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Mai 2013
3sat thema
Rückblick
Konfliktquelle Wasser
"Wer es hat, wird reich sein, wer es vergeudet ein Dummkopf - und wer es verschmutzt ein Verbrecher", sagte schon der französische Schriftsteller Antoine de Saint-Exupéry über das Wasser. Aber wem gehört das Wasser eigentlich?
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© ORF/Sabine Ranocha/Franz Schrems Lupe
Bei lebendigem Leibe - Folteropfer erzählen
Sie sind unvorstellbar: die Langzeitfolgen seelischer, körperlicher und psychosozialer Folter. Denn das Ziel der "modernen" Folter ist nicht nur das Erzwingen von Geständnissen, sondern auch die Zerstörung der Persönlichkeit, die Vernichtung der Identität. Folteropfer berichten von ihren schrecklichen Erlebnissen und den Folgen.
Am 10. Dezember 1948 haben die Vereinten Nationen ihre Allgemeine Erklärung der Menschenrechte verabschiedet und damit einen großen Schritt in Richtung Anerkennung der menschlichen Würde gesetzt. In Artikel 5 wird dabei ausdrücklich auf das Verbot grausamer, unmenschlicher oder erniedrigender Behandlung oder Strafe sowie auf das Verbot der Folter hingewiesen. Dennoch wird immer noch weltweit gefoltert.

© ORF/Sabine Ranocha/Franz Schrems Lupe
Auch in Österreich. Einer, der im April 2006 nach einem missglückten Abschiebungsversuch von vier österreichischen WEGA-Beamten brutal zusammengeschlagen wurde und dem umfangreiche Frakturen von Jochbein, Kiefer und Augenhöhle zugefügt wurden, ist der aus Gambia stammende Bakary J.
Strafrechtlich wurden die Polizisten wegen Quälens eines Gefangenen zu bedingten Haftstrafen verurteilt. Noch immer leidet der 33-jährige Familienvater, der mit einer Österreicherin verheiratet ist, an den Folgen der Misshandlungen. Dabei sind die seelischen Verletzungen, die bei Folteropfern zurückbleiben, meist schwerwiegender und langfristiger als die körperlichen. Die verminderte Fähigkeit zur aktiven Lebensgestaltung, vor allem aber der Verlust des Grundvertrauens führen zu schwerwiegenden Irritationen im zwischenmenschlichen und sozialen Bereich und verhindern das Führen eines normalen Lebens.

Im "Kreuz & Quer"-Film erzählen das Folteropfer Bakary J. und ein Flüchtling aus Tschetschenien, der dort in einem Gefangenenlager mehrere Tage gemeinsam mit Leichen in einem Keller festgehalten wurde, über ihre Erlebnisse und darüber, wie sich mit dem Erlebten weiterleben lässt. Über Hintergründe informieren der Generalsekretär von "Amnesty International Österreich", Heinz Patzelt, der Psychotherapeut und Mitarbeiter von "Diakonie Österreich" und dem Verein "Hemayat", Erwin Klasek, und Thomas Wenzel, Universitätsprofessor und Psychiater am AKH Wien.

Sendedaten
Montag, 22. Oktober 2012
um 23.00 Uhr
Stereo, 16:9
Credits
Eine Dokumentation von Sabine und Michael Ranocha, Österreich 2008
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Das Böse
Themenwoche zur Natur des Bösen
21. bis 25. Oktober 2012
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