© ORF/Cosmos Factory/Harald Pokieser
Video online ab 8.9.2018, 6.00 UhrVideo online ab 8.9.2018, 6.00 Uhr
Hyäne auf der Jagd im Lake Nakuru
Von Sodaseen und Binnenmeeren
Teil 2 der Reihe "Rift Valley - Der große Graben"
Das afrikanische Rift Valley ist ein respekteinflößender Drehort. Es ist mehr als 6.000 Kilometer lang und reicht vom Jordan-Tal über das Rote Meer, das Hochland Äthiopiens und Ostafrika bis Mosambik. Zwischen den Vulkanketten des östlichen Rift Valley und den Bergen im Westen liegen kaum 500 Kilometer Luftlinie. Doch Ost und West sind wie Tag und Nacht, den Unterschied macht das Wasser. "Von Sodaseen und Binnenmeeren" lautet daher auch der Titel der zweiten Folge von Harald Pokiesers spektakulärem "Universum"-Dreiteiler "Rift Valley - Der große Graben".
Der Osten des Rift Valley liegt im Regenschatten der Berge, die Trockenzeit ist lang und hart. Das westliche Rift ist grün, tropisch und fruchtbar, es reicht vom Albertsee im Norden über die Nebelwälder des Ruwenzori und die Virunga-Berge bis zum Malawi-See im Süden. Es gibt Regenwälder und den drittgrößten Süßwassersee der Welt mit einer atemberaubenden Vielfalt an Fischen, den Tanganjika-See. Ein prachtvoller See, blitzblau, sauber und abgründig tief. Der Tanganjika-See ist mehr als 670 Kilometer lang, nur 70 Kilometer breit und seine tiefste Stelle liegt 1.740 Meter unter dem Wasserspiegel.

© ORF/Cosmos Factory/Harald Pokieser Schimpansen, Mahale Nationalpark
Schimpansen, Mahale Nationalpark
Hier arbeitete Harald Pokieser mit seinem Freund und Kollegen Erich Pröll zusammen. Der legendäre Naturfilmer bediente die Unterwasserkamera im Tanganjika-See und lieferte fantastische Aufnahmen von den Schimpansen im Mahale-Nationalpark. Bilanz der gemeinsamen Zusammenarbeit: Eine kaputte Kamera am ersten Drehtag, schwere Darminfektion bei Erich Pröll, lebensgefährliche Nachtfahrten mit einem Schrotthaufen von einem Schiff und großartige Bilder von einem der schönsten Gebiete im Rift Valley.

Elefanten, Ruaha © ORF/Cosmos Factory/Harald Pokieser Elefanten, Ruaha
Breitmaulnashorn, Lake Nakuru © ORF/Cosmos Factory/Harald Pokieser Breitmaulnashorn, Lake Nakuru

Welch ein Kontrast zu den flachen, salzigen Seen im östlichen Rift. Dort fühlt sich nur eine Tierfamilie wirklich wohl - die Flamingos. Sie ziehen in Millionenstärke von einem See zum nächsten und filtern winzige Algen und Bakterien aus dem Salzwasser. Am Nakuru gelangen dem britischen Kameramann Richard Jones einmalige Aufnahmen: Er filmte Hyänen, die Jagd auf Flamingos machen. Den zweiten Coup landete Jones im Ruaha-Nationalpark in Tansania. Er kam zeitgerecht zu einer Elefantengeburt und filmte die ersten Lebensminuten und Gehversuche des Elefantenbabys. Eine dritte Sensation geht ebenfalls auf das Konto von Richard Jones: In den entlegenen Udzungwa-Bergen filmte er für "Universum" als erster eine Affenart, die Ende der siebziger Jahre entdeckt wurde: die Sanje-Mangaben.

Sendedaten
8./9. September 2018
um 4.40 Uhr

Dolby Digital 5.1, 16:9, Videotext-UT
Credits
Eine Dokumentation von Harald Pokieser, Österreich 2009
Dokumentationsreihe
© ORF/Cosmos Factory/Harald PokieserRift Valley - Der große Graben
In drei Teilen