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"Sachs-Appeal"
Rückblick
Die Gunter Sachs Story
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© ORF/moonlake entertainment gmbh Lupe
Hofapotheke Salzburg
Pillen, Pulver, Salben
Vom Kräutergarten zur Gentechnologie
Das "Institut Pasteur" ist eine der führenden Forschungseinrichtungen in Sachen Medizin. Das Institut ist international vernetzt. 60 Nationen rund um den Globus beteiligen sich an den Forschungen. Die Arbeit hier ist symbolisch für die Situation der Medizin und Pharmazie heute. Sie zeigt, wie komplex Forschung geworden ist. Laut einer Umfrage werden die Entwicklungskosten von Arzneimitteln um ein 1000faches unterschätzt. Die durchschnittlichen Kosten bis zur Markteinführung betragen rund eine Milliarde Euro. Eine der großen Herausforderungen für die Zukunft wird die Anpassung eines Medikaments an den Patienten sein. Maßgeschneiderte Medikamente, die auf uns persönlich abgestimmt werden. Nicht nur die Dosierung, auch der Mix wird individuell abgestimmt und die Tablette wird registrieren, ob der Patient arbeitet, ruht, Stress ausgesetzt ist und entsprechend von sich aus reagiert.
Die Dokumentation von Klaus Steindl zeigt die rasante Entwicklung im Bereich der Pharmazie, dieser jungen Wissenschaft, deren Wurzeln weit in der Geschichte zurückliegen.
Das "Institut Pasteur", eine der führenden Forschungseinrichtungen in Sachen Medizin, trägt den Namen eines Wissenschafters, der einen Meilenstein in der Geschichte der Medizin und Pharmazie setzte: Louis Pasteur. Er entwickelte im 19. Jahrhundert Impfstoffe und entdeckte das System der nach ihm benannten Pasteurisierung.

Heute forschen die Wissenschafter des Instituts an der Heilung von Viruserkrankungen wie AIDS oder an neuen Behandlungsformen von Krebserkrankungen. Das Institut ist international vernetzt. 60 Nationen rund um den Globus beteiligen sich an den Forschungen. Die Arbeit hier ist symbolisch für die Situation der Medizin und Pharmazie. Sie zeigt, wie komplex Forschung geworden ist.

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Apothekermuseum Graz
Am 16. Oktober 1846 setzte William Thomas Green Morton den Startschuss zur modernen Pharmazie. Er war ein junger Zahnarzt und führte am "Massachusetts General Hospital" in Boston eine neue Methode vor, bei der Schmerzen bei einem chirurgischen Eingriff ausgeschaltet werden können. Er ließ den Patienten Äther einatmen, der schlief daraufhin ein. Die Operation konnte in Ruhe durchgeführt werden. Die Entwicklung in der Anästhesie bis heute ist atemberaubend. Sie zeigt die rasante Entwicklung im Bereich der Pharmazie, dieser jungen Wissenschaft, deren Wurzeln weit in der Geschichte zurückliegen.

Der arabische und persische Raum war zur Zeit des Mittelalters einer der wichtigen Zentren der Medizin. Ärzte wie Abu Mansur Muwaffak beschrieben schon damals die Grundsätze der Pharmazie: auf den Menschen eingehen. Sein Buch "Die pharmakologischen Grundsätze" stammt aus den Jahren 960 bis 980. Der ebenfalls aus dem persischen Raum stammende Gelehrte Ibn Sina verfasste im 11. Jahrhundert eine Abhandlung von mehr als 760 Medikamenten. Er stellte schon damals fest, dass die Wirksamkeit eines Medikaments zu prüfen sei, bevor es dem Patienten verabreicht wird.

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Heute werden laut einer Umfrage die Entwicklungskosten von Arzneimitteln um ein 1000faches unterschätzt. Die durchschnittlichen Kosten bis zur Markteinführung betragen rund eine Milliarde Euro. Bis ein neues Medikament auf den Markt kommt, vergehen bis zu 15 Jahre. Wonach heute geforscht wird, können wir erst in Jahren konsumieren.

Eine der großen Herausforderungen für die Zukunft wird die Anpassung eines Medikaments an den Patienten sein. Nicht jeder verträgt einen Wirkstoff gleich gut. Die Patienten brauchen oft unterschiedliche Mengen eines Wirkstoffs. In den Pillen befindet sich immer die gleiche Menge. In Zukunft werden wir maßgeschneiderte Medikamente schlucken, die auf uns persönlich abgestimmt werden. Nicht nur die Dosierung, auch der Mix wird personalisiert und die Tablette wird ihre Wirkstoffe über einen langen Zeitraum dosiert abgeben. Sie wird registrieren, ob der Patient arbeitet, ruht, Stress ausgesetzt ist und entsprechend von sich aus reagieren. "Nano-Chips" dienen als Sensoren, um den Wirkstoff gezielt abzugeben.

Obwohl die Forschung immer komplexer wird und die Entwicklungskosten steigen, kann ein Teil der Weltbevölkerung noch mit all den teuren Medikamenten versorgt werden. Doch in vielen Ländern ist eine medizinische Grundversorgung keine Selbstverständlichkeit.

Sendedaten
Montag, 20./21. Mai 2013
um 4.40 Uhr
Stereo, 16:9
Credits
Ein Film von Klaus Steindl, Österreich 2012
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