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Video online ab 4.9.2017, 21.45 UhrVideo online ab 4.9.2017, 21.45 Uhr
Tierische Genies - Echte Intelligenzbestien
In zwei Folgen
Hunde auf Skateboards, Vögel, die Brot als Köder für Fische verwenden, Affen, die Steine als Nussknacker benutzen - alles tierische Genies, die erstaunliche Technikern erwerben, um besser zu überleben. Was macht manche Tiere klüger als andere, und manche Tiere sogar klüger als Menschen? Diese Dokumentation zeigt die faszinierendsten Beispiele der tierischen Intelligenz: Die erste Folge beschäftigt sich mit den bahnbrechende Experimenten, in denen Tiere durch ihre Intelligenz Gegenstände manipulieren müssen.
Tierische Gehirne sind zu überraschenden Höchstleistungen in der Lage: Brieftauben haben die Fähigkeit, ganze Landschaften gleichsam einzuscannen und später wiederzuerkennen, so waren sie im Zweiten Weltkrieg unverzichtbare Boten für militärische Nachrichten. Ihr außerordentliches Talent hat in manchen Fällen sogar Menschenleben gerettet und den gefiederten Postboten daraufhin prunkvolle Orden eingebracht. Heute belegt die einzigartige Auswertung moderner GPS-Daten bei der Ausbildung renntauglicher Brieftauben, wie die Vögel lernen, sich in Landschaften zurechtzufinden. Anstelle von Orden streichen die besten Vögel nun für ihre Besitzer fette Siegesprämien ein.

Not macht erfinderisch
© ORF/BBC Ein Eichelhäher wirft Steine in ein Glas, um an den Leckerbissen im Wasser zu kommen.
Ein Eichelhäher wirft Steine in ein Glas, um an den Leckerbissen im Wasser zu kommen.
Dass Not erfinderisch macht, zeigt sich auch im Tierreich: Anstatt seinen Appetit sofort zu stillen, bastelt ein hungriger Reiher aus einem Stück Brot einen Köder und fängt damit etwas später einen fetten Fisch. In einem Wettkampf, bei dem es für Meisen darum ging, Würmer unter einer Glasplatte herauszuholen, hatten die Vögel aus der Eiswüste Alaskas die Nase vorn. Verwöhnte Meisen aus dem sonnigen Kansas dagegen scheiterten kläglich an der Aufgabe.

Praktische tierische Intelligenz der menschlichen teilweise überlegen
© orf  Der Schimpanse Ayumu (Universität Kyoto, Japan) merkt sich Zahlenabfolgen in Rekordzeit
Der Schimpanse Ayumu (Universität Kyoto, Japan) merkt sich Zahlenabfolgen in Rekordzeit
Wie kommt es, dass Papageien nicht nur in der Lage sind zu sprechen, sondern auch Formen, Farben und Materialien bewerten und unterscheiden können?

Dass Schimpansen nicht nur richtige Zahlenreihenfolgen erkennen, sondern auch exzellente Memory-Spieler sind? An vielen Beispielen zeigt sich, dass die tierische Intelligenz scheinbar kaum Grenzen kennt. Das erstaunliche Ergebnis der meisten Wettkämpfe: Die praktische Intelligenz von Tieren ist der menschlichen teilweise sogar überlegen, vor allem wenn es um den Gebrauch von Werkzeugen geht, denn damit können sie sich im Wettkampf des Lebens entscheidende Vorteile verschaffen.

© ORF/BBC/Sophie Lanfear Rio, die Seelöwin der University of California / Santa Cruz (UCSC), beim Lösen einer Logik-Aufgabe.
Rio, die Seelöwin der University of California / Santa Cruz (UCSC), beim Lösen einer Logik-Aufgabe.
In einem einzigartigen gefilmten Zoo-Experiment wird ein Orang-Utan mit einem Problem konfrontiert: Am Ende eines Rohrs liegt eine verlockende Erdnuss. Diese allerdings ist unerreichbar, denn seine Hände passen nicht durchs Rohr und es gibt keine Werkzeuge zur Hilfe. Zoo-Besucher werden vor dasselbe Problem gestellt und zerbrechen sich den Kopf allerdings ohne Erfolg. In der Zwischenzeit schlurft der Orang-Utan davon, füllt sein Maul mit Wasser vom Wasserspender, spuckt es in das Rohr und die Erdnuss schwimmt an die Oberfläche.

Sendedaten
Montag, 4. September 2017
um 21.45 Uhr
Wiederholung:
Dienstag, 5. September 2017
um 16.55 Uhr
Stereo, 16:9, Videotext-UT
Credits
Eine Dokumentation von Simon Bell
Sendung zum Thema
Tierische Genies - Soziale Superhirne
Montag, 4. September 2017, 22.35 Uhr