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Mai 2013
Wir fahren nach Berlin!
Rückblick
50 Jahre Theatertreffen
Wir blicken auf die Geschichte des Festivals zurück, zeigen markante Inszenierungen und prägende Theatermacher und blicken auf die Zeitgeschichte. Das Theatertreffen im Spiegel der Zeit.
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© ORF/Terranoa/Stephane Jaillet Lupe
Patagoniens "Marmorgletscher"
Die Geheimnisse Patagoniens
Im Süden Chiles, in der Inselwelt Patagoniens, liegt das Eiland Madre de Dios. Die Insel ist eine der imposantesten Karstlandschaften der Welt, "Marmorgletscher" werden die Flanken ihrer Berge wegen ihrer beeindruckenden Schönheit genannt. Vor rund einem Jahrzehnt entdeckten Forscher durch Zufall eine gigantische Höhle von der Größe der Pariser Kathedrale Notre Dame, deren Wände voll von Felsmalereien waren, und in der die Skelette unzähliger Wale und anderer Meerestiere lagerten. Nun macht sich erneut ein Team auf, um der Frage nachzugehen, wie ein solcher Meeresfriedhof viele Meter über dem Meeresspiegel entstehen konnte. Ihre Reise führt sie durch unberührte Landschaften und die ältesten Wälder der Erde.
Am Ende der Welt gibt es noch unerforschtes Land, weiße Flecken auf der Landkarte. Die sturmgepeitschte Insel "Madre de Dios" im Herzen Patagoniens ist einer dieser kaum erforschten Orte.

© ORF/Terranoa/Luc-Henri Fage Lupe
Eingang zur Walhöhle
Ungefähr halb so groß wie Vorarlberg, ist hier nicht nur eine der schönsten Karstlandschaften der Welt zu finden, die viele Grotten und Höhlen birgt, sondern auch Geheimnisse Patagoniens. An erster Stelle steht dabei die im Jahre 1995 entdeckte Walhöhle. In dieser riesigen Höhle, in der der Wiener Stephansdom Platz hätte, wurden Überreste von Blauwalen gefunden. Das wäre ja schon erstaunlich genug, doch diese Höhle liegt mehr als zehn Meter über dem Meeresspiegel. Es stellt sich die Frage: Wie konnte das größte Tier dieser Erde in diese Höhle gelangen?

Trotz der extremen Wetterbedingungen macht sich ein Team internationaler Wissenschafter auf, um Insel und Höhle zu erforschen. Mehrmals steht die Expedition vor dem Abbruch, denn meterhohe Wellen machen Anlegemanöver mit den kleinen Schlauchbooten unmöglich und Windspitzen von mehr als 160 Kilometer pro Stunde verhindern jede vernünftige wissenschaftliche Arbeit. Trotz des ständigen Regens und der damit verbundenen Gefahren dringen die Wissenschafter in das ausgedehnte Höhlensystem der Insel vor und entdecken faszinierende Höhlenmalereien. Nachdem sich das Wetter auch drei Wochen nach der Ankunft der Wissenschafter noch nicht gebessert hat, machen sie es wie die Ureinwohner Patagoniens, die Kawesquar - sie nehmen ihre Ausrüstung auf den Rücken und tragen sie über Land.

Höhlenmalereien  © ORF/TerranoaLupeHöhlenmalereien
710 Jahre alter Schädelfund © ORF/Terranoa/Luc-Henri FageLupe710 Jahre alter Schädelfund
Vermessung der Knochenfunde © ORF/Terranoa/Luc-Henri FageLupeVermessung der Knochenfunde

So macht sich im sturmgepeitschten Regen eine Karawane von Forschern mit Schlauchboot und Außenbordmotor auf der Schulter auf den Weg zur sagenumwobenen Walhöhle, um der Frage nachzugehen, wie ein solcher Meeresfriedhof viele Meter über dem Meeresspiegel entstehen konnte.

Sendedaten
Sonntag, 7. Oktober 2012
um 20.15 Uhr
Wiederholung:
Sonntag, 7./8. Oktober 2012
um 4.20 Uhr
Stereo, 16:9, Videotext-UT
Credits
Eine Dokumentation von Luc-Henri Fage
Deutsche Bearbeitung: Heinz Leger, Österreich 2010
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