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Wirtschaft
Rückblick
Aufsteiger Korea
In nur zwei Generationen gelang Südkorea ein beispielloser Aufstieg vom armen Agrarland zum reichen Industriestaat. makro-Reporter Jürgen Natusch trifft drei Menschen, die Anteil am Turbo-Aufstieg Koreas haben.
Navigationselement
© ORF/pre-tv Lupe
Avantgarde in der Stadt: Installation von Stephan Balkenhol am Kapitelplatz - im Hintergrund die Festung Hohensalzburg
Abseits der Festspiele
Salzburg und die Kunst
Für acht Wochen im Sommer ist die Mozartstadt Salzburg künstlerischer Nabel der Welt. Doch wenn sich am 15. August der Herbst mit dem ersten Morgennebel ankündigt und die ersten Platanenblätter sich leicht verfärben, beginnt auch die Stadt sich langsam einzurollen. Anfang September verfällt sie gewissermaßen in Schockstarre, fast in einen Winterschlaf. Die große Welt zieht ab, übrig bleibt die vermeintlich zweite künstlerische Garnitur in einer kleinen Universitäts-, Handels- und Touristenstadt mit wenig Leben, wenig Szene. Um die weltberühmten barocken Piazzen schließen die weltberühmten Lokale um sieben Uhr, im herbstlichen Nebel strahlt die Stadt vor allem Tristesse aus.
Wie lebt es sich als Künstler hier, in der festspiellosen Zeit? Peter Beringer hat sich auf die Suche gemacht, und eine Stadt gefunden, die es ihren Künstlern nicht leicht macht - aus Gründen, die zunächst einmal mit der Perfektion ihrer Architektur und Natur zusammenhängen. In dieser Stadt kann man nichts bauen, infolgedessen lässt sie sich auf architektonischem Weg auch nicht beleben. Geschäfte und Lokale sind auf die Bedürfnisse der mindesten sechs Millionen Touristen jährlich zugeschnitten. Dennoch gibt es künstlerische Institutionen, die auf höchstem Niveau funktionieren - und Künstler, die gerade aus der Ambivalenz der Stadt Inspiration für Arbeit auf Weltklasseniveau ziehen.

In der Galerie Ropac. Vernissage der Ausstellung von Anselm Kiefer. © ORF/pre-tvLupeIn der Galerie Ropac
Mozarts Geburtshaus, von Thomas Wizany neu gestaltet. © ORF/pre-tvLupeMozarts Geburtshaus
Jazzpianistin und Komponistin Sabina Hank beim "Jazz in the City", Herbst 2011. © ORF/pre-tvLupeSabina Hank

Der Film portraitiert den Galeristen Thaddaeus Ropac, den Karikaturisten und Architekten Thomas Wizany, die junge Harfenistin und Malerin Martina Stock, Weltklassegeiger Benjamin Schmid, die Singer - Songwriterin und Jazzerin Sabina Hank und den jungen Breakdancer Alex Wengler, und fragt nach bei Salzburg Kennern wie Heinz Wiesmüller, dem ehemaligen Präsidenten der Salzburger Festspiele, dem ehemaligen Konzertdirektor der Festspiele, Markus Hinterhäuser, dem Dirigenten Kent Nagano und der Präsidentin der Salzburger Sommerakademie, Hildegund Amanshauser.

Kent Nagano dirigiert die Camerata Salzburg. © ORF/pre-tvLupeKent Nagano
In der Salzburger Sommerakademie auf der Festung. © ORF/pre-tvLupeSommerakademie Salzburg
Szene aus der Produktion "Out of the Shadow" von der Breakdance-Truppe Nobulus um Alex Wengler. © ORF/pre-tvLupeBreakdance-Truppe Nobulus

Am Ende zeigt sich: die Stadt ist künstlerisch vital und lebensfähig. Sie wird scheinbar erdrückt von den Festspielen, bietet aber genügend überraschendes Wagnis, Lebensqualität, Kultur, und viel mehr Charme, als man beim Betrachten von Postkarten und Festspielkatalogen erahnen möchte.

Sendedaten
Sonntag, 5. August 2012
um 19.15 Uhr
Wiederholung:
Freitag, 31. August 2012
um 14.05 Uhr
Stereo, 16:9
Credits
Ein Film von Peter Beringer, Österreich 2012
Salzburger Festspiele
Ab 27. Juli berichtet 3sat in zahlreichen Produktionen von den Salzburger Festspielen:

27.7., 11.00 Uhr:
Eröffnung Salzburger Festspiele - live

3.8., 19.15 Uhr:
Kulturzeit extra: Salzburger Festspiele

5.8., 20.15 Uhr:
Ariadne auf Naxos - live
Oper v. R. Strauss

11.8., 20.15 Uhr:
Mariss Jansons und die Wiener Philharmoniker
Konzert

26.8., 21.55 Uhr:
Die Soldaten
Oper von B.A. Zimmermann
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