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Mittwoch, 31. August
© ORF/Gernot Stadler Filmproduktion Lupe
Auf den Schienen des Doppeladlers - Teil 3
Der Weg nach Westen
Der dritte Teil der Dokumentarreihe über das gigantische Bahnnetz der Donaumonarchie erschließt den Westen des ehemaligen Kaiserreichs. Mit der 1884 eröffneten "Arlbergbahn" wurde Vorarlberg an das österreichische Bahnnetz angeschlossen. Die ursprünglich als "k.k. privilegierte Kaiserin-Elisabeth-Bahn" bezeichnete heutige "Westbahn" verläuft von Wien über Linz nach Salzburg und über Freilassing bis München. Mit der "Brennerbahn" geht es von Innsbruck nach Bozen und bis an den Gardasee.
Nicht nur für den Kaiser war es mühsam und langwierig, das Kaisertum Österreich zu durchqueren. Mit dem Ausbau eines gigantischen Eisenbahnnetzes änderte sich das allerdings.

Das kam nicht nur der kaiserlichen Reiselust entgegen. Menschen und Waren zirkulierten plötzlich zwischen den Steppen Galiziens, den Küsten der Adria und entlegenen Alpentälern. Ob Salz aus dem Salzkammergut, Käse aus dem Bregenzerwald oder Wein aus dem heutigen Südtirol - die Eisenbahn veränderte die Wirtschaft und das Leben in dem Vielvölkerreich enorm.

© ORF/Gernot Stadler Filmproduktion Lupe
Viadukt der Arlbergbahn
Die beiden Regisseure Björn Kölz und Gernot Stadler nehmen die Zuseher mit auf eine Reise in die südwestlichen Kronländer des Habsburgerreiches.

Mit der Kaiserin-Elisabeth-Bahn, der heutigen Westbahn, geht es nach Bad Ischl und ins Mühlviertel in Oberösterreich.

Von Innsbruck aus führt die Reise mit der Arlbergbahn nach Vorarlberg und mit der Brennerbahn nach Südtirol.

Beleuchtet werden dabei nicht nur bautechnische Meisterleistungen, sondern auch einzelne Regionen entlang der Reiseroute. Im oberösterreichischen Hausruckviertel lädt ein Lokpark zu einem Besuch ein, in Kärnten steht eine Ausfahrt mit einer historischen Dampflok auf dem Programm.

© ORF/Gernot Stadler Filmproduktion Lupe
Reisen wurde zum gesellschaftlichen Ereignis
Eines wird rasch deutlich: es waren die Eisenbahnen, die das weite Reich mit Leben erfüllten, die Menschen und Waren über weite Strecken transportierten und die Eroberung von Landschaften im touristischen Sinne ermöglichten.

In einem Großraum, der heute von mehr als einem Dutzend souveräner Staaten belegt wird, konnten sich Reisende vor hundert Jahren ohne jegliche Einschränkung frei bewegen. Die Eisenbahn wurde auch zu einem Symbol für Freiheit und Einheit innerhalb der Österreichisch-Ungarischen Monarchie.

Sendedaten
Samstag, 10. September 2016
um 10.10 Uhr
Stereo, 16:9
Credits
Eine Dokumentation von Gernot Stadler und Björn Kölz, Österreich 2015
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Zuglegenden
Ein 3sat-Thementag entlang der Schienen
Dokumentationsreihe
Auf den Schienen des Doppeladlers 1 + 2
Mehr als 170 Jahre nach der Eröffnung des ersten Streckenabschnittes auf österreichischem Boden hat die Eisenbahn nichts von ihrer Faszination verloren.

Teil 1: 27. August 2016, 10.05 Uhr
Teil 2: 3. September 2016, 10.10 Uhr
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© ORF/Marx Media GmbHMit Volldampf an die k.u.k. Riviera
Bereits gegen Ende des 19. Jahrhunderts reisten Adel und wohlhabendes Bürgertum an die Österreichische Riviera, um ihr Feriendomizil in den mondänen Seebädern der Donaumonarchie aufzuschlagen. In luxuriösen Eisenbahncoupes strömte das noble Reisepublikum ans Meer und gab sich in idyllisch gelegenen Seebädern seinen gesellschaftlichen Vergnügungen hin.
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