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Video online ab 28.10.2018, 23.15 UhrVideo online ab 28.10.2018, 23.15 Uhr
Die Gletscherwelt der Ötztaler Alpen
Eisige Welten - Gletscher in Österreich
Gletscher faszinieren Touristen, sind identitätsstiftend für Regionen und reagieren direkt auf Klimaveränderungen. Dass sie aktuell rasant schmelzen, macht Gletscher zu einer Goldgrube für Archäologen.
Einst gefürchtet, heute beliebt: Gletscher sind Tourismusmagneten und eine Fundgrube für Archäologen, wie spätestens seit dem Ötzi-Fund 1991 allseits bekannt ist. Genau vermessen werden die eisigen Welten seit schon beinahe 130 Jahren, seit 1891: Diese seit damals erhobenen Daten belegen den Rückgang der Gletscher.

In früheren Zeiten noch furchteinflößend, gewannen die Gletscher in den letzten beiden Jahrhunderten an Anziehungskraft: Sie wurden gemalt, erobert, bestiegen und zur Touristenattraktion. Die Pasterze, Österreichs größter Gletscher am Fuße des Großglockners, wurde 1856 vom jagdbegeisterten Kaiser Franz Joseph I. besucht.
Viele Mythen und Sagen umranken die Gletscherwelten, worin beispielsweise Riesen die Naturgewalt verkörpern: In Hintertux in Tirol könne man etwa heute noch die Fußabdrücke des "Tuxer Riesen" in der Felslandschaft erkennen.

Noch sind am Jamtalferner meterdicke Eisschichten zu finden... © ORF Tirol Noch sind am Jamtalferner meterdicke Eisschichten zu finden...
... doch auch hier zieht das Eis sich immer mehr zurück.  © ORF Tirol ... doch auch hier zieht das Eis sich immer mehr zurück.

Gletscher sind wie Lebewesen, sie wachsen, ziehen sich zurück, sie können zur Gänze verschwinden und wiederkommen. Derzeit schmelzen oder stagnieren die meisten Gletscher, nur einige wenige weiten sich aus. Belegt wird dies mit den Daten der Gletschermessungen Innsbrucker Glaziologen und des Alpenvereines, die seit schon beinahe 130 Jahren, seit 1891, von 20 sogenannten Gletscherknechten gesammelt werden.
"Je älter ich werde, desto weiter muss ich mit dem Gletscher nach oben wandern, um ihn vermessen zu können" berichtet der pensionierte Geograph und Gletscherknecht Günther Groß.

Der Rückgang der Gletscher bereitet insbesondere Wintersportzentren Sorge. In Sölden in Tirol, am Rettenbachgletscher, startet die Skisaison im September, im Oktober der alpine Skiweltcup. Um der Natur, der Schmelze der Gletscher zu trotzen, wird zusätzlich zu den Schneedepots mancherorts sogar ein Fließ als Sonnenschutz über das Gletschereis gelegt.Des einen Leid ist des anderen Freud - so geht es den Archäologen. Die Gletscherarchäologie erlebt seit dem Fund des Ötzi 1991 einen enormen Boom. Zahlreiche Universitätsprojekte beschäftigen sich mit den Geheimnissen, die die Gletscher bei ihrem Rückgang freigeben.

Mit ihrem neuen Film "Eisige Welten - Gletscher in Österreich" taucht Christiane Sprachmann in die faszinierende Welt der Gletscher ein, spricht mit Forscherinnen und Forschern über deren Geheimnisse und trifft Menschen, die mit und von den Gletschern leben.

Sendedaten
Sonntag, 28. Oktober 2018
um 23.15 Uhr
Stereo, 16:9
Credits
Dokumentation von Christiane Sprachmann, Österreich 2018
Thementag
Land der Berge
Die ersten drei Wörter der österreichischen Nationalhymne "Land der Berge" sind das Leitmotiv dieses Thementages - und Berge gehören auch zu jenen Eindrücken, die vielen bei Österreich gleich zu Beginn einfallen.
Sonntag, 28. Oktober 2018
ab 6.00 Uhr
Gletscher - bald Geschichte?
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Er ist der mächtigste und längste Gletscher der Alpen. Doch auch der Aletschgletscher schwindet - und mit ihm ein bedeutendes Schweizer Kulturgut. Für die Region verheisst das eisige Zeiten.
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