"Als ich die Idee hatte, einen Film über Rosen zu machen, dachte ich" - so Regisseurin Barbara Fally-Puskás -, "dass es aufgrund der Unmengen an Literatur zu diesem Thema nicht allzu kompliziert werden würde, aus der Fülle an Informationen ein Drehbuch zu schreiben. Weit gefehlt. Das Eingrenzen der unterschiedlichen Themenkreise erwies sich als sehr schwierig. In persönlichen Gesprächen mit Rosenfachleuten stellte sich zudem heraus, dass jeder Einzelne eine ganz persönliche Sicht der Dinge hat. DIE Rose gibt es ebenso wenig wie DIE Pflegeanleitung. Egal welchen Rosengarten oder welches Rosarium ich auch besuchte, die Rosen blühten herrlich. Die entsprechenden Pflegetipps jedoch hätten unterschiedlicher nicht sein können. Ebenso vielfältig waren auch die Vorlieben der einzelnen Rosenliebhaber. Sorten, die einer für vollendet hielt, bezeichnete ein anderer als bescheiden.
'Universum'-Filmemacher/innen wird nachgesagt, dass sie extrem geduldig sein müssen. Wahre Geduld jedoch müssen Rosenzüchter haben: Von der Idee bis zur verkaufsfertigen Rosensorte vergehen rund acht Jahre. Vor diesem Film war für mich eine Rose einfach eine Rose. Mehr als die Pflanze an sich interessierte mich ihre Symbolik, ihre Bedeutung in der Kunst und Literatur sowie ihre Geschichte. Im Zuge der Recherche und der Dreharbeiten habe ich mich in die Pflanze verliebt. Es ist unglaublich, welche Vielfalt passionierte Rosenliebhaber aus einer Handvoll Wildrosen kreiert haben. Die Leidenschaft der Rosenzüchter hat schließlich das Drehbuch inspiriert und mich angesteckt. In meinem Garten hat der ehemals vernachlässigte Rosenstrauch Verstärkung bekommen. Mittlerweile gedeihen rund 20 ganz unterschiedliche Rosensorten vor der Haustür."
In diesem Film gibt es kein Fressen und Gefressenwerden, keine Explosionen, keine Katastrophen. Er handelt von einer Blume, die niemanden kalt lässt. Von einer Blume, die jeder kennt. Der Film ist für all jene gemacht, die ein wenig mehr über diese symbolträchtige Pflanze erfahren wollen.