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Mai 2013
bis ans Ende der Welt
Rückblick
Die legendäre Ruta 40
Sie ist eine der letzten Traumstraßen der Welt. Die Ruta 40 führt von der bolivianisch-argentinischen Grenze bis zur Magellanstraße im Süden Argentiniens. Unter großen Mühen entstand sie in den 1930er Jahren.
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© SRF Lupe
Kosovarische Runde: Viele Schweizer wissen wenig über das Leben der Kosovaren in der Schweiz
Die guten Albaner
Erfolgreiche Migranten in der Schweiz
Sie gelten als Raser, Rauschgifthändler und Raufbolde: die Albaner sind die zweitgrößte Ausländergemeinschaft in der Schweiz, und sie kämpfen mit einem miserablen Ruf.
Wenn man öffentlich über sie spricht, dann meist in Verbindung mit Kriminalität, Sozialhilfemissbrauch, Islamisierung oder patriarchalem Verhalten. Doch damit wird man der albanischen Bevölkerungsgruppe nicht gerecht. Abseits der negativen Schlagzeilen gibt es viele Erfolgsbiographien: Albaner, die friedlich und gut integriert in der Schweiz leben und arbeiten.

Ein Sportler, ein Banker, eine Politikerin und ein Arzt - vier erfolgreiche Kosovo Albaner, die es alle weit gebracht haben. Dafür haben sie hart gearbeitet, studiert, geschuftet und geschwitzt. Trotzdem wollen sie nicht als Ausnahme - oder Vorzeige Albaner gelten. Denn es gibt viele erfolgreiche Albaner in der Schweiz, man muss sie nur wahrnehmen. Und genau das ist meist das Problem: Die Negativ-Schlagzeilen überdecken die Erfolgsgeschichten.

Azem Maksutaj, mehrfacher Thai-Boxweltmeister, ist heute erfolgreicher Unternehmer  © SRFLupeAzem Maksutaj, mehrfacher Thai-Boxweltmeister, ist heute erfolgreicher Unternehmer
Ylfete Fanaj wird zur ersten kosovarischen Kantonsrätin der Schweiz vereidigt. © SRFLupeYlfete Fanaj wird zur ersten kosovarischen Kantonsrätin der Schweiz vereidigt.

Obwohl die Albaner seit Jahrzehnten unsere Nachbarn sind, wissen wir sehr wenig über sie. Spricht man hierzulande von Albanern, sind meist die Kosovo Albaner gemeint. Die ersten unter ihnen sind bereits in den sechziger Jahren als gefragte Gastarbeiter eingewandert, die meisten aber kamen als Flüchtlinge während den Kriegswirren in Ex-Jugoslawien. Heute leben über 200 000 Kosovaren in der Schweiz, die zahlreich Eingebürgerten unter ihnen nicht eingerechnet.

Tatsächlich beschmutzt eine delinquente Minderheit den Ruf einer ganzen Bevölkerungsgruppe. Darunter leidet die große Masse, die friedlich und gut integriert in diesem Land lebt, arbeitet, lernt und konsumiert. Die meisten haben sich den Traum vom Eigenheim im Kosovo abgeschminkt. Sie fühlen sich in der Schweiz zu Hause und investieren lieber hier in ihre Zukunft. Sie studieren an Schweizer Universitäten, gründen Firmen und kaufen Immobilien, sie führen Restaurants oder schießen Tore für die Schweizer Nationalmannschaft.

Sysret Kastrati ist Projekt Manager bei der Credit Suisse. © SRFLupeSysret Kastrati ist Projekt Manager bei der Credit Suisse.
Mentor Bilali ist Assistenzarzt im Inselspital Bern. © SRFLupeMentor Bilali ist Assistenzarzt im Inselspital Bern.

Trotzdem, der schlechte Ruf bleibt präsent und macht vielen zu schaffen. Sei es auf der Stellen- oder Wohnungssuche, die Diskriminierung ist alltäglich und gerade deshalb haben sich viele daran gewöhnt. Auffallend sind die Berührungsängste auf beiden Seiten, sowohl bei den Albanern als auch bei den Schweizern. Klischees, Vorurteile und Verallgemeinerungen bestimmen das Bild und verschleiern die Realität. Aber auch Desinteresse und Halbwissen leisten ihren Beitrag und schaffen Raum für Projektionen und Ängste.

Auffallend sind die Berührungsängste auf beiden Seiten, sowohl bei den Albanern als auch bei den Schweizern. Klischees, Vorurteile und Verallgemeinerungen bestimmen das Bild und verschleiern die Realität. Aber auch Desinteresse und Halbwissen leisten ihren Beitrag und schaffen Raum für Projektionen und Ängste.

Sendedaten
18. März 2013, um 23.10 Uhr
Info
Film von Béla Batthyany
(Erstsendung: 24.11.2011)
Über die Sendereihe
© SRF"DOK" beschränkt sich nicht auf einen Themenkreis, sondern erzählt Geschichten, vielseitig wie das Leben.