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Mai 2013
3sat thema
Rückblick
Konfliktquelle Wasser
"Wer es hat, wird reich sein, wer es vergeudet ein Dummkopf - und wer es verschmutzt ein Verbrecher", sagte schon der französische Schriftsteller Antoine de Saint-Exupéry über das Wasser. Aber wem gehört das Wasser eigentlich?
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© ZDF/Manuel Fenn Lupe
Der Familie hilft es zu wissen, dass Lars Mutter jetzt auf dem Urnenfeld einen Platz gefunden hat.
Abschied für immer
Wenn die Eltern sterben
Der Tod gehört zum Leben. Dass wir alle sterben müssen, ist keine neue Erkenntnis. Aber dieses Wissen fühlt sich ganz anders an, wenn ein nahe stehender Mensch stirbt. Dann spüren wir den Tod in seiner ganzen Dimension und in aller Wucht.
Lars (42) lebt mit seiner Familie in München. Zu seiner Mutter hatte er schon immer ein gutes Verhältnis. Als die 74-jährige so krank wird, dass es keine Hoffnung gibt, ist das für Lars ein Schock. Jedes zweite Wochenende fliegt er nach Berlin, um seine Mutter zu besuchen. Sie liegt in einem Hospiz und dorthin bringt er ihr, die Uhren so liebt, nun ihre alte Standuhr. "Damit sie etwas sieht, was ihr Freude macht."

Die Krankheit intensiviert die Beziehung zwischen Mutter und Sohn, Lars sagt der Schwerkranken zum ersten Mal, wieviel sie ihm bedeutet. Unerwartet schnell stirbt die Mutter und hinterlässt einen Sohn, der nur schwer seine Fassung findet, der die tröstende Kraft der Trauerrituale erlebt und dankbar ist, dass es nun auf dem Friedhof einen Platz gibt, wo er seine verstorbene Mutter besuchen kann.

Katharina lebt mit ihren Geschwistern und ihrer Mutter in Berlin. Sie ist 18 und hat ihren Vater vor einem halben Jahr verloren. Er war erst 51 Jahre alt. Wenn sie von den langen Gesprächen erzählt, die sie mit dem sterbenden Vater an seinem Krankenbett geführt hat, ist es fast, als wäre er noch da. Sie ist dankbar dafür, dass ihr Vater von Anfang an offen mit seiner Krankheit Krebs umgegangen ist und seine Familie immer mit einbezogen hat .

Es sollte keine Unwahrheit, keine falsche Rücksicht zwischen ihm und seiner Tochter stehen. Katharina weiß noch, wie manche Freundinnen einfach nicht mehr gekommen sind, weil sie mit ihrer familiärer Situation und ihrer Traurigkeit nicht umgehen konnten, wie einige andere ihr zugehört und sie getröstet haben.

Durch das Erlebte hat die junge Frau keine Angst mehr vor dem Tod und damit auch nicht mehr vor dem Leben. Dass ihr Vater immer in ihrem Herzen ist und dass sie ihr Leben nun intensiver und furchtloser leben kann, begreift sie als Geschenk. Autor Manuel Fenn begleitet Lars und seine Familie in den Wochen vor und nach dem Tod der Mutter und erfährt von Katharina, dass die Konfrontation mit dem Sterben nicht nur Verlust und Schmerz bedeuten, sondern sie auch um eine wichtige Erfahrung bereichert haben. Der Tod gehört zum Leben.

Sendedaten
25. September 2012, um 23.50 Uhr
Information zur Sendung
Länge: 30 Minuten
Dokumentationsreihe, Deutschland
Info zum Film
Film von Manuel Fenn
(Erstsendung: 18.09.2012)