Wir blicken auf die Geschichte des Festivals zurück, zeigen markante Inszenierungen und prägende Theatermacher und blicken auf die Zeitgeschichte. Das Theatertreffen im Spiegel der Zeit.
Teil 1/4 der Dokumentationsreihe "Kriegsgefangenschaft"
Bis Dezember 1941 wurden fast zwei Millionen Rotarmisten gefangen genommen und als Arbeitssklaven in KZs, Rüstungsfabriken und landwirtschaftlichen Betrieben eingesetzt. Dort trafen sie auf Leidensgenossen aus Polen und Westeuropa. In den folgenden Jahren des "totalen Krieges" wurden Hunderttausende Zivilisten aus der ehemaligen Sowjetunion zur Zwangsarbeit in das Dritte Reich verschleppt, um die Arbeitskraft der zur Wehrmacht eingezogenen Deutschen und Österreicher zu ersetzen. Während der Kriegsjahre war auf dem Gebiet des heutigen Österreich jede dritte Arbeitskraft ein/e Zwangsarbeiter/in. 1944/45 schuftete etwa eine Million Menschen, um das auf Ausbeutung und Versklavung gebaute System nationalsozialistischer Kriegsökonomie bis zum Ende am Leben zu erhalten. Doch das rassenhierarchisch gebaute System der Zwangsarbeit mitsamt Demütigung und Freiheitsentzug setzte nicht erst mit Beginn des Vernichtungskrieges gegen die Sowjetunion ein, sondern begann bereits viel früher.