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Mai 2013
Mangelhafte Nachsorge
Rückblick
Krank aus der Klinik
Die Praxis der frühen Patientenentlassungen nach Operationen nimmt immer weiter zu. Je früher die Kliniken die Patienten entlassen, desto mehr Kosten können sie sparen. Bleibt die Gesundheit der Patienten dabei auf der Strecke?
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© dpa Lupe
Prostituierte in einem Bordell
Menschenhandel in Europa
Billignachschub für deutsche Puffs
Seit 2002 können Prostituierte in Deutschland ein Gewerbe anmelden. Es sollte ihre Situation verbessern. Doch in so genannten "Lovehäusern" drängen sich nun auch die Frauen aus Osteuropa und warten auf Kunden.
30.000 Euro und zwei Autos habe sie ihrem Händler in nur einem Jahr eingebracht, sagt Cristina. Die junge Frau aus Pitesti in Rumänien ist gerade einmal 19 Jahre alt. Ihr Freund versprach ihr einen tollen Job in Deutschland, malte ihr eine gemeinsame Zukunft aus. Doch der tolle Job war in einem Bordell. An Weglaufen war nicht zu denken. Der Freund drohte, Fotos an ihre Familie zu schicken, schlug sie. Heute lebt sie in einer Schutzwohnung, kann nur unter Polizeiaufsicht auf die Straße, wartet auf den Prozess gegen den Menschenhändler. Cristina ist nicht die einzige Betroffene.

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Szene im Bordell
In so genannten "Lovehäusern" drängen sich die Frauen aus den Armenhäusern Osteuropas in durchsichtigen Hemdchen und dünnen Dessous und warten auf Kunden. Deutsche Prostituierte klagen über die billige Konkurrenz. Sie erzählen, wenn sie es ablehnten, in so genannten Flatrate-Bordellen anzuschaffen, würden die Zuhälter eben nach Rumänien fahren und dort Nachschub kaufen. Neben Drogen- und Waffenhandel ist der Handel mit Frauen aus Osteuropa das lukrativste Geschäft der organisierten Kriminalität. Die EU-Osterweiterung macht's möglich.

2002 hatte die rot-grüne Bundesregierung ein Gesetz zur Regelung der Rechtsverhältnisse von Prostituierten beschlossen. Frauen können seitdem ein Gewerbe als selbstständige Prostituierte anmelden, müssen sogar Steuern bezahlen. Es sollte "die Situation der Prostituierten verbessern, ihnen mehr Rechte geben, ihre Position gegenüber Freiern und Zuhältern stärken", so eine Verfechterin des Gesetzes im Bundestag.

Die Dokumentation "Menschenhandel in Europa" geht der Frage nach, ob das Gesetz zur Legalisierung der Prostitution zu mehr Menschenhandel, Ausbeutung und Sexsklaverei geführt hat.

Sendedaten
Montag, 4. Februar 2013, 0.45 Uhr
Info
Film von Rita Knobel-Ulrich
(Erstsendung: 25.04.2012)