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Chinas Verbotene Stadt
Rückblick
Die Macht der schönen Konkubine
1850 wird in der Verbotenen Stadt ein neuer Kaiser proklamiert - der 20-jährige Xianfeng. Seine Mutter sucht unter sechzig Mädchen die Gemahlin des Kaisers und seine Konkubinen aus
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© SRF Lupe
Charlotte Lenhard, Mutter von Ylenia, am Stand der "Ylenia Stiftung" auf dem Markt in Appenzell.
Ylenias Vermächtnis
Die Suche nach dem verschwundenen Mädchen Ylenia hielt im Sommer 2007 die ganze Schweiz in Atem. Auf dem Heimweg verschwand die knapp Sechsjährige spurlos, Wochen später und nach intensivster Suche wurde sie tot aufgefunden.
Der Film rekonstruiert den Mordfall, fragt nach Hintergründen der Tat und lässt direkt Betroffene zu Wort kommen. Inzwischen haben sie langsam gelernt, das Unabänderliche zu akzeptieren. Ylenias Mutter hat ein Kinderhilfswerk gegründet, die Erinnerung an ihre Tochter soll so weiterleben.

Am 31. Juli 2007 will Ylenia Lenhard eine am Vorabend im Hallenbad Appenzell vergessene Shampoo-Flasche abholen. Ylenia trifft im Hallenbad ein, wird jedoch anschließend nicht mehr lebend gesehen.

Auf dem Parkplatz vor dem Hallenbad ist Ylenia vom mutmaßlichen Täter Urs Hans von Aesch, einem in Spanien lebenden Schweizer, entführt und später ermordet worden. Wahrscheinlich ist er beim Beseitigen der Spuren von einem Mann gestört worden, der per Zufall genau dort eine Zigaretten-Pause einlegen will. Nach einem belanglosen Gespräch schießt von Aesch aus nächster Nähe auf sein Gegenüber. Blutüberströmt gelingt dem Mann die Flucht. Seine Horrorgeschichte schildert er zum ersten Mal vor der Kamera.

Dank diesem Zwischenfall und dem Selbstmord des Schützen scheint die Aufklärung des Falls nahe. Ylenia bleibt trotzdem verschwunden. Eine der intensivsten Suchaktionen der Schweizer Polizeigeschichte läuft ins Leere. Die Suche dauert mehrere Wochen. Spekulationen schießen ins Kraut. Die erfolglosen Fahnder stehen im Trommelfeuer der Boulevard-Presse. Schließlich findet eine Privatperson, der Informatiker Simon Kuhn, Ylenias Leiche. Im Film erzählt er von seinen guten und weniger guten Erfahrungen, die er nach dem Leichenfund gemacht hat.

Ein Stück weit vermittelt der Film auch Hoffnung, denn Ylenias Mutter hat nach dem Tod ihrer Tochter ein Hilfsprojekt für Kinder auf den Philippinen gegründet. Ylenias Vermächtnis sozusagen, ein Projekt, das mittellosen Kindern ermöglichen soll, eine Schule zu besuchen.

Sendedaten
In der Nacht zum 26. Juli 2013,
um 1.45 Uhr
Kriminalfälle
Schweizer Verbrechen 2012 im Visier
Info
Film von Felice Zenoni
(Erstsendung: 8.08.2012)

Autor Felice Zenoni hat Hinterbliebene, Zeugen, Polizisten, Staatsanwälte und weitere Betroffene mit der Kamera besucht. Strafrechtsprofessor Christian Schwarzenegger ordnet kritische Fragen ein. Fest steht: der Fall Ylenia geht als einer der aufsehenerregendsten und aufwändigsten Fälle in die Schweizer Kriminalgeschichte ein.
Über die Sendereihe
© SRF"DOK" beschränkt sich nicht auf einen Themenkreis, sondern erzählt  Geschichten, vielseitig wie das Leben.