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Mai 2013
Alltag eines schwindenden Volkes
Rückblick
In der Mitte ein Feuer
"Mein Volk geht ja zu Ende, doch wir wollen wenigstens die Gehspuren eines Volkes hinterlassen", sagt der tuwinische Schriftsteller Galsan Tschinag. Über das Leben der Nomaden in der Westmongolei.
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© SRF Lupe
Eine Brücke über der Schlucht des Oberaletschgletschers.
Kopf und Kragen für tausend Schafe
Der lange Weg zurück aus der Walliser Wildnis
Jeweils Ende Sommer macht sich eine Gruppe junger Männer aus Naters auf, um die Schafe aus der Wildnis des Inneren Aletschji zurückzuholen. Es ist eine harte und gefährliche Arbeit.
Das riesige Gelände ist unwegsam, enge Grasnarben verlaufen zwischen felsigen Abgründen. Und an warmen Tagen verstecken sich die Schafe gern im Schatten von Felsbrocken.

1020 Schafe sind von ihren Besitzern Anfang Sommer auf die mächtige Halbinsel inmitten des Walliser Gletschermeers getrieben worden. Nun haben die elf Schaftreiber drei Tage Zeit, die Tiere zu finden und auf die Belalp ihren Besitzern zurückzubringen.

Nebel behindert den Zug der Schafe © SRFLupe
Hoch über dem Aletschgletscher © SRFLupe

Das Innere Aletschji ist ein gewaltiger Bergrücken, auf allen Seiten begrenzt von Gletschern und Schluchten, zwischen 2000 und 3000 Metern über Meer gelegen, ein riesiger natürlicher Pferch, so abgelegen, dass bislang nicht einmal Bär und Wolf dorthin fanden.

Seit Generationen treiben die Schafzüchter von Naters ihre Tiere ins Innere Aletschji, wo die Schafe den Alpsommer ohne Hirten verbringen. Eine elfköpfige Gruppe junger Schaftreiber, beauftragt von der Burgerschaft Naters, hat die Aufgabe, Ende Sommer die große Schafherde wieder zurückzubringen: eine verschworene Freundesgruppe aus Naters, die weiterführt, was ihre Väter und Großväter schon taten.

Und wenn dann am Schluss die Schafbesitzer auf der Belalp ihre Tiere wieder in Empfang nehmen, ist die Anspannung bei den Schaftreibern groß, denn es ist der Tag der Abrechnung: Wieviele der 1020 Schafe haben sie zurückgebracht?

Sendedaten
In der Nacht zum 9. Dezember 2012, um 4.40 Uhr
Info
Film von Beat Bieri und Mani Koller
(Erstsendung: 3.11.2011)
Über die Sendereihe
"DOK" beschränkt sich nicht auf einen Themenkreis, sondern erzählt Geschichten, vielseitig wie das Leben.