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Video online ab 17.4.2018, 6.00 UhrVideo online ab 17.4.2018, 6.00 Uhr
Radyweg Poysdorf, die längste Kellergasse im Ort
Kellergassen in Niederösterreich
Weinkultur und Lebensfreude
Die mehr als 1.000 Kellergassen zählen zu den prägenden Kulturgütern Niederösterreichs. Früher wurden hier die Trauben gepresst und später der Wein gelagert, heute haben oft moderne Produktionsanlagen und Lagerhallen diese Aufgabe übernommen. Die Kellergassen stehen demnach nun weniger für Arbeit als für Freizeitidylle: Kleine, meist an Weinhänge geduckte Presshäuser, lauschige Plätze, ansteigende Gassen und einfache Heurigenbetriebe. Und in den nahegelegenen Hohlwegen wird ursprüngliche Natur authentisch erlebbar.
Georg Riha lädt ein zu einer Reise vom Kamptal über das Weinviertel bis zum Leithagebirge: In poetischen Bildern erzählt der Filmemacher in einem Bogen über alle Jahreszeiten von Stille und von grünen Kellertüren, vom Reifen des Weines, von der Lese und von der Kühle in tiefen Kellern.

Sommerrein - in die Hügel eingebettete Keller © ORF/Landesstudio Niederösterreich/Brains and Pictures Sommerrein - in die Hügel eingebettete Keller
Unter jedem Keller geht es tief in die Erde hinunter © ORF/Landesstudio Niederösterreich/Brains and Pictures Klassische Kellergasse in Falkenstein
Kellergasse in Zellerndorf  © ORF/Landesstudio Niederösterreich/Brains and Pictures Kellergasse in Zellerndorf

Zu sehen sind u.a. die die längste Kellergasse Österreichs in Hadres, das dorfähnlich gestaltete Ensemble von Unterstinkenbrunn, aber auch der "Galgenberg" von Wildendürnbach, der zur schönsten Kellergasse 2013 gewählt wurde. Die "Neuentdeckung" der Kellergassen begann in den 1980er Jahren mit ersten kulinarischen Veranstaltungen und der Wiederbelebung des "In die Grean gehen" am Ostermontag.

Poysdorfer Radyweg - in den Löss gegrabene Keller  © ORF/Landesstudio Niederösterreich/Brains and Pictures Poysdorfer Radyweg - in den Löss gegrabene Keller
Wildendürnbach und der Galgenberg - knapp vor der tschechischen Grenze © ORF/Landesstudio Niederösterreich/Brains and Pictures Wildendürnbach und der Galgenberg - knapp vor der tschechischen Grenze

Aber auch für zahlreiche Kulturschaffende sind für die "Dörfer ohne Rauchfang" inzwischen von großer Bedeutung: So hat Alfred Komarek mit seinen "Polt"-Krimis, die in den Presshäusern und Weinbergen des Weinviertels spielen, den Kellergassen ein literarisches Denkmal gesetzt; der Maler und Zeichner Karl Korab wiederum hat in zahlreichen Arbeiten die typischen Häuserzeilen dokumentiert. Die Bildhauerin und Performancekünstlerin Elisabeth von Samsonow spielt in ihrem Presshaus auf ungewöhnlichen Klanginstrumenten; die "Kellergassen-Compagnie" von Luzia Nistler belebt mit Theaterstücken besondere Kellergassen am Wagram. Und Architekt Friedrich Kurrent hat für sein Ausstellungshaus zum Werk von Maria Biljan Bilger in archaischen Schwüngen die Wölbungen der Weinkeller aufgegriffen.

Der Vater des Polt, Alfred Komarek, in Obirtz © ORF/Landesstudio Niederösterreich/Brains and Pictures Der Vater des Polt, Alfred Komarek, in Obirtz
Die Kellergassen-Companie in Feuersbrunn, Sonngasse © ORF/Landesstudio Niederösterreich/Brains and Pictures Die Kellergassen-Companie in Feuersbrunn, Sonngasse
Sommerein: Friedrich Kurrent "Maria Biljan-Bilger Ausstellung". © ORF/Landesstudio Niederösterreich/Brains and Pictures Sommerein: Friedrich Kurrent "Maria Biljan-Bilger Ausstellung".

Sendedaten
Dienstag, 17. April 2018
um 14.05 Uhr
Stereo, 16:9
Credits
Eine Dokumentation von Georg Riha, Österreich 2014
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