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Trude Forsher und "The King"
Elvis und das Mädchen aus Wien
Anlässlich des 40. Todestages am 16.8.2017
Die Geschichte seines Aufstiegs und auch die Geschichte seiner persönlichsten Vertrauten, der Wienerin Trude Forsher, die den Verwüstungen des WW2 entflohen ist und einen Job bekommen hat, von dem Millionen von Mädchen träumten: Elvis' Privatsekretärin. Erzählt hat diese Geschichte Trude Forshers Sohn James. Der Filmproduzent, Regisseur und Filmwissenschafter hat über viele Jahre ausführliche Interviews mit seiner Mutter zu ihrer Biografie und ihren Erlebnissen mit dem King of Rock ’n’ Roll geführt und filmisch festgehalten.
Ihren Nachlass aus der frühen Glanzzeit des US-Showbiz hat James Forsher dem Jüdischen Museum Wien zur Verfügung gestellt.

"Es war wie im Film. Da die kleine Frau, die Schriftstellerin werden wollte, und dort der größte PR-Mann von Hollywood und dann auch noch Elvis, der King. Und ich hatte das Privileg, dabei zu sein", erzählte Trude Forsher bei ihrem letzten Interview kurz vor ihrem Tod im Jahr 2000.

© ORF/Langbein & Partner Media Trude Forshers Sohn James auf Spurensuche in Wien
Trude Forshers Sohn James auf Spurensuche in Wien
Die 1920 geborene Trude Forsher ist in einer jüdischen Familie in Wien aufgewachsen. Sie konnte im August 1938 im Alter von 18 Jahren den Bedrohungen durch die Nationalsozialisten gerade noch entkommen und hat sich als Flüchtling über London in die USA durchgeschlagen, geheiratet und in Los Angeles niedergelassen. 1956 hat die junge Frau einen Job bekommen, von dem Millionen junger Frauen träumten: Als Elvis Presleys Sekretärin und später als seine PR-Koordinatorin war sie am Beginn der fantastischen Karriere des "King of Rock & Roll" eine der wichtigsten Frauen in Hollywood. Den Job verdankte sie der Hilfe entfernter Verwandter - den ebenfalls aus Wien stammenden Musikproduzenten Jean und Julian Aberbach, bei deren Verlag Hill and Range Songs etliche Elvis-Komponisten unter Vertrag waren.

© ORF/Langbein & Partner Media Immer bereits zum Diktat!
Immer bereits zum Diktat!
Trude Forshers Sohn James hat über viele Jahre ausführliche Interviews mit seiner Mutter zu ihrer Biografie und ihren Erlebnissen mit Elvis Presley geführt und filmisch festgehalten. Für die Dokumentation "Elvis und das Mädchen aus Wien" macht er sich unter der Regie von Kurt Langbein auf die Reise an die Schauplätze der einzelnen Lebensphasen seiner Mutter. Er erzählt ihre Geschichte und mit noch wenig bekanntem Archivmaterial auch die Geschichte des jungen Elvis Aaron Presley, der innerhalb kurzer Zeit vom Lastwagenfahrer zum Rock-Idol aufstieg.

Trude Forsher arbeitete für Elvis während seiner ersten sechs Filme, hautnah erlebte sie auch seine Trauer um den frühen Tod seiner Mutter im August 1958 mit. Im Lauf ihrer erfolgreichen Karriere im innersten Kreis um den Star blieb ihr persönliches Glück allerdings auf der Strecke: Ihr Mann Bruno Forsher konnte mit ihrem Erfolg nicht Schritt halten und verließ die Familie. Nach der Scheidung wurde Trude Forsher vom damaligen Manager von Evis Presley gefeuert, da dieser einen Skandal vermeiden wollte.

In der Zeit danach gründete Trude Forsher gemeinsam mit Adolph Zukor II., dem Enkel des legendären Filmmoguls, eine TV-Produktionsfirma. Nach ihrer Pensionierung engagierte sie sich sozialpolitisch für geschiedene Mütter, wofür sie mehrfach ausgezeichnet wurde.

Sendedaten
Sonntag, 20. August 2017
um 11.15 Uhr
Stereo, 16:9
Credits
Dokumentation von James Forsher, Österreich 2017
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