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Mai 2013
bis ans Ende der Welt
Rückblick
Die legendäre Ruta 40
Sie ist eine der letzten Traumstraßen der Welt. Die Ruta 40 führt von der bolivianisch-argentinischen Grenze bis zur Magellanstraße im Süden Argentiniens. Unter großen Mühen entstand sie in den 1930er Jahren.
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© ORF/PRE TV/Theo Fritsche/Jochen Hemmleb Lupe
Der Mount Everest - mit 8.848 Metern der höchste Berg der Welt - doch wer war tatsächlich als Erster oben?
Erster auf dem Everest
Edmund Hillary war der erste Mensch, der 1953 den Mount Everest, den höchsten Berg der Welt, bezwang. So steht es in den Geschichtsbüchern. Aber der deutsche Alpinhistoriker Jochen Hemmleb bezweifelt diese Theorie. Unterhalb des Gipfels des Mount Everest entdeckte 1999 eine internationale Expedition, der auch Jochen Hemmleb angehörte, die gut erhaltene Leiche von George Mallory, der schon 1924 gemeinsam mit seinem Partner Andrew Irvine den Gipfel erstürmen wollte. Standen Mallory und Irvine vielleicht schon 29 Jahre vor Edmund Hillary auf dem Gipfel? Um darauf eine Antwort zu finden, folgt ein "Universum" Team unter Regisseur Gerald Salmina 2010 Jochen Hemmleb bei einer riskanten Suchexpedition auf das Dach der Welt.
2010 brach Jochen Hemmleb ein weiteres Mal auf, um den vielleicht letzten Beweis der Erstbesteigung des Mount Everest durch George Mallory und Andrew Irvine zu finden. Gemeinsam mit einem Team von österreichischen Bergsteigern - Theo Fritsche, Axel Naglich, Volker Holzner und Sepp Bachmaier sowie Kameramann Günther Göberl und Regisseur Gerald Salmina - begann eine abenteuerliche Suchaktion auf den Schneefeldern des Mount Everest. Denn die Leiche von Andrew Irvine wird noch immer vermisst - und mit ihr der Fotoapparat, den die Seilschaft von 1924 mit zum Gipfel nahm.

Basislager der Suchexpedition  © ORF/PRE TV/Theo Fritsche/Jochen HemmlebLupeBasislager der Suchexpedition
Das Höhenlager  © ORF/PRE TV/Theo Fritsche/Jochen HemmlebLupeDas Höhenlager

Im Jahr 2010 standen an der Nordseite des Everest 25 Expeditionen in den Startlöchern - unter ihnen auch Jordan Romero, ein 13-jähriger Bergsteiger, der gemeinsam mit seiner Familie vom Gipfelerfolg träumte. Auf die Frage, warum er diese Strapazen auf sich nehme, antwortet der Bub mit den Worten George Mallorys: "Because it's there! - weil er da ist!" 86 Jahre nach Mallory scheint die Faszination für den Mount Everest ungebrochen.

© ORF/PRE TV/Theo Fritsche/Jochen Hemmleb Lupe
Gedenktafel für George Mallory und Andrew Irvine
Neben der abenteuerlichen Suchexpedition auf den Flanken des höchsten Berges der Welt, führt die Entdeckungsreise Jochen Hemmleb auch nach Großbritannien, Österreich und in die Schweiz.

In Laboren und Archiven versucht er Indizien dafür zu finden, wie sich die letzten Stunden von Andrew Irvine und George Mallory zugetragen haben könnten. Textilingenieure, Höhenmediziner und Meteorologen standen ihm dabei Rede und Antwort.

Regisseur Gerald Salmina: "Für mich war der Beweggrund, diesen Film zu drehen, mit meinem Team ein Rätsel zu lösen - um einerseits herauszufinden, was genau 1924 am Mount Everest passiert ist und ob es uns damit gelingt, die Alpingeschichte umzuschreiben. Andererseits hat es mich im allgemeinen interessiert, warum auch heute noch der Mount Everest für viele der Berg der Berge ist und man sich in der Todeszone unter Beweis stellen muss."

Sherpa Daijula spricht als stellvertretender Priester mehrere Gebete © ORF/PRE TV/Theo Fritsche/Jochen HemmlebLupeSherpa Daijula spricht als stellvertretender Priester mehrere Gebete
Bevor das Team vom Base Camp Richtung Mount Everest zur Akklimatisierung aufbricht, wird eine Puja, eine Art Gottesdienst abgehalten © ORF/PRE TV/Theo Fritsche/Jochen HemmlebLupeBevor das Team vom Base Camp Richtung Mount Everest zur Akklimatisierung aufbricht, wird eine Puja, eine Art Gottesdienst abgehalten

Gerhard Salmina: "Auch die Faszination, die von der Spiritualität der Tibeter und nepalesischen Sherpa ausgeht, sowie deren Verbindung zum Kommerz der heutigen Expeditionen am Mount Everest war für mich ein spannendes Thema. Gemeinsam mit dem Alpinhistoriker Jochen Hemmleb die detektivische Arbeit und die Suche nach Indizien der Geschichte am Everest von George Mallory und Andrew Irvine mit forensischen Methoden zu durchleuchten und mit diesen Ergebnissen die Geschichte zu erzählen, war für mich zusätzlich eine spannende und neue Aufgabe. Man muss sich auch einmal vorstellen - bildlich gesprochen, waren die beiden 1924 näher zu Gott als irgendein Mensch zuvor. Am höchsten Punkt der Erde."

Ohne Hilfe von Tragetieren kann die schwere Ausrüstung nicht transportiert werden © ORF/PRE TV/Theo Fritsche/Jochen HemmlebLupeOhne Hilfe von Tragetieren kann die schwere Ausrüstung nicht transportiert werden
Die Suchexpedition zieht in Richtung Gipfel  © ORF/PRE TV/Theo Fritsche/Jochen HemmlebLupeDie Suchexpedition zieht in Richtung Gipfel

Gerhard Salmina: "Gott sei Dank durfte ich bei der Suche in diesem ausgesetzten Gebiet auf mein Mount-St.-Elias-Team zählen. Allen voran auf den Kameramann Günther Göberl, der dieses Mal auf 8.500 Metern Höhe die Aktionen der Suche "hautnah" dokumentiert hat. Die Alaska-erprobten Bergsteiger Axel Naglich und Volker Holzner bildeten mit Sepp Bachmeier und Theo Fritsche ein kleines, aber hochqualifiziertes Team, sodass wir uns als sehr eingespielte Mannschaft wieder an das Maximum wagen durften."

Sendedaten
Freitag, 17. Mai 2013
um 13.50 Uhr
Stereo, 16:9, Videotext-UT
Credits
Eine Dokumentation von Gerald Salmina, Österreich 2010
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