in Haifa.
Es ist das Drama, das sich abspielt, als das Flüchtlingsschiff "Exodus" mit mehr als 4500 Holocaust-Überlebenden aus Deutschland und anderen Ländern Mittel- und Osteuropas nach tagelanger Odyssee den Hafen Haifa erreicht.

Die jüdischen Flüchtlinge dürfen jedoch nicht im britischen Mandatsgebiet bleiben. Sie müssen umkehren. Sie werden vom britischen Militär unter Androhung von Waffengewalt auf drei Gefangenenschiffen von Haifa zurück nach Deutschland deportiert, zurück ins "Land der Täter", zurück in bewachte Lager bei Lübeck, Wilhelmshaven und Emden.

Während dieser dramatischen Monate in den Jahren 1947/48 werden 58 Kinder geboren, "unterwegs", an Bord der "Exodus", auf den drei britischen Gefangenenschiffen und in den drei "Exodus"-Lagern.

In Israel sind sie als "Kinder der Exodus" bekannt. Ihre Biografien sind eng verknüpft mit den Ereignissen, die letztlich zur Gründung des Staates Israel führten.

In der Dokumentation erzählen mehrere "Kinder der 'Exodus'" von ihren Erlebnissen sowie von ihren Hoffnungen, Enttäuschungen und Ängsten. Ein Ex-Offizier in Haifa beispielsweise berichtet von seinen Einsätzen in den Kriegen seit der Staatsgründung, eine Ärztin über soziale und ethnische Spannungen unter Israelis, die aus verschiedenen Kulturkreisen eingewandert sind, und eine Pädagogin geht der Frage nach, wie die Enkel von Holocaust-Überlebenden über ihr Verhältnis zu Deutschland denken. Die 92-jährige Mutter eines "Exodus"-Kindes schildert ihre Erlebnisse an Bord und später im Lager Emden, in dem mehr als 2500 "Exodus"-Flüchtlinge untergebracht waren.

Blick auf den Strand von der Hafenstadt Haifa. © Ricardo Esteban Garzon Mesa Blick auf den Strand von der Hafenstadt Haifa.
Nachtaufnahme des Bahai Weltzentrums in Haifa. © Ricardo Esteban Garzon Mesa Nachtaufnahme des Bahai Weltzentrums in Haifa.
Die Halle der Unabhängigkeit am Rothschild-Boulevard in Tel Aviv.  © Ricardo Esteban Garzon Mesa Die Halle der Unabhängigkeit am Rothschild-Boulevard in Tel Aviv.

Sendedaten
Kinder der "Exodus"

Film von Dietmar Schulz

Dienstag, 15. Mai 2018, um 22.55 Uhr

Film von Dietmar Schulz

Erstausstrahlung
3sat-Themenschwerpunkt
70 Jahre Israel
Am 14. Mai 1948 hat David Ben-Gurion den Staat Israel ausgerufen. Wie hat sich das Land seitdem entwickelt? Wie leben die Israelis heute und welche Ängste, Sorgen und Hoffnungen haben sie? Und warum kommt der Nahe Osten einfach nicht zur Ruhe?
Mit ausgewählten Filmen und Dokumentationen sowie einem multimedialen Webspecial wollen wir diesen Fragen auf den Grund gehen.